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 Bundesliga 2018/2019: 22. Spieltag (17.02.2019 / 15.30 Uhr)

Frankfurt - Borussia   1:1 (1:0)

 

In der Halbzeitpause wurde bereits geunkt, daß man heute keinen Punkt mehr einfahren würde, zu frisch war der Gegentreffer in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Obwohl man zuvor gute 45 Minuten geboten hatte und durch Denis Zakaria in Führung hätte gehen müssen. Nun aber stand es völlig unnötig 1:0 und man rechnete sich aus, daß Frankfurt noch ein Stück defensiver auf-/eingestellt aus der Kabine kommen wird und auf Konter lauernd das zweite Tor erzielen würde.
Doch dem war zum Glück nicht so. Zwar spielten die Hessen tatsächlich mit Wiederanpfiff bereits auf Zeit und vorübergehend ließen wir uns vom Gastgeber regelrecht einlullen, aber dieser Eindruck war nur eine zehn-, fünfzehnminütige Momentaufnahme. Die Mannschaft zeigte Willen und Biss und belohnte sich spät mit dem Ausgleich, für den sich Zakaria, der beste Mann auf dem Feld, verantwortlich zeigte. Eine wirklich sehr überzeugende Leistung des Schweizers, dessen Torerfolg die “Kirsche auf der Torte“ seiner (positiv) aggressiven Spielweise war. Starker Typ.
Jetzt gilt es den nächsten Konkurrenten auf Distanz zu halten, denn Samstag empfangen wir Wolfsburg (und seine Fanmassen). Vermutlich sind dann Jonas Hofmann und vielleicht Raffael wieder im Kader, wäre nicht nur sentimental schön, vor allem wichtig und wertvoll... ‘mal abwarten...


Tourbericht...

Relativ spontan konnte ich noch einen Platz im Bully für die Tour nach Frankfurt ergattern, so dass es am Sonntagmorgen für mich um 8 Uhr losging. Ganz gemütlich machten wir uns pünktlich um 9.15 Uhr ab Holdorf auf den Weg Richtung Frankfurt. Ganz anders als sonst, heute alle ohne Alkohol (1-2-3 Bier zählen nicht). Zum einen weil man noch Auto fahren musste und zum anderen, weil die letzte Busfahrt alkoholtechnisch aus dem Ruder gelaufen sei (zu gerne hätte ich das gesehen).

Während auf der Rückbank fleißig Diktate geübt wurden, wurde vorne jeglicher Name "gegoogelt". Dass Steffen gerne angelt und Gerrit den Adlerpreis für das Flügelschießen beim Schützenfest gewonnen hat, war mir neu. Warum sollte man sich auch unterhalten, wenn Google einem doch alles auch so verrät...  ;-)  ...wunderschöne Bilder von Jan beim Tischtennis inklusive.

Überpünktlich am Stadion angekommen, ging es auch bald schon Richtung Gästekurve. Frühzeitig konnten gute Plätze eingenommen werden. Für meinen Geschmack etwas zu tief, bei meiner Größe schwierig etwas zu sehen.
Die erste Halbzeit begann vielversprechend. Gladbach zu Beginn mit viel Drang nach vorne, jedoch nicht konsequent genug. Viele Flanken der Borussia in den gegnerischen Strafraum, jedoch immer wieder ohne Abnehmer. Kurz vor der Halbzeit hatte man sich schon mit einem 0:0 abgefunden, die zweite Halbzeit würde schon erfolgreicher werden.
So ging es wohl auch den Spielern, als nach einer Ecke nicht konsequent genug verteidigt wurde und der Ball anschließend im Gladbacher Tor landete. 0:1 zur Pause.

Die zweite Halbzeit begann wie nicht anders zu erwarten, Gladbach in der Pflicht und Frankfurt deutlich defensiver. Die Frankfurter Defensive wackelte, eine richtige Torchance ergab sich aber nicht. Kurz nach der Einwechselung von Strobl legte dieser den Ball auf Zakaria ab, der den Ball im Frankfurter Tor unterbrachte – 1:1. Die letzte Chance des Spiels gehörte uns, Drmic vergab kurz vor dem Schlusspfiff den Führungs-/Siegtreffer. Ärgerlich, unverdient wäre es nicht gewesen - zumal der Junior vom Chief auf dem Hinweg in einen kleinen Haufen "Glücks“-Hundescheiße getreten war…

Nach dem Spiel ging es zügig zurück zum Bully. Auch den Parkplatz konnten wir schnell verlassen und uns flink Richtung Norden aufmachen. Die Rückfahrt verlief relativ ruhig. Während auf der Rückbank geschlafen wurde, unterhielt man sich vorne über die Spitznamen einiger Mitfahrer und den erstaunlichen Inhalt eines Riesenflachmanns. Termine für den nächsten Alkoholkonsum wurden festgehalten und die Frage geklärt, warum Gerrit bis heute keinen Führerschein besitzt...

Gegen 22 Uhr zurück in Vechta, ging es für mich dann auch relativ schnell wieder zurück in die Hansestadt "HB".

Jenny

 

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 Bundesliga 2018/2019: 21. Spieltag (09.02.2019 / 15.30 Uhr)

Borussia - Berlin   0:3 (0:1)

 

Nun war es also angekommen, in den Köpfen der Spieler, das von mehreren Seiten forcierte Gerede von der möglichen Meisterschaft. Die Mannschaft wirkte jedenfalls seltsam gehemmt und einfallslos und ließ sich von keinesfalls überragenden Berlinern bei den 3 Gegentoren regelrecht vorführen.
Wir sind weder Titelkandidat, noch DO-Jäger, allerhöchstens eine Art “Verfolger“… und das in gebührendem Sicherheitsabstand. Vor dem Spiel nach der prozentualen Einschätzung gefragt, antwortete ich, daß ich die Chance auf die Schale bei 5% sehe.
Vielmehr sind wir gut beraten die Abstände zu den Plätzen 5 und 7 zu beobachten und zu sichern - und nichts anderes. Da würde, zwecks realistischer Zielsetzung, 1 Punkt beim direkten hessischen Konkurrenten schon sehr helfen, damit uns Frankfurt, Leverkusen & Co. nicht auf die Pelle rücken.
Das einzig Heitere am Wochenende, der Ausspruch von “Original“ B.K.: “Wenn wir Meister werden, dann geh’n wir ein‘ saufen!“ …genau, ist ja sonst so selten der Fall (*schmunzel*).


Tourbericht...

Der 21. Spieltag stand für uns an. Gegner im heimischen Borussia-Park sollte diesmal die "alte Dame" aus Berlin sein.

Frühmorgens ging es für mich ab HBF Hannover los. Irgendwie hatte ich schon, warum auch immer, beim Aufstehen ein schlechtes Gefühl. Nicht weil ich den Abend zuvor zu tief ins Glas geschaut habe!  :-)

Naja, warum auch immer. Mein Bauchgefühl hat sich leider im Laufe des Tages bestätigt. Dazu aber später mehr...

In Lengerich angekommen, mußte ich leider feststellen, daß 2 gute Freunde, die mich schon desöfteren vom Bahnhof abgeholt haben, erkrankt sind. Ich hoffe Beiden geht es mittlerweile besser!  :-)

Somit machte ich mich mit dem Taxi auf den Weg zum Treffpunkt. Als unser Gefährt für den heutigen Samstag eintraf, trauten wir unseren Augen nicht. Sollte uns dieses futuristisch anmutende "Schlachtschiff" wirklich nach Mönchengladbach kutschieren?! Konnte dieses Ding etwa fliegen, wie hinter vorgehaltener Hand vermutet wurde?

Nein,natürlich nicht. Es war nur ein "stinknormaler" Bus mit einer Topausstattung, der unserem Tabellenplatz angepaßt wurde!  :-)

Die Hinfahrt verging dann auch fast wie im Flug. Recht frühzeitig erreichten wir schließlich unsere Heimspielstätte. Blieb also noch genug Zeit um einen Blick auf unser neues Hotel zu erhaschen, etwas zu futtern und  die eine oder andere Hopfenkaltschale zu genießen.

Zum Spiel möchte ich eigentlich gar nicht viel schreiben. Verdientermaßen hat uns die "alte Dame" mit 0:3 abgefertigt. Damit hatte wahrscheinlich niemand gerechnet.

Ich vermute, dass in den Tagen vor dem Spiel zuviel von außen auf die Mannschaft eingeprasselt ist. Neuer Heimsiegrekord, Meisterschaftskandidat (Effenberg/Hamann) usw...

Vielleicht konnte unser Team das alles nicht komplett ausblenden. Und dann kommt halt mal so ein Spiel heraus. Halb so wild, kann passieren. Jetzt heißt es im schweren Auswärtsspiel in Frankfurt eine Reaktion zu zeigen. Haben wir ja in dieser Saison schon öfter hingekriegt.

Etwas enttäuscht machten wir uns dann  auf den Heimweg. Der Frust wurde dann mit einigen Kaltgetränken heruntergespült. Von einigen leider zuviel...

Um Punkt 21.14 Uhr erreichten wir schließlich meinen Ausstiegsort. Leider waren wir nicht schnell genug,so daß ich statt in Lengerich diesmal in Twistringen ausgestiegen bin. So hatte ich wenigstens noch die Möglichkeit nach Hause zu kommen. Über Bremen bin ich dann letztendlich gegen 02.00 Uhr in der niedersächsischen Landeshauptstadt eingerollt. Bis zum nächsten Mal.
 

"Over and Out", WITTIG/Hannover.

 

 

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 Bundesliga 2018/2019: 20. Spieltag (02.02.2019 / 18.30 Uhr)

Schalke - Borussia   0:2 (0:0)

 

Verdient war er wohl, der späte Sieg. Allerdings sollte man nicht in die Lobeshymnen ob des zweiten Tores mit einstimmen. Fast 3 Minuten und via 62 Stationen hielten 10 von 11 Gladbacher Spieler (nur Patrick Herrmann passte man das Spielgerät nicht zu) die Kugel in ihren eigenen Reihen, ehe das Leder glücklich im Kasten vom eingewechselten Schalker Stammtorhüter der Hinrunde landete (Flo Neuhaus hatte sein Standbein angeschossen und dadurch passierte der Ball auf kuriosem Weg und durch ungewöhnliche Flugbahn die Torlinie). Aber (!), und das will scheinbar keiner hören, der Gastgeber war zu diesem Zeitpunkt nur noch zu Zehnt unterwegs (allerdings merkwürdig lethargisch, es wurde nämlich überhaupt nicht mehr richtig angegriffen… doch was hatte Schalke noch zu verlieren (?!), lag die Mannschaft aus dem Ruhrpott doch kurz vor Schluß zurück).
Und auch der erste Treffer wurde durch einen kleinen “Zufall“ begünstigt, denn Christoph Kramers Schußversuch wäre wohl knapp neben das Tor gesegelt, wenn Neuhaus (mit unabsichtlichem “angelegtem“ Handspiel) nicht leicht angeschossen worden wäre.
Lächerlich dagegen, daß sich die Knappen über die Entstehung des Platzverweises aufregten. Sané nahm den Ball, nach einem Pfiff für uns, 12 Meter mit in seine Hälfte und ließ ihn dann fallen. Lars Stindl reagierte am Schnellsten und führte den Freistoß sofort aus, entweder unbemerkt oder geduldet vom Schiedsrichter. Erstmal eigene Blödheit von Königsblau und außerdem soll der Schalke-Verteidiger wohl zunächst ein paar Meter in Richtung unseres (!) Tores gelaufen sein, so daß es im Endeffekt vielleicht 6 (8) Meter Differenzdistanz gewesen sein könnten/sollen. Selbst schuld.
Nichtsdestotrotz geht der Dreier in Ordnung, auch wenn die 3 entscheidenden Szenen (Rot, beide Tore) ein wenig kurios zustande kamen.
Der Spieltag. DO ließ in Frankfurt Punkte liegen, München verlor sogar (in Leverkusen), so daß es jetzt (zwar weniger, aber immer noch sehr beachtliche) 7 Zähler Rückstand auf den souveränen Tabellenführer sind. Geht da vielleicht doch noch “etwas“ (?!), oh man, “TJ“ hat einen mit seinem Gesabbel irgendwie schon angesteckt/“angefüttert“… (*kopfschüttel-staun*)


Tourbericht...

Viertelstündlich verspätet wurde statt dem geplanten Zustiegsort Lengerich das beschauliche Ladbergen angesteuert. Glücklicherweise hatte der Chief (leichtes) Verständnis für schlechtes Zeitmanagement.

Also eingestiegen in den roten Bus ohne Toilette. Strafversetzt in den vorderen Bereich, wurden die Plätze eingenommen. Dank der kurzen Anreise, konnten die Toilettenpausen kurz gehalten werden. Auch konnte in der Zeit nur die Hälfte der gewohnten Getränke konsumiert wurden, sodass die Anreise ohne weitere Vorkommnisse frühzeitig in Gelsenkirchen endete.

Angekommen, gönnten wir uns Currywurst-Pommes-Mayo für günstige 6,90 Euro. Dafür schmeckte das “Essen“ auch beschissen. Das Bier war zwar deutlich günstiger, aber ähnlich warm und genauso alkoholfrei wie die Wurst.

In der Turnhalle gab unsere Borussia über 90 Minuten den Ton an, konnte in der ersten Halbzeit gegen das Schalker “Bollwerk“ aber lediglich einige gute Chancen (Lars Stindl, Denis Zakaria), aber keinen Torerfolg vermelden.

So spielte der Platzverweis gegen den Schalker Torhüter Nübel unserem Dream-Team in die Karten. Gefühlt gab es von den Schalkern nun keinerlei Gegenwehr mehr, sodass Kramer per gewolltem Kunstschuss (siehe in Hannover) die logische Führung erzielen konnte. Jetzt war der Widerstand endgültig gebrochen und Florian Neuhaus konnte nach 3 Minuten und 62 Pässen das 0:2 markieren.

Auf dem Rückweg wurde wie gewohnt das Spiel gewissenhaft analysiert und - dank “hochtechnischem Gerät“ - die Zusammenfassung der anderen Spiele geschaut.

Auf der Raststätte "Hohe Mark" kam es zu einer interessanten Schneeballschlacht mit sogenannten Schalke-„Fans“, welche aufgrund einer taktischen und “werferischen“ Meisterleistung von Thorge eindeutig gewonnen wurde. Somit ging auch der zweite Sieg klar und verdient an uns!

Glücklich und zufrieden, stiegen wir in Ladbergen aus und freuten uns auf die bevorstehende Woche, um diesen überragenden Sieg den Schalker Kollegen und Freunden auf's Brot schmieren zu können. Lecker.

MaBü

 

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 Bundesliga 2018/2019: 19. Spieltag (26.01.2019 / 15.30 Uhr)

Borussia - Augsburg   2:0 (0:0)

 

Die Einstellung des Vereinsrekordes von 12 Heimspielsiegen am Stück drohte. Wenn man dieses Szenario las, machte sich sofort das Gefühl breit, daß wir prädestiniert dafür sind, das “Ding“ in den Sand zu setzen - das lehrt jedenfalls unsere Historie.
Doch in dieser Spielzeit scheinen so einige (negativen) Gesetzmäßigkeiten außer Kraft gesetzt worden zu sein… hoffen wir auf eine Fortsetzung.
Augsburg trug diesmal nicht viel dazu bei, ein Fußballspiel entstehen zu lassen. Somit lag es an uns der destruktiven Spielweise des Gegners entgegenzuwirken. Chancen erzwangen wir uns in regelmäßigen Abständen, doch die Null stand zur Halbzeit auch deswegen noch, weil wir uns den Luxus gönnten erneut einen Elfmeter zu verschießen (Jonas Hofmann).
Die Zeit lief erbarmungslos weiter und obwohl man sich einbildete, das Gefühl zu haben, daß der Führungstreffer doch noch fallen sollte, wurde man von Minute zu Minute natürlich immer nervöser, ehe uns “Der ewige Oscar“ ausgerechnet in seinem Jubiläumsspiel (der 184. Einsatz für Borussia, kein ausländischer Spieler hat bei uns mehr Partien auf dem Buckel) mit dem hochverdienten und eigentlich längst überfälligen 1:0 erlöste. Den “Deckel d’rauf“ machte schließlich das eingewechselte Eigengewächs Patrick Herrmann mit einem geilen Schuß in den Knick. Dabei wurde der gebürtige Saarländer kurz vor Silvester angeblich mit einem neuen “S“(tuttgart)-Kennzeichen “ein letztes Mal“ vor der Geschäftsstelle im Borussia-Park gesehen und sein Wechsel stand unmittelbar bevor; meine Güte, so ein blödes Gesabbel immer.
P.S.: Nach dem Führungstreffer schaukelte sich die Augsburger Delegation hoch, Lars Stindl soll im Abseits stehend entscheidend eingegriffen haben (Torwart behindert, Ball berührt, Verteidiger die Sicht genommen; das sind ja gleich 3 Sachen auf einmal). Nunja, wie sagte Hans Meyer vor ein paar Wochen kurz und markant nach dem Videobeweis befragt (?!) …“sofort abschaffen“.

 

Tourbericht...

Samstags Morgen 6 Uhr - eigentlich eine Uhrzeit zu der ich erst nach Hause kommen würde, an Spieltagen jedoch die Uhrzeit zu der man wohl oder übel aufstehen sollte.
Der erste Schock direkt am Morgen, denn die Fahrt sollte mit WTT bestritten werden, der rote Bus OHNE Toilette, mein persönlicher Horror. Während ich den Fahrplan schon auswendig lernte, um meine Toilettenpausen und damit - viel wichtiger - mein Trinkverhalten genau planen zu können, tauchten auch Chief & Sohn (in Begleitung seines Schulkameraden und Fußballkumpels Hennes, Bayern-Anhänger wohlgemerkt) auf. Pünktlich um 8.30 Uhr ging es aus Twistringen los.
Wie immer flott unterwegs, erreichten wir auch die nächsten Stopps um die restlichen Chaoten einzusammeln. Toilettenpausen inklusive.
Hauptthema der Hinfahrt, Heidjers Haare. Wie bekommt er sie so unfassbar weich? Und welcher Friseur schneidet noch eine Vokuhila? Das Geheimnis seiner weichen Haare hat er leider nicht verraten, den Friseur schon. Wer hätte es anders erwartet - Heidjer schneidet sich bis heute die Haare selbst.
Der Rest der Hinfahrt ging zwischen Gin, Jacky Cola und Bier “unter“...
Ungewohnt überpünktlich am Stadion angekommen, wurde erstmal dringend eine Toilette gesucht. Auffindbar im übernächsten Bus, wo man anschließend freundlichst auf die Rückbank zu Schnaps eingeladen wurde. Das wurde dankend abgelehnt - das Durchschnittsalter der Einladenden lag wahrscheinlich bei 19 Jahren.
Ganz langsam ging es anschließend Richtung Stadion. Nach acht gewonnenen Liga-Heimspielen in Folge, sollte auch heute wieder ein Sieg her. Davon war man überzeugt.
Die erste Halbzeit gestaltet sich jedoch sehr zäh. Heute zu Beginn mit Traoré, der für den angeschlagenen Hazard spielte. Vieles lief zu Beginn über rechts, Schluss war jedoch jedesmal spätestens im Strafraum. Gladbach überlegen, das Spiel fand hauptsächlich vor der Südkurve statt. Tore jedoch... Fehlanzeige. Kurz vor dem Halbzeitpfiff dann die Chance zur hochverdienten Führung - Neuhaus wird im Strafraum von seinem Gegenspieler getroffen und fällt. Elfmeter. Hofmann tritt an, scheitert jedoch an der Schweizer Nummer "2" Kobel und auch der Nachschuss von Plea leider zu unplatziert, daher 0:0 zur Pause.
In der zweiten Hälfte sollte mehr gehen. Zurück auf dem Feld gehörte die erste Viertelstunde jedoch den Augsburgern, bis sich das Spiel ab der 60. Minute wieder vollständig Richtung Nordkurve verlagerte. Von nun an hatte man das Gefühl, dass Augsburg sich mit der gesamten Mannschaft in der eigenen Spielhälfte aufhielt. Das erlösende 1:0 bliebt daher lange aus. Die eigene Stimmung begann zu schwanken, drei Punkte wären absolut verdient.
In der 78. Minute endlich war schließlich Oscar Wendt zur Stelle. Die Erleichterung war nicht nur bei den Spieler zu spüren, sondern auch bei den Fans - der Borussia-Park bebte. Von nun an konnte das Spiel etwas entspannter geschaut werden. Der krönende Abschluss war das Traumtor von Herrmann, der in der 93. Minute frei von der Strafraumgrenze auf's Tor schoss und den Ball im linken oberen Eck plazierte. Der Schlusspfiff ging im Jubel unter - Herrmann wurde verdient gefeiert. Besonders nach den immer wieder aufkommenden Gerüchten bezüglich (s)eines Wechsel, zeigten die Fans ihm eindrucksvoll, wie sehr er in Gladbach geschätzt wird. Hoffentlich bleibt er uns noch ein paar Jahre erhalten.
Zurück im Bus hielt die gute Stimmung weiter an. Die Musikbox erfüllte ihren Zweck und spielte neben Topsongs natürlich auch Gladbachlieder. Die Stimmung, “So wie in alten Tagen...“.
Lauthals wurden jegliche Songs mitgeträllert. Ganz vorne dabei Philipp und sein Mikro, seine Lippen klebten im wahrsten Sinne des Wortes dauerhaft daran.
Auch vor den Raststätten wurde nicht halt gemacht - kaum hielt der Bus, wurde die Musikbox nach draußen gestellt und der jeweilige Rasthof voll beschallt.
Etliche Bier, KornCola und Gin-Mischen später, musste der eine oder andere ein Nickerchen einlegen - man wollte später noch weiterfeiern gehen. Ob das was geworden ist, man weiß es nicht. Langsam leerte sich der Bus, Twistringen in naher Zukunft. Danke an Halil fürs Absetzen direkt am Bahnhof.
Nach 17 Stunden endlich wieder zurück in Bremen, was für eine Tour. Trotz der langen Reise, ist es der Verein immer wieder wert, denn “Irgendwann wird Gladbach wieder Meister sein...“.

Jenny

 

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 Bundesliga 2018/2019: 18. Spieltag (19.01.2019 / 15.30 Uhr)

Leverkusen - Borussia   0:1 (0:1)

 

Den Papst in der Tasche - und unterstützend Yann Sommer im Tor; so lässt sich unser Auswärtssieg in Leverkusen wohl treffend charakterisieren. Auch wenn schon einen Tag später keine Sau mehr davon spricht, daß wir wahrlich glücklich gewonnen haben, so muß uns klar sein, daß wir am Samstag gegen Augsburg unser Spiel deutlich konsequenter durchdrücken müssen.
Unabhängig davon schraubten wir weiter an unserer traumhaften Quote von 2,0 … 18 Spiele, 36 Zähler - ein sehr, sehr geiler Punkteschnitt.
P.S.: “TJ“ träumte derweil bereits vor dem Spiel in anderen (meisterlichen) Sphären, “Heute wird so ein wichtiges Spiel, wenn wir dieses Auftaktspiel gewinnen, dann…“ - ehrlich gesagt, ich mag gar nicht weiterdenken…


Tourbericht...

Seit ein paar Jährchen immer das gleiche Schauspiel, die Fahrt nach Leverkusen “muß“ wie Sauerbier angeboten werden. Ungefähr 2 Wochen vor dem Spiel hatten sich ca. 30 Mitfahrer für diese Bustour einloggen lassen, das sind 5 Leutz zuviel, um absagen zu können/müssen und 10-12 zu wenig, um eine “schwarze Null“ in die Kassenbücher einpflegen zu können. Es blieb nichts anderes übrig, als kalte Akquise zu betreiben - und das in großem Umfang; und siehe da… die Anmeldezahlen knackten innerhalb weniger Tage die 40’er-Marke. Immer dieses Klinkenputzen, es nervt.
Verstehen kann Fan das sowieso nicht, Auswärtsspiel in NRW, samstags, ein Kontingent an Stehplatzkarten; da müssten die Anmeldungen eigentlich (!) nur so vom Himmel regnen, nunja.
Da es auswärts wesentlich weniger Anlaufpunkte für die “Vorspielzeit“ gibt, ließen wir den Bus planmäßig eine halbe Stunde später in Twistringen starten - und rollten dennoch zeitig  gegen Viertel vor Zwei auf den Gästebusparkplatz unter der “A1“. Zuvor füllte sich das Geschoß auf amtliche 42 Personen und einige nahmen sich den letzten Werbeaufruf für diesen Trip äußerst professionell zu Herzen, so glänzte OL-Gerd zwar durch Abwesenheit, “verdonnerte“ jedoch Sohnemann Malte zur Mitfahrt, löblich. (*grins*)
Kalt war’s in der Pillendreherstadt, so kalt, daß die Sitzplatzkartenanwärter Jens & Andree letztendlich froh waren, sich doch in den Stehplatzblock begeben zu müssen/dürfen, weil durch die späte Bestellung keine Sitzbilletts mehr aufzutreiben waren. Der Gäste(steh)bereich glich diesmal schließlich schon eher einem dicht zusammenstehenden riesigen Pinguinschwarm, welcher ständig in Bewegung ist, um den Verlust an Körperwäre zu reduzieren.
Nachdem der Junior zwecks besserer Sicht auf dem provisorisch mit Schals gepolsterten Stankett Platz genommen hatte, konnte nicht nur pünktlich dem Anpfiff beigewohnt, sondern sogar noch an der Choreo tatkräftig teilgenommen werden.
Anpfiff. Zu unserem Spiel fanden wir leider nur ansatzweise, unterbrochen von langen Kunstpausen. Da uns das Glück heute allerdings mehr als hold war, überstanden wir trotz drückender Leverkusener Überlegenheit die 90 Minuten (plus) ohne Gegentreffer (mit einem bärenstarken Yann Sommer im Kasten) und erzielten unsererseits gar das goldene Tor (durch Alassane Pléa) zum wirklich glücklichen Auswärtssieg.

Während man in der Pause noch staunend der Halbzeitführung begegnete, wurden die zweiten 45 Minuten zur Qual. Gefühlt produzierten die Gastgeber Chancen im “5 Minuten“-Takt und uns gelang mit zunehmender Spieldauer so gut wie kaum noch Entlastung, weder durch Ballbesitz, noch durch Konter-/Angriffsfußball. Und auch das Vorwärtsverteidigen konnte in diesem Spiel auf unserer “to-do“-Liste nicht mit einem Erledigungsvermerk versehen werden. Die Uhr schien rückwärts zu laufen, doch als eine Viertelstunde vor Schluß auch noch der Pfosten bei den Abwehraufgaben mit eingebunden werden musste, dämmerte es einem, daß die Werkstruppe an diesem Tag vielleicht noch ewig anlaufen konnte, ohne einen Torerfolg zu erzielen.
Bis es jedoch wirklich soweit war, musste die Mannschaft noch diverse brenzlige Situationen bereinigen und Fan so manchen Herzklabaster überstehen. Die Pumpe schlug mehrmals bis zum Hals, doch irgendwann hatte SR Gräfe ein Einsehen und pfiff die Partie eeendlich ab… puuh, natürliche Freude ist etwas anderes, erstmal machte sich pure Erleichterung breit, ehe man den Auswärtsdreier realisieren konnte.
Den Heimweg bestritt man in sehr “gelöster Atmosphäre“ und im Bus wurde natürlich diverse Flaschen-Schankware verköstigt. Die Stimmung war sehr gut, aber nicht euphorisch, denn fast alle wussten den “erschlichenen“ Sieg realistisch einzuordnen.
Beim Einfädeln des Rückfahrtweges wurde spekuliert, wir entschieden uns für die gleiche Variante der Anfahrt und fuhren damit nicht schlecht (im wahrsten Sinne des Wortes). Kutscher “F1“-Günter schlängelte sich zur “A3“-Autobahnauffahrt durch und haute auch in der Folge die Reifen in den Teer, so daß wir bereits um 22.25 Uhr wieder in Twistringen (“door“-Service) vorfuhren. Ein schlafender letzter Fahrgast wurde auf Papa’s Arm in’s Haus getragen (bzw. ohne väterlichen Oberarmschmalz mittlerweile eher geschleppt) und der Tag fand nach zeitintensivem “Sacheneinräumen/-wegräumen“ schließlich sein Ende, schön war’s.  :-)

 

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