Besucher....

 

 

 Bundesliga 2017/2018: 10. Spieltag (28.10.2017)

Ho"pp"enheim - Borussia   1:3 (1:0)

 

Wir durften einem, nach der vergebenen Torchance von Thorgan Hazard und dem anschließenden Pausenrückstand nicht mehr für möglich gehaltener Auswärtssieg beiwohnen. Die Mannschaft hat sich vor allem in der 2. Halbzeit gewehrt und drei ebenso wertvolle, wie verdiente Punkte erbeutet - und das bei einem direkten Konkurrenten. Hut ab.
Diesen unerwarteten Dreier auf fremden Terrain müssen wir nun aber auch im Heimspiel gegen Mainz "vergolden". Diesen Anspruch müssen wir haben, auch wenn es mit Sicherheit kein (!) Selbstläufer wird, denn Mainz ist schon fast traditionell schwer zu bespielen.
Zuvor richtet sich der Blick heute Abend jedoch auf die Auslosung im DFB-Pokal... ein Heimspiel, das wäre wichtig (fast "egal", gegen wen).

 

Tourbericht...

Mit 10 Minuten Verspätung begann die Auswärtsfahrt nach Hoffenheim. Der heutige Bully-Kutscher hieß Thorge und war fest entschlossen die halbe Weltumrundung von Wilhelmshaven über Holdorf (mit Pkw-Anschluß von/nach Twistringen) und Lengerich alleine durchzufahren.

Nachdem "Klein-Meise" zunächst die Musik übernommen hat und der Autor sich offensichtlich zu stark beschwert hatte, wurde die Aufgabe des DJs kurzerhand weitergegeben. Dank der fast grenzenlosen Musikbibliothek von Spotify entwickelten sich viele interessante "Spiel mal was von XY" - "Nein, die sind scheiße!" - Diskussionen. Jedoch wurde der musikalische Horizont von den meisten Mitfahrern erweitert. Außer OL-Jens war Jimmy Barnes vorher keinem bekannt. Mia Julia war zwar den meisten Mitfahrern bekannt, Anschließend war Jimmy Barnes zwar den Mitfahrern bekannt, die Begeisterung hielt sich aber in Grenzen. Außer natürlich bei OL-Jens. Der Fahrer wünschte sich Mia Julia. Die war zwar den Mitfahrern bereits vorher bekannt, aber die Begeisterung hielt sich auch hier in Grenzen. Gemeinsamer Konsens war eine Classic-Rock-Playlist. Nach Diskussionen, ob Bouillabaisseball, der Volkssport auf Melmark, olympisch werden soll und ob ALF überhaupt noch am Leben sei und ob bei der Fifa überhaupt Menschen arbeiten, die nicht korrupt sind, folgte eine überraschende Beichte: Wittig gab zu, dass ihm Slayer zu hart sei (!).

Schlussendlich kamen wir pünktlich in Hoffenheim an. Ich muss gestehen, ich mag das Stadion. Ich mag den Gästeblock und die Akustik in diesem. Und ich freue mich immer wieder über die Hoffenheimer Stadionmusik. Ich zitiere: „Lästerei und Neiderei gehn uns am ***** vorbei, 18hundert99 TSG“. Es freut mich immer wieder, dass wir die Initiatie Borussia 2012 erfolgreich "bekämpft" haben. Der Block war brechend voll und sah ein munteres Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Nach einer Mehrfachchance inklusive Alutreffer, traf Demirbay mit einem Gewaltschuss zum 1:0. Baumann durfte sich nach einem schönen Freistoß von Grifo noch auszeichnen, in dem er den Ball ans Aluminium lenkte. So ging es mit dem 1:0 in die Halbzeit, obwohl für unser Dreamteam deutlich mehr drin war.

Aber dann kam die furiose zweite Halbzeit. Hazard und Ginter drehten jeweils mit einer Grifo-Vorlage das Spiel. Vestergaard machte nach einer Ecke per Kopf den Auswärtssieg perfekt. Der Rückweg verlief sehr ruhig. Die einen verschliefen gefühlt die ganze Rückfahrt zu den wohltuenden Klängen von AC/DC die anderen schauten das Abendspiel auf Sky. Thorge spulte souverän Kilometer um Kilometer herunter, sodass wir pünktlich, heile und ohne Ausfall des Keilriemens wieder zu Hause ankamen.

 DFB-Pokal 2017/2018: 2. Runde (24.10.2017)

Düsseldorf - Borussia   0:1 (0:0)

 

Ein glanzloser Sieg, der hart erkämpft werden musste. Doch bevor wir die Gedanken an die sonntägliche Auslosung der 3. Pokalrunde (durch Stefan Effenberg) schweifen lassen dürfen, wartet morgen in Sinsheim ein dicker Brocken auf uns. Die Bilanz von nur einem einzigen Auswärtssieg in insgesamt 11 Pflichtspielen (inklusive 2. Liga und Pokal) spricht Bände, oh man.

 

Tourbericht...

Es wurde Zeit für die zweite Runde im DFB-Pokal... wir hielten uns weiter im Westen auf und fuhren diesmal in die Großstadt nach Düsseldorf, wo uns die Fortuna empfing. Ein durchaus attraktiver Gegner gab den Anlass, um einen 50-Mann-Bus ins Rollen zu bringen, der nahezu voll besetzt war. Die üblichen Raststätten und Autohöfe wurden von unserer "Ladeliste“ abgehakt, um nach und nach die Plätze zu besetzen. Der Startschuss fiel um 12.45 Uhr in Twistringen, sodass wir gegen 14.50 Uhr den letzten Zustieg in Ladbergen anfahren sollten.

Trotz des hohen Verkehrsaufkommens auf den Autobahnen trafen wir gut 1 ¼ Stunden vor Anpfiff am Stadion ein und konnten den Gang in den Gästeblock somit ganz entspannt antreten. Viele von uns waren mit einem Ticket für den Unterrang ausgestattet, so dass wir uns um Platzprobleme keine Sorgen machen mussten, denn die Ultra-Szene und einige andere Anhänger versammelten sich dieses Mal im Oberrang. Mit 20, 25 Bengalos sorgten Sie für einen hell erleuchteten Gästeblock, doch trotz des Rauches konnte die Partie pünktlich um 18.30 Uhr angepfiffen werden.
Bereits am Anfang war klar, dass in diesem Spiel richtig "Feuer" ist - Traore holte seinen Gegenspieler mit der ersten Aktion übel  von den Beinen und durfte sich vom Unparteiischen gleich etwas anhören. Die nächste Situation gehörte den Hausherren in Person vom Gladbacher in spe: Florian Neuhaus. Er zog von der rechten Seite ab, jedoch deutlich am Tor vorbei. Beide Fanlager peitschten Ihre Mannschaften nach vorn und sorgen für eine gute Pokal-Atmosphäre. Die Fohlen waren der Heimmannschaft überlegen und hatten zeitweise um die 70% Ballbesitz und eine Zweikampfquote von rund 60%. Doch als rund die Hälfte der ersten Halbzeit gespielt war, wurden die Gastgeber mutiger und wacher und standen hinten sicher. Dann -  in der 33. Minute - gab es den ersten Aufreger im Gladbacher Strafraum: Jean Zimmer ging nach einem leichten Kontakt von Oscar Wendt zu Boden, doch Schiedsrichter Manuel Gräfe war dies für einen Elfmeter zu wenig. Kurz darauf flatterte der Ball nur knapp über den Kasten von Yann Sommer, so dass die Fortuna nun ein Chancenplus aufweisen konnte. Die letzte Aktion vor der Pause hatte dann Traore, doch der Schuss ging deutlich über den Querbalken. Mit einem Zwischenstand von 0:0 ging es also in die Halbzeitpause.

Wie auch in Durchgang eins, waren die Düsseldorfer vorsichtig und tasteten sich nur langsam voran. In der 52. Minute war es dann für uns soweit - Thorgan Hazard netzte, nach wunderbarem Pass von Raffael, zur Führung ein. Abgefälscht von Hofmann und letztlich vom Düsseldorfer Keeper eigens mit dem Oberschenkel über die Linie gedrückt... aber Tor ist Tor. Nach dem Treffer wurde es also eine ganz andere Partie; viele Abschlüsse auf beiden Seiten, doch konnten wir nach einer letzten Drangphase schlussendlich die Null halten und somit in's Achtelfinale des DFB-Pokals einziehen.
Pünktlich um bereits 20.45 Uhr konnten wir in Richtung Heimat starten. Die gute Anbindung zur Autobahn ersparte uns viele Minuten "Stadtverkehr", so dass wir in einer wirklich guten Zeit unseren Zielausstieg Lohne erreichten. Gegen 23.45 Uhr dort angelangt, waren wir letztlich gegen 1:00 Uhr in der Früh in Wilhelmshaven und konnten den Achtelfinaleinzug mit einem "kühlen Blonden“ noch ein wenig feiern.

 

WHV-Thorge

 Bundesliga 2017/2018: 9. Spieltag (21.10.2017)

Borussia - Leverkusen   1:5 (1:0)

 

Eine sensationell gute erste Halbzeit, nur das 2. Tor fehlte - und das sollte sich bitter rächen. Wie man dann nach nur einem Gegentor so auseinanderbrechen kann, ist unbegreiflich. Schon die zweite Klatsche in dieser noch jungen Saison... und das mit einem - für unsere Verhältnisse - exzellent besetzen Kader. Ich hatte gedacht, die Mannschaft ist schon "weiter".

Auch ist zu befürchten, daß uns diese Pleite für Dienstag einen Knacks geben wird. In Düsseldorf und Samstag in Sinsheim stehen für uns jedenfalls richtungsweisende Spiele an...

Tourbericht...

Wie immer pünktlich stand “Taxi“-Mehl um 8.20 Uhr “auf der Matte“, bereit für die letzten Meter zum “WTT“-Standort den Kutscher zu spielen (Chief & Sohn danken). Dort auf dem Betriebshof stand dann wirklich der “neue“ Bus, ähh, der neu gekaufte gebrauchte Bus - nur leider wurde vom Hersteller vergessen den Lokus einzubauen, suboptimal. Als Notlösung akzeptabel, aber kein Dauerzustand, soviel steht leider fest.
Die nächste “Überraschung“ an diesem Morgen: Nach einigem Hin & Her saß tatsächlich ein Fahrer (genauer gesagt eine Fahrerin) im Bus vorne links. Der eigentlich für diese Tour vorgesehene Lenker weigerte sich erfolgreich den (O-Ton aus dem Archiv) “Gladbacher Schweinetransporter“ zu fahren, drohte mit Kündigung und reichte diese wirklich ein, Sachen gibt’s.
Die Fahrerin trat ihre Jungfernfahrt mit uns übrigens nicht alleine an, Ihr Bodyguard und Ehemann in Personalunion hielt sich immer in Griffweite auf, nicht schlecht.
Nundenn, unabhängig davon galt es heute an jeder Haltestelle den gleichen Fragenkatalog der neu Zusteigenden zu beantworten… “Ist das der neue Bus? In Rot? Und ohne Toilette?“ - “1.) Ja. 2.) Ja. 3.) Ja.“! Naja, manche Fragen beantworten sich von selbst…!
Und als wären einem Gewohnheitstier die ganzen Neuerungen der heutigen Tour nicht schon mehr als genug, wurde kurzerhand gar noch der planmäßige Zustieg Lengerich schlichtweg ausgelassen. Doch bevor ein mögliches Krisenmanagement hätte tagen müssen, ein Geistesblitz. Ein kurzer prüfender Blick auf die Passagierliste verriet, daß insgesamt 5 Leutz abgehängt wurden, also genau 1 Pkw-Besatzung, wenn (!) einer der Betroffenen den Fahrer mimt und (!) wenn sich mindestens eine Person nicht zum Treffpunkt hat bringen lassen. Ein Telefonat später bestätigte sich die glückliche Fügung, daß a) Mona motorisiert erschienen war und b) sie sich umgehend bereit erklärte, die vergessene Ladung zum nächsten Stop Ladbergen nachzuliefern. Und da in diesem Fall Theorie und Praxis übereinstimmten, fand der spontane Plan nicht nur Gefallen, sondern ging sogar auf.
Aufregung aus, die musste man sich schließlich leider noch für die 2. Halbzeit des Spiels aufheben. Man sieht sich genötigt die Stammtisch- & Scheißhausparole “Weltklasse/Bezirksklasse“ zu bemühen, um zumindest den Versuch zu starten, das krasse Mißverhältnis der beiden Halbzeiten auch nur annähernd umschreiben zu können.
Allemal bemerkenswert war es jedoch zweifelsohne, daß nach der Schlußsirene so gut wie keine Pfiffe aus der Nordkurve ertönten. Fan befand sich anscheinend noch im Schockmodus - oder aber die Leutz, die pfeifen können, hatten das Stadion bereits frühzeitig verlassen. Das Ergebnis “saß“ jedenfalls.
Die Leutz waren ob der 2. Halbzeit und des Ergebnisses natürlich arg bedient und strömten relativ flink zum Busparkplatz zurück, so daß die Rückfahrt bereits um Fünf vor Sechs eingeläutet wurde. Ankunft in Twistringen war trotzdem erst um 23.20 Uhr, ungefähr eine Dreiviertelstunde später als “normal“, denn (2-3?) zusätzliche WC-Pausen kosteten Zeit und Nerven, oh man.

Nach kurzem Busaufräumen stellte Mehl seine Fahrkunst nochmal kurzzeitig zur Verfügung, so daß um zwanzig Minuten vor Mitternacht ein erstes tiefes "ratzepühh" aus Kinderzimmer 1 zu vernehmen war. 

 Bundesliga 2017/2018: 8. Spieltag (15.10.2017)

Bremen - Borussia   0:2 (0:2)

 

Ein sehr sicher erspielter Sieg, der praktisch nie gefährdet war. Zu souverän drückten wir dem Spiel unseren Stempel auf, wir ließen Bremen nicht zur Entfaltung kommen. Nach all den Jahren ohne Sieg in der Hansestadt macht es mittlerweile richtig Spaß zum Auswärtsspiel in’s Weserstadion zu fahren (*genugtuend-lächelnd*).

Tourbericht...
Der Spieltermin “sonntags um 18.00 Uhr“ ist natürlich extrem unbeliebt, konnte uns heute aber nichts anhaben, schließlich stand unser regionales “Heimspiel“ in Bremen an. Dadurch konnte der Aufbruch entsprechend spät eingeplant werden (Zugabfahrt um Viertel vor Drei) und “eigentlich“ sollte man meinen, daß durch den Start erst am Nachmittag keinerlei Hektik aufkommen kann, der Tag bot schließlich genügend Zeit vorab alles auf die Reihe zu bekommen… weit gefehlt. Zunächst mussten - ab mittags - noch diverse Kartenwünsche abgefrühstückt werden, so daß das Herstellen der Marschbereitschaft einmal mehr unter Zeitdruck absolviert werden musste - und siehe da, “Helm“ nicht gefunden und somit heute nicht im Gepäck, also ohne los (oh man, wenn das hoffentlich bloß nicht dazu führt, daß wir vom Pech begünstigt werden). Der Uhrzeiger rückte unerbittlich vor und es musste schon wieder im Schweinsgalopp losgestürmt werden, denn bevor der Pfad zum Bahnhof eingeschlagen werden konnte, musste ein Umweg in Kauf genommen werden, da der Junior zuvor noch im Sinkflug von einem Kindergeburtstag abzuholen war. Das Ende vom Lied: Bei arg sommerlichen Temperaturen hechelten wir anschließend zu Zweit zum Bahnhof, aaaber bei Abfahrt saßen wir in der Bahn… “just in time“, wie so oft, puuh (*durchschnauf*). Nach einer halben Stunde Fahrt gesellte sich der zusteigende Ronald noch zu uns und kurze Zeit späte erreichte man auch schon Bremen Hbf. Eine Straßenbahnfahrt und einen kurzen Fußweg später stand man nun beim FpMG-Infomobil und es war jede Menge Papierhandel zu erledigen… “2 hier, 4 da, 1x Storno, 3 im Sinn, einen fallen lassen“ (usw.). Als schießlich der letzte “Vorbesteller“ (in Person von Wittig) einen halbe Stunde vor dem Anpfiff endlich auftauchte, konnte auch das mobile Kartenbüro verdientermaßen (?!) seine Pforten schließen, was für “Tumulte“. Die Schicht konnte jedenfalls erfolgreich beendet werden, denn weder Karten noch Leutz blieben “übrig“, alles in allem verteilte man in den letzten Tagen insgesamt 163 Tickets an die Besteller, da hat man wenigstens keine “Langeweile“, oh wei).
Im Block eingetrudelt waren es wieder die “Schweizer“ (Biggi & Andi), die uns freundlicherweise einen Platz (mit guter Sicht für den kleinen Mann) freigehalten hatten, direkt über dem Mundloch. Und was wir nun zu sehen bekamen, erfreute das schwarz-grün-weiße Gemüt. Die Gastgeber präsentierten sich nämlich weitgehend harmlos und strahlten nur jeweils einmal pro Halbzeit Torgefahr aus (kurz vor der Pause wurde das Leder aus knapp 8 Metern über die Latte gehämmert und im 2. Durchgang musste ein neben das Tor einschlagender Fernschuß herhalten… das war’s zum Glück auch schon; sehr schön). Wir dagegen führten unser Bühnenprogramm sehr seriös auf und spielten unsere Torchancen effizient aus. Zunächst narrte Lars Stindl gleich zwei Gegenspieler um aus spitzem Winkel den Ball sehenswert in’s lange Eck zu schlenzen und beim 0:2 traf Yannik Vestergaard an alter Wirkungsstätte per Kopf).
Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild - wir agierten kühl und die Heimelf spielte weiter wenig zwingend. Auch das Bremer Publikum blieb ungewohnt ruhig, um nicht zu sagen beinahe still… nicht daß sonst hier der Schmelztiegel der südländischen Begeisterung zuhause ist, aber sowohl Mannschaft, als auch Zuschauer ergaben sich der sich abzeichnenden Niederlage irgendwie fast kampf- bzw. wortlos.
Dennoch hätten wir zur Beruhigung der Nerven, den Sack schon wesentlich früher zumachen sollen, gar müssen, doch die Konter spielten wir sehr unsauber aus, aber letztendlich “egal“.
Nach dem Schlußpfiff folgte ein ebenso kurzer wie emotionaler Jubel - nicht (!) aus Überheblichkeit, sondern dem Umstand geschuldet, daß der anvisierte Zug bereits eine ¾ Stunde nach Spielende fuhr - und es ging im Anschluß flink zum Hbf zurück. Im Gegensatz zur Hinfahrt war der NWB-Zug auf dem Rückweg pünktlich und um “Zwanzig nach Neun“ stand man zuhause schon wieder auf der Matte und zu unserer Überraschung viel der “Empfang“ überraschend aus, denn den beiden Auswärtssiegern wurde sogar noch etwas Warmes kredenzt, köööstlich.
P.S.: Des Sohnemanns Bilanz in Bremen kann sich wahrlich sehen lassen, der 3. Sieg im 4. Gastspiel… cool.   (*bis-über-beide-Ohren-grins*)

 Bundesliga 2017/2018: 7. Spieltag (30.09.2017)

Borussia - Hannover   2:1 (0:0)


Glücklich der Zeitpunkt des Siegtreffers und auch glücklich im "Gesamtklassement". Dennoch nicht wirklich unverdient - wie das zusammenpasst? Nun ja, lest weiter...

 

Tourbericht...

Wieder ging es mit Rittmeyer-Reisen auf Fahrt und uns wurde ein nobles Gefährt zur Verfügung gestellt und siehe da, die Leutz wussten das wohl zu schätzen und sich zu benehmen, weiter so. Zwar “mussten” (?!) die letzten Reisevorbereitungen natürlich wieder im “Schweinsgalopp” erledigt werden, doch um rekordverdächtige 8.29 Uhr standen Chief & Sohn an der neuen “Stamm”-Abfahrtsstelle zum Einstieg bereit und nur 1 1/2 Zeigerumdrehungen später rollte Busfahrer Udo mit seiner gepflegten Karosserie pünktlich vor. Mit der Fast-“Minimalbesetzung” starteten wir umgehend, um an diesmal 4 Stationen insgesamt nur 33 Leutz einsammeln zu können. Im Kaufmännischen nennt man das wohl eine (finanzielle) “Minusfahrt”, aber dann ist das eben so. Erster Stop war Diepholz und erst hier gesellte sich Mehl (mit Toni) zu uns, er hatte sein Nachtquartier für heute in Rehden aufgeschlagen, so konnte er sich an 2-8 Likörchen erlaben. Prost, mien (de) Jong.
An den weiteren üblichen Zustiegsorten stiegen in den meisten Fällen die üblichen “Verdächtigen“ ein, dennoch blieb es - mit Blick auf die Sitzreihen - relativ übersichtlich. Auch wurden wieder die obligatorischen Gänge getätigt und Rituale abgehalten, jedoch mit der Ausnahme, daß “TJ“ nach der Heimniederlage gegen Frankfurt das Glücksbier-Ergebnistrinken kurzerhand für vorerst beendet erklärte. Die Folge: Sieg gegen Stuttgart. Tja, da gehen einem natürlich die Argumente aus (besonders mit dem Wissen, daß auch heute wieder zuhause gewonnen wurde… *zwinker*).
Zum Spiel. Wir mühten uns redlich, waren im Abschluß aber nicht zielstrebig genug, so daß wir vor dem Gästetor wenig Gefahr heraufbeschwören/erspielen konnten. Nach der Pause verliehen wir unseren Angriffsbemühungen dagegen mehr Schwung und wurden mit dem 1:0 belohnt. Doch die Führung hatte nur kurz Bestand, Hannover glich fast postwendend aus.
Jetzt nahm das zuvor ereignisarme Spiel endgültig mehr Fahrt auf. Wir wussten in der Offensive endlich besser zu gefallen, doch dem nächsten Torschrei waren die Gäste näher. Als sich jenseits der 90. Minute alle schon mit einer Unentschieden abgefunden und angefreundet hatten, die erfreuliche Kehrtwende im sprichwörtlich letzten Moment… der eingewechselte Vicenzo Grifo kombiniert sich in den Strafraum, sucht in nicht unbedingt aussichtsreicher Position den Zweikampf, wird vom Gegenspieler nicht nur getroffen, sondern auch unclever gefoult und erhält regelkonform (s)einen Elfmeter gepfiffen. Nun begann die Zeit des Wartens, denn die KKK (“Kölner Keller-Kinder“) klönten noch ein wenig mit dem Schiedsrichter vor Ort. Thorgan Hazard jedoch blieb cool und verwandelte - nach endgültig bestätigter Strafstoßentscheidung - eiskalt zum 2:1. Es war inzwischen kurz vor halb Sechs (aufgrund eines Staus, in den die Hannoveraner Mannschaft bei der Anreise geriet, wurde das Spiel 10 Minuten später angepfiffen) und für den Siegtreffer wurde die 94. Minute notiert. Und exakt dieses zeitlicher Zusammenspiel hatte Ingo (“Kaste“) Minuten zuvor - unter Zeuge(n) - prophezeit… auf der Anzeigetafel leuchtete gerade das späte Frankfurter Siegtor auf: (O-Ton) “Und wir machen hier (!) in der 93. Minute den Sieg perfekt“ - nunja, die 1 Minute Differenz lassen wir ‘mal als Karrenzzeit gelten (*grins*). Die vom Junior mitgebrachte alte (80er-Jahre) Fahne von Papa hatte also gute Dienste erwiesen und uns 3 Punkte einfahren lassen, das‘ fein.  :-)

Mit dem Sieg im Gepäck traten wir um (heute ebenfalls “zeitangepasste“) 18.20 Uhr die Heimreise an und auch die Rückfahrt wurde diesmal im “ruhig gesitteten“ Rahmen gestaltet, kein Verbrechen. Um kurz vor Elf hatte uns Twistringen wieder und der halbschlafende knapp 24,- kg wiegende Nachwuchs musste nun noch aus dem Bus geschleppt werden, Feierabend.

 Bundesliga 2017/2018: 6. Spieltag (23.09.2017)

Dxxx(ort)mund - Borussia   6:1 (3:0)

 

Es war keine Lehrstunde, die wir erhielten. Nein, es war eine Demontage 1. Klasse, die einer Demütigung in besonderem Ausmaße gleichkam. Und Borussias Medienabteilung hatte nichts Besseres zu tun, als den zwischenzeitlichen 5:1 -Ehrentreffer mit einem “Na, geht doch! Stindl trifft!“ zu betiteln/“online“ zu kommentieren. Ebenfalls peinlich.
Auch wenn es unmittelbar nach Spielende noch schwer vorstellbar war/ist, aber wir müssen jetzt irgendwie (!) gegen Hannover - der zweiten “Mannschaft der Stunde“ - gewinnen… und dann folgt erstmal (wieder) eine zweiwöchige, länderspielbedingte Pause.

 

Tourbericht...
“Schnell hin, schnell weg“ - diese Devise gilt bei Auswärtsspielen in Dxxx(ort)mund seit Jahren und diese Methode wurde auch in diesem Jahr angewandt. Da das Autobahnkreuz OS-Lotte teilweise gesperrt war, sah man sich genötigt, den Treffpunkt in Holdorf um eine Viertelstunde vorzuverlegen und “Sohn & Vater“ trafen tatswahrhaftig pünktlich ein (der Papa konnte somit endlich ‘mal - und in dieser noch jungen Saison bereits zum 2. Mal - mit minutiöser Pünktlichkeit glänzen). Nach erfolgtem Fahrzeugwechsel fanden wir uns zu Fünft in Thorges Renner ein (außerdem “Klein“-Meise und Gerrit) und fuhren gegen 14.50 Uhr in Richtung NRW weiter. Mit mehr als gemischten Gefühlen, denn allen an Bord Anwesenden - vom Jüngsten bis zum Stammesältesten - war klar, daß es schwer (bis unmöglich) sein würde, heute etwas zu “holen“.
Die “A1“ um Osnabrück passierte man überraschend gut und auch unseren “Stammparkplatz“ konnten wir, trotz obligatorischem Anfahrtsstau, gerade noch rechtzeitig einnehmen. Am Stadion angekommen mussten dann zunächst einmal 9 (!) Kartenbesteller ruhig gestellt werden. Ihr “Papier“ war im Anflug (aus “BaWü“) und so blieb Zeit den Herrschaften Vorhaltungen zu machen, nicht immer erst in den Tagen/letzten “Stunden“ vor einem Spiel die Tickets zu ordern, meine Güte.
Nach Verteilung der Billetts und erledigter Eingangskontrolle (auch Kinder wurden intensiv gefilzt, besser is‘) konnte/musste die Toilette inspiziert werden und der Anblick war, wie auch beim letzten Mal, ein Traum… ein Albtraum - oh wei. Da hatte der Gästemob wieder ganze Arbeit geleistet.
Kurze Zeit später sicherten wir uns einen taktisch klugen Stehplatz, denn eine Viertelstunde vor Spielbeginn gaben die Ordner noch einen kleinen freigehaltenen Bereich im Block frei, so daß wir nur einen Fußbreit weiter einen Wellenbrecher “einnehmen“ konnten und der Junior sich auf besagtem Eisen niederlassen konnte.
Das Ergebnis ließ es im Nachhinein nicht vermuten, aber in den ersten 20 Minuten präsentierten wir uns eigentlich einigermaßen ordentlich und vielleicht hätte Thorgan Hazard beim Ausnutzen seiner Großchance dem Spiel eine andere Richtung, als die, die folgte, geben können (vermutlich hätte sich aber das Vorjahresergebnis wiederholt… kurze, einminütige Führung, anschließend 4:1 -Abfuhr). So aber knallte der Belgier den Ball halbhoch auf den Schlußmann - wie übrigens insgesamt 3x (!) in vergleichbarer aussichtsreicher Position (so etwas sind natürlich dankbare Torwartbälle) und auch Lars Stindl blamierte sich mit seiner “Rückgabe“ auf das Gehäuse der Gastgeber. Unsere Schonzeit war abgelaufen, DO erhöhte das Tempo und schenkte uns Tor um Tor ein (u.a. verdienten sich Neuzugang Matthias Ginter einen Scorerpunkt). Als kurz nach der Pause bereits der 4. Gegentreffer hingenommen werden musste, setzte sich die erste Abwanderungsschar in Bewegung. Auch wenn es für den jungen Fan nicht einfach war, aber wir hielten bis zum (bitteren) Ende der Partie durch. Wenigstens der Schiedsrichter hatte ein Einsehen und pfiff ohne Nachspielzeit überpünktlich ab, nichts wie weg hier.
Das einzig Gute an diesem (Spiel-)Tag war, wie so oft hier in den letzten Jahren, die flinke Abfahrt… bereits um 20.45 Uhr brausten wir vom Ort der Schmach davon. Die Stimmung im Auto war natürlich dementsprechend gedämpft, dennoch blieben uns die obligatorischen Leberwurstbrötchen von Muddern/“Oma“ nicht im Halse stecken. Mit einer Pleite hatten wir ja gerechnet, aber diese Peitsche und vor allem das Zustandekommen ließ uns teils niedergeschlagen, teils ratlos zurück.
Auf dem Rückweg war “Kreuz Lotte“ gen Norden zwar gesperrt, doch die ausgeschildete Umleitung kostete keine 5 Minuten, wenigstens etwas. Nach ernüchternder Verabschiedung in Holdorf fuhren wir schließlich zu Zweit die letzten “Meter“ nach Twistringen mit Ankunft gegen Viertel nach Elf. Kein schöner Tag, aber zumindest wurde auf dem Beifahrersitz tief und fest geschlummert.

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 Bundesliga 2017/2018: 5. Spieltag (19.09.2017)

Borussia - Stuttgart   2:0 (0:0)

 

Wieder belebte mit Beginn der 2. Halbzeit ein Personaltausch unser Offensivspiel. Diesmal war es der eingewechselte Mickael Cuisance, der nach sehr zähen 45 Minuten in die Partie geworfen wurde. Der junge Franzose wurde für den lädierten Christoph Kramer aufgeboten und machte seine Sache richtig gut. Der 18jährige hatte somit nicht unerheblichen Anteil daran, daß unsere Angriffsbemühungen spürbar intensiviert wurden. Ein unheimlich wichtiger Dreier, denn am Samstag dürfte es im Westfalenstadion nichts zu holen geben und nur Fantasten rechnen mit Zählbarem (*kopfschüttel*).

Tourbericht...
Der DFB, bzw. hauptsächlich die DFL-Macher haben sich eine neue Schikane einfallen lassen… auf dem Weg zur perfekten Salamisierung der Spieltage ist den tüchtigen Geschäftsmachern auf-/eingefallen, daß man doch auch bei Spieltagen “unter der Woche“ ein Spiel am Dienstag & Mittwoch zeitlich vorziehen könne, um weiteren Begegnungen ein Alleinstellungsmerkmal verpassen zu können. Gesagt, getan. Zunächst fast unbemerkt von der Öffentlichkeit (nicht ‘mal der Verein selbst erfuhr im Vorwege von der neuen Anstoßzeit, sondern erst mit Bekanntgabe der Spieltagsterminierung… unglaublich) wurde der Anpfiff für dieses Spiel auf 18.30 Uhr festgelegt.
Mit dem Auto und 4 Leutz (Fahrer VEC-Philipp, WHV-Thorge, “Klein“-Meise und dem Chief, der “natürlich“ mit fast 10minütiger Verspätung beim Treffpunkt in Holdorf eintraf) starteten wir somit um kurz vor halb Drei und nach kurzweiliger “Anreise“ checkten wir um 17.40 Uhr auf dem FanHaus-Parkplatz ein.
Dem kurz nach Betreten der Nordkurve angepfiffenen Spiel wohnten schätzungsweise 38.000-40.000 Anhänger bei (auch wenn der Stadionsprecher später eine wesentlich höhere Zuschauerzahl verkündete; hier wurden wohl die nicht erschienenen Dauerkarteninhaber hinzugerechnet) und diese Augenzeugen bekamen Schonkost serviert, denn spielerisch agierten wir arg limitiert. Auch der Gästeblock schien sich nicht gut unterhalten gefühlt zu haben… vor “Langeweile“ wurden jedenfalls im Verlaufe des Spiel insgesamt bestimmt 40 Bengalos gezündet. In der 2. Halbzeit wurde es dem Schiedsrichter schließlich zu bunt und er unterbrach die Partie sogar für ein paar Minuten. Zusammen mit der Ankündigung von Stadionsprecher Knippi, daß beim nächsten Zündeln ein Spielabbruch drohen würde, zügelten sich die schwäbischen Pyrotechniker fortan und übten sich nun bis zum Schlußpfiff in Enthaltsamkeit. Auf dem Platz hatten unsere Junx währenddessen Entscheidendes geregelt. Endlich konnte der Druck auf das Stuttgarter Gehäuse wesentlich erhöht werden und dem sehr agilen Raffael war es an diesem frühen Abend vorbehalten, mit seinem Doppelpack (eine Direktabnahme aus kurzer Distanz und ein Elfmeter) die Weichen verdientermaßen auf Sieg zu stellen, schön (*freu*).
Das einzig Gute am frühen Spielbeginn ist, daß man - unter normalen Umständen - natürlich auch früh(er) zuhause ist (diesen Vorteil genoß man schon zu Zweitligazeiten). Beschleunigt wurde die rasche Abreise durch die übrige Besatzung, die sich bereits vor meiner Ankunft (auf dem Parkplatz) im Auto befand… und das Fahrzeug - wie vorab besprochen - schon in Richtung Straße bewegen ließ. Somit konnte man “just in time“ einsteigen und nur Augenblicke später rollte man (um sensationelle 20.45 Uhr) auf die Gladbacher Straße, eine Punktlandung (*schmunzel*). Philipps Wagen spuckte einen um angenehme Elf Uhr in Holdorf aus und eine Dreiviertelstunde später war auch Twistringen wieder erreicht, mit 3 Punkten im Gepäck.

 Bundesliga 2017/2018: 4. Spieltag (16.09.2017)

Leipzig - Borussia   2:2 (2:1)

 

Während wir das letzte Auswärtsspiel (in Augsburg) noch 2:2 verloren hatten, gewannen wir diesmal mit 2:2 und mit dieser Reaktion auf die Heimniederlage der Vorwoche konnte man nicht unbedingt rechnen. Zwar agierte die Mannschaft bei den Gegentoren arg unsicher, gar naiv, doch es wurde auch richtig gut kombiniert, so daß man einen ebenso verdienten, wie auch unerwarteten Punkt mitnehmen konnte. Ein (!) Schlüssel zum Teilerfolg war die (unmittelbar nach dem Seitenwechsel erfolgte) Einwechslung von Patrick Herrmann. Unsere Nr. 7 kam richtig gut in’s Spiel, ackerte, spielte, lief viel und zielsicher… seine Vorstellung gefiel einem richtig gut und es war wohl sein stärkstes Spiel der letzten 2 Jahre, sehr gerne weiter so (zeig‘ es den Nörglern/Kritikern, also u.a. dem Autor dieser Zeilen und “Kaste“).

Tourbericht...
Da es sich um ein Samstagabendspiel handelte, fiel die Wahl der Beförderungsart “automatisch“ auf Bully-Tour, denn der DB-Fahrplan gab für die Rückfahrt keine Zugverbindung für den gleichen Abend her.
WHV-Thorge, der sich um die Fahrzeug-“Leihe“ kümmerte, steuerte am Spieltag mit Twistringen seine erste Station an und hier stieg sogleich eine Meute von 6 Leutz ein (“Klein“-Meise & Gerrit, Thorben & VEC-Philipp, “Chief“ & Junior). Um kurz nach halb Zwölf nahm der heutige Kutscher mit dem nun 7/9 besetzten Bully Kurs auf Hannover, dem nächsten Zustiegsort. Am vereinbarten Treffpunkt, der “B6-Shelltanke“ stand Wittig bereits parat und so musste nur noch Frauke in Höhe Lehrte (A2) aufgelesen werden.
Der Tourbus vermeldete jetzt “Full House“. Und während die Mittel- & Hinterbänkler (über die Lage der Liga) plauschten und (den Radioklängen und Zweitliga-Reportagen) lauschten, wurde im Beifahrer-Cockpit von Sohnemann eifrig Sudoku gelöst.
Man kam gut voran und in der L-City angekommen galt es nach einem verkehrsgünstigen Parkplatz Ausschau zu halten. dem wir uns orientiert und eine Straße für unser heutiges Gefährt für die “Pause“ zwischen Hin- und Rückfahrt auserkoren hatten, wurde uns ebendiese Zufahrt zunächst verwehrt. Doch dem Ordner erklärte man wortreich, daß es bei der letzten Gabelung einen kleinen Verkehrsunfall gab, deswegen diesen Weg fahren würde und man als “Kleinbus“ (der man nunmal mit 9 Leutz ist) in genau diese Einfahrt fahren solle, so hätte es uns jedenfalls sein Kollege zuvor mitgeteilt (Story frei erfunden nach “Chief-Inspector“; …“alternative Fakten“ ‘mal anders…) - das war anscheindend die “Eintrittskarte“ und man ließ uns wie gewünscht abbiegen. Das Gelächter der Insassen war noch nicht verhallt, da hatte der Beifahrer schon das nächste Gespräch an der Backe. Polizist: “Hier dürfen sie nicht ‘reinfahren.“ - Chief: “Doch, der Ordner vorne an der Straße hat uns als Kleinbus extra hereingelotst…“ - “Hmm (prüfender Blick des Wachtmeisters), wieviele Personen sind Sie?“ - “Wir sind zu Neunt.“ - “Okay, dann parken sie hier erstmal (während das Kfz-Kennzeichen notiert wurde, aber wohl eher für’s private Poesiealbum). Nach den Münchhausen-Geschichten konnte sich nun endlich auf’s Spiel konzentriert werden. Man hatte gerade die Garderobe verlassen, da ließ der Regen nach und man walkte zum Kommerztempel.
Auch wenn das Gesamtkonstrukt verteufelt wird (auch von mir), so muß den Brauseplanern bescheinigt werden, eine durchgehend gute Sicht auf’s Spielbrett, ähh -feld konzipiert zu haben. Die beiden Gegentore schenkte man den Gastgebern zwar, doch die Mannschaft wehrte sich eindrucksvoll. Jonas Hofmann (es stand noch 0:0) und Raffael vergaben leichtfertig, so daß für den ersten Treffer ein Elfmeter herhalten musste… der (von Thorgan Hazard) nicht stark geschossen war, aber sein Ziel zum Glück nicht verfehlte, da der Torwart sich für die andere Ecke entschied - sonst wäre es peinlich geworden. Diskussionen wegen des Pfiffes waren übrigens fehl am Platz, das Vergehen war wenig spektakulär, doch in jedem Fall ein Foul im Strafraum.
Wie bereits eingangs erwähnt brachte die Einwechslung von Herrmann “überraschend“ noch mehr Schwung in unsere Angriffsbemühungen und nachdem Leipzig einen Konter fast fahrlässig krepieren ließ, übernahmen wir tatsächlich das Ruder und verdienten uns den Punkt redlich (Lars Stindl traf mit einem feinen Schlenzer zum 2:2). Die Rote Karte für Keita veranlasste uns übrigens nicht dazu, in den letzten Minuten alles nach vorne zu werfen. Die Taktik wurde nicht auf bedingungslose Offensive umgepolt, die Gefahr ausgekontert zu werden war ständig vorhanden, somit eine nachvollziehbare und letztendlich vollkommen richtige Entscheidung von Dieter Hecking. Mit diesem Punkt können wir sehr gut leben.
Am Bully wieder angekommen - am Scheibenwischer heftete übrigens keine (!) “Polizeinotiz“ - bewegten wir uns recht “verkehrsflüssig“ in Richtung Autobahn und auch der weitere (ereignisarme) Heimweg spulte Thorge gewohnt souverän und zügig ab, denn unser Fahrer hielt die Spannung konstant hoch… gar nicht so einfach, wenn die ganze Besatzung mehr oder weniger lang am Ratzen ist. dem Frauke am Auto und Wittig vor der Haustüre abgesetzt wurde, ging es auf Bundes-/Landstraßen normal weiter, nur in Sulingen sorgte eine angekündigte (vermeintliche) Straßenvollsperrung für nochmalige “Konzentrationsschärfung“. Doch ein ortskundiger Tip vom Beifahrersitz ließ uns die ausgeschilderte Umleitung ignorieren, nach Umkurvung des Warnbakenzauns wurde einfach bis unmittelbar vor die Baustelle weitergefahren und im Anschluß über eine Nebenstraße gerollt.
4 ½ Stunden erreichten wir schließlich um 1.50 Uhr wieder Twistringen. Während der kleine Mann auf der Rückfahrt bereits einmal im Traum sabbelte, waren die Klüsen jetzt ein wenig geöffnet und er schlurfte auf Socken in’s Haus, Auswärtsspiele sind anstrengend.
Der Tross löste sich nun vollends auf - 1 Auto nahm Lohne/CLP in’s Visier und der Bully musste sogar noch die weite Wegstrecke gen Nordsee bewältigen. Ein Dank nach WHV für die zuverlässigen Taxi-Dienste.

 Bundesliga 2017/2018: 3. Spieltag (09.09.2017)

Borussia - Frankfurt   0:1 (0:1)

 

Einfallslos bis in die Haarspitzen, so lässt sich unser Auftritt wohl ziemlich treffend beschreiben. Und das exzellente Ballbesitzwerte nicht automatisch in einen Sieg münden, ist mittlerweile auch bekannt.
Frankfurt “investierte“ zwar nur in der ersten Halbzeit, kam dabei diverse Male gefährlich vor unser Tor und verwaltete die Führung nach dem Seitenwechsel nur noch, doch das reichte leider um einen verdienten Sieg mitzunehmen - und das bei offiziell nur 30% “Ballhaben“-Quote.
Wenn wir uns nicht schleunigst stark verbessert präsentieren, kriegen wir in Leipzig mindestens 3 Tore eingeschenkt - “rosige“ Aussichten für Samstag…

Tourbericht...
Nachdem die “WTT“-Möhre in der Sommerpause “dreisterweise“ tatswahrhaftig ersatzlos verkauft wurde, konnten wir zum Glück wieder auf unseren 2. Unternehmer zurückgreifen, so daß dem Stapellauf der ersten Bustour der Saison 2017/2018 nichts mehr im Wege stand.
D
er Start verlief trotzdem “holprig“, am Vorabend erreichte einen zum dritten Mal in Folge eine (mittlerweile) Standardabsage und morgens textete HB-Ulli aus dem Zug, daß die Bahn Verspätung hatte. Nun denn, “Vater“ & Sohn warteten am Einstieg geduldig auf die Zugankunft und den heraneilenden Fahrgast und mit nur leichter Verzögerung (5 Minuten) konnte es schließlich losgehen.
Der Bus steuerte Station um Station an und füllte sich zusehends und die Besatzung wuchs schließlich auf knapp über 40 Leutz an. Die Sommerpause war lang, dennoch erkannten sich die meisten Protagonisten auf Anhieb wieder.
Einziges Manko, der Bus war leider nicht mit einem WC ausgestattet. Das führte dazu, daß der Fahrer in Oberhausen die Piste spontan verließ, da der vom Chief ausgeguckte Parkplatz mehrmonatigen Bauarbeiten unterzogen wurde, Onkel Pie hat’s geahnt, aber gehört wurde trotzdem nicht auf ihn. Also bewegten wir uns von der Autobahn ‘runter und nach einem innerstädtischen Wendemanöver konnte eine Freifläche für den “Pit-Stop“ ausgeguckt werden. Für interessierte Beobachter ergab sich ein Bild von ca. 25 Leutz, die fast in Reih‘ und Glied (erleichtert) dem Toilettengang frönten. Nach diesem außerplanmäßigen Halt schafften es die Leutz überraschenderweise gar bis “Geismühle“, an sich zu halten, doch das kann nicht darüber hinwegtäuschen, daß ein “toilettenloser“ Bus nur eine Notlösung und kein Dauerzustand sein kann.
Nach Ankunft auf dem Busparkplatz hinter der Nordkurve machte sich die Abteilung “Jugend“ (Sohnemann und Malte) sogleich als Duo auf den Fußweg zum FanHaus-Bolzplatz und nachdem der erste Papierhandel abgefrühstückt war und auch die Fanclub-Fahne ihren Platz gefunden hatte, schritt ich zur FpMG-Heimstätte, um die “Kinners“ wieder abzuholen. Gesagt, getan, der Borussia-Park wartete.
Das Spiel, eine einzige Enttäuschung - von der 1. Minute an, denn analog zum Spiel in Augsburg verpennten wir den Start erneut und gnadenlos. Einzig dem Eingreifen von Bobteng war es zu verdanken, daß das Cleverle das Abseits aktivierte und somit das 0:1 aufhob. Doch das war noch immer kein Weckruf, denn der reguläre Rückstand ließ trotzdem nicht lange auf sich warten.
Alle unsere anschließenden Bemühungen versandeten ideenlos, diese eine Gegentor reichte den Hessen um mit einer stabilen Abwehrleistung die 3 Punkte nicht unverdient mitnehmen zu können.
Die Stimmung der Rückfahrt war mehr als gedämpft und zu allem Überfluß musste auch noch einmal verbal rustikal eingegriffen werden, um einen Gelegenheitsfahrer maßzuregeln, ääätzend.
Gegen kurz vor Elf erreichten wir Twistringen wieder und als erstes steuerten wir den Bahnhof an, um Ulli und Jenny bis zur Türe (des Zuges) zu begleiten. Minuten später war die Endstation erreicht, der Junior wachte diesmal sogar von alleine auf und taperte verschlafen (und ebenso enttäuscht wie der Papa) aus dem Bus und man war froh, das Ende des Tages einläuten zu können.

 Bundesliga 2017/2018: 2. Spieltag (26.08.2017)

Augsburg - Borussia   2:2 (1:2)

 

Die alte Leier, kein Sieg in Augsburg, aber den einen Punkt nimmt man gerne mit, hatten wir hier doch erst einmal gewonnen - und das zu Zweitligazeiten, damals noch im alten Rosenaustadion (03/2008). Ein Dreier war zwar möglich, aber aufgrund der 2. Halbzeit wäre ein Auswärtssieg hochgradig unverdient gewesen, das muß man ungeschminkt anerkennen... Tiefschlaf zu Beginn des Spiels, erfolgreicher Tempofußball nach dem frühen Rückstand und eine komplett teilnahmslose 2. Halbzeit: Dieser Bandbreite wurde man Zeuge. Keine Ahnung was man von solchen Konzentrations- und Leistungsschwankungen halten soll.
Nun denn, jetzt hat man erstmal Zeit zur Analyse… kaum angefangen verabschiedet sich die Bundesliga in das erste von drei bundesligalosen Wochenenden.

Und es bleibt festzuhalten, dass die Leistung der Vorwoche nicht ansatzweise konserviert werden konnte. Dieter Hecking wird auf jeden Fall gesehen haben, wo er die Hebel in der zweiwöchigen, länderspielbedingten Bundesligapause ansetzen wird.

An das letzte Spiel gegen den kommenden Gegner Frankfurt denkt man nur ungern zurück, hier gilt es im nächsten Heimspiel einiges geradezurücken…

 

Tourbericht...

Vom Aufstehen her war es ein ganz normaler Arbeitstag, denn bereits um 6.20 Uhr ging die Reise los. Über die Stationen Bremen und Hannover komplettierte sich unsere am heutigen Tage kleine Reisegruppe entsprechend niveauvoll. Die Umstiege klappten reibungslos und pünktlich um halb Zwei erreichten wir die Fuggerstadt - und das bei sonnendurchfluteten knapp unter 30° Celsius.

Auf der anschließenden kurzzeitigen Suche nach einem großen Schließfach wurden wir schnell fündig, doch trauten wir dem “Braten“ nicht so recht. Es war nämlich nur noch eine einzige Metallbox frei und häufig ist das ein sicheres Zeichen, daß genau dieses letzte Gepäckfach nicht funktioniert - und aus diesem Grund frei ist. Unser Verdacht erwies sich jedoch als unbegründet, so daß kurze Zeit später die Tram zum Stadion genommen werden konnte.

Noch die letzten Karten verteilt ging es um kurz nach Drei in den Block. Diesmal war man wirklich guter Dinge, den ersten Bundesligasieg in Augsburg einfahren zu können, wir waren einfach ’mal d’ran. Nee, weit gefehlt, schon der Start wurde höchst unprofessionell abgeschenkt, hatte der Tacho doch nicht ’mal eine Zeigerumdrehung geschafft, als es zum 1:0 bei uns einschlug und unseren kollektiven Tiefschlaf bestrafte. Ein Weckruf war es anscheinend immer noch nicht. Erst als wir kurze Zeit später fast das zweite Gegentor kassierten, schaltete die Mannschaft auf “Hallo wach“ um und drehte das Spiel durch Tore von Denis Zakaria und Oscar Wendt noch in der ersten Hälfte.
Unerklärlich aber wieder der Leistungsabfall nach dem Seitenwechsel, wir liessen so ziemlich alles missen, was uns im Derby am 1. Spieltag auszeichnete. Es sah aus als wenn das Team konditionelle Schwierigkeiten hätte und auch das Eckenverhältnis 10:0 lässt die unsere Spielanteile erahnen. Trotz allem hielt die Führung… bis zur 89. Minute, dann fiel der erwartete Ausgleich. Wir befanden uns bereits auf dem Weg zum Mundloch, um mit dem Schlusspfiff das Stadion verlassen zu können, als wir das 2:2 mit ansehen mussten, Scheiße.

Nach dem Abpfiff ging es umgehend und flinken Schrittes zum Shuttlebus, der uns wenige Minuten später “nonstop“ zum Hauptbahnhof kutschierte. Auch der Zug rollte planmäßig ein, so daß einer pünktlichen Abfahrt um 18.02 Uhr nichts im Wege stand. Die Fahrt bis zum ersten Umstieg der Rückfahrt in Mannheim nervte allerdings gewaltig, man wurde Ohrenzeuge als Personen des rechtsorientierten politischen Spektrums ihre Verbalentgleisungen der Öffentlichkeit preisgaben, ääätzend… peinlich und einfach nur zum Fremdschämen.

Mit Betreten des nächsten Zuges nach Hannover ließ man dieses antisoziale Klientel zum Glück hinter sich und setzte seine Fahrt in gewohntem Rahmen fort. Trotz zehnminütiger Verspätung stellte uns auch der letzte Zugwechsel nicht auf die Probe - in Hannover trennten sich unsere Wege von Wittig und Frauke und die letzten Gleismeter nach Bremen bewältigten die verbliebenen Leutz souverän. Bremen wurde um kurz vor Zwei erreicht und bedeutete für das letzte Trio (Schicki wurde zwischenzeitlich in Nienburg zum beabsichtigten Aussteigen aufgefordert) gleichzeitig Endstation. OL-Gerd düste in Eigenregie und alleine gen Beamten-“Home-Office“ und die letzten beiden Mohikaner ließen sich von Torbens Arbeitskollegen abholen, der uns selbstlos und dankenswerterweise via Twistringen nach Hause fuhr.

Ankunft Twistringen 2.50 Uhr, schön, daß der Tag nun endlich sein Ende fand.

 Bundesliga 2017/2018: 1. Spieltag (20.08.2017)

Borussia - Köln   1:0 (0:0)

 

Ein sehr gelungener Bundesligastart, sowohl spielerisch, als auch in Bezug auf die Punktausbeute - nur die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig... egal, gewonnen.

Die Art und Weise des ersten Ligaauftritts stimmen einen jedenfalls zufrieden und hoffnungsfroh, bitte "weiter so".

 

Tourbericht...

Der späte Sonntagstermin machte uns natürlich einen Strich durch die Rechnung, eine Bustour zu organisieren. Freundlicherweise stellte Uwe aber seinen Bully zur Verfügung und verdonnerte ai “Hawaii“ gleichzeitig zum Lenken. So stand der Fahrt am 1. Spieltag nichts mehr im Wege.
Da wir vorher noch ein F-Jugend-Turnier zu spielen hatten, ging es - “Taxi Toni“ sei Dank - mit sämtlichem (!) Sack & Pack auf direktem Wege vom Spielort zum vereinbarten Treffpunkt nach Holdorf. Hier traf man auch die Pkw-Crew der “Fraktion Löningen“, was zur Folge hatte, daß das Personal spontan (…ich hasse Spontanität… *zwinker*) nochmal “durchgetauscht“ wurde. Nachdem die Besatzungen für die beiden Fahrzeuge (6 und 4 Leutz) nun endgültig feststand, konnten wir uns auf den weiteren Weg machen - auch sehr zur Freude der “Jack Daniel’s“-Sympathisanten (Uwe & HB-Ulli), die das lustige Dosenöffnen intensivierten.
Aufgrund NRW-Ferienende lief die Hinfahrt aber nicht so zügig wie gewünscht und es ging auf Fünf Uhr zu, als wir auf die gut gefüllte Aachener Straße einbogen. Eigentlich hätte man noch “geschäftlich“ in’s FanHaus gemusst, doch das hatte diesmal zwingend zu warten, bzw. wurde “umorganisiert“, denn um Punkt 17.00 Uhr hatten wir uns vor der Geschäftsstelle Borussias einzufinden… Sohnemann hatte heute nämlich seinen “großen Tag“ und durfte als Einlaufkind “auflaufen“. Leidlich bewegte sich der Bully nur noch meterweise vorwärts, so daß Junior & Papa kurzerhand vorab bei roter Ampel ausstiegen und die letzten ca. 1.000-1.500 Meter per Pedes und im bekannten “Chief“-Laufschritt quer über die Wiese absolvierten. “Pünktlich“ mit 1 Minute Verspätung erreichten wir schließlich den Treff und der “Einsatz“ des kleinen Mannes war gesichert. Eine Stunde später um kurz nach Sechs konnte ich dann ein glückliches und begeistertes inderaugenpaar an gleicher Ort und Stelle wieder abholen und auch bei erwachsenen Leuten kann es durchaus ‘mal vorkommen, daß vor Rührung und Emotionalität die Stimme stockt und sich die Augenpartie benetzt. :-)
Das Spiel war natürlich schon angepfiffen worden und so liefen wir Zwei den kurzen Weg in die Nordkurve, um schnell die beiden von Attila “reservierten“ Stehplätze einnehmen zu können. So wurden wir Zeuge von ganz starken 70 Minuten unseres Teams. öln hatte über weite Strecken kaum Spielanteile, doch mit den uns sich bietenden Chancen gingen wir leider leichtfertig, gar verschwenderisch um. Das goldene Tor erzielte demnach auch kein Mitglied der Abteilung Attacke, sondern Defensivspezialist Nico Elvedi nach sehr feinem und zentimetergenau “gebogenen“ 25-Meter-Zuspiel über den Flügel von Ibrahimo Traore. Der Park bebte und jetzt galt es die Führung über die Zeit zu retten, denn bei uns machte sich allmählich der Kräfteverschleiß bemerkbar und die Gäste legten zu. Insbesondere Neuzugang Denis Zakaria wirkte zum Schluß ausgepumpt, doch er biß sich eindrucksvoll durch die letzten Minuten. Und auch Blitzeinkauf & Rückkehrer Raul Bobadilla trug mit seiner Einwechslung kurz vor Schluß (und seinem bekannten “Ballhalten-an-der-Eckfahne“) zum Gelingen bei. Es bleibt festzuhalten, daß wir es durch unsere vergebenen Tormöglichkeiten unnötig spannend machten. Fazit: Ein knapper aber hochverdienter Sieg, der Auftakt war geglückt.
Nach Spielende dauerte es sehr lange bis wir auf die Piste rollen konnten, aber egal, wir hatten gewonnen, das zählte.
Mit Ankunft in Twistringen zeigte das Uhrwerk amtliche 1.05 Uhr an. Beseelt vom Heimsieg und natürlich vom “in-den-Borussia-Park-Einlaufen“ an der Hand von Yann Sommer taperte man mit dem schlaftrunkenen Schulkind in’s Haus. Welch‘ ein Tag.

 DFB-Pokal 2017/2018: 1. Hauptrunde (11.08.2017)

Essen - Borussia   1:2 (1:0)

 

"In 3 Minuten Essen fertig gemacht, das schafft nicht 'mal McDonald's" (Spruch aus Solingen) ...wir sind eine Runde weiter - das war's dann aber auch schon mit dem Aufzählen der positiven Aspekte.
Wir haben gestern vielleicht nicht unverdient gewonnen, aber in jedem Fall arg glücklich. Essen kämpfte sich durch's Spiel und (!) erspielte sich 3, 4 Möglichkeiten; erzielte das Führungstor und mit unserer pomadigen Spielweise hechelten wir bis 10 Minuten vor Schluß dem Rückstand hinterher.

Abhaken, wir sind auch am Sonntag nächster Woche im Topf der Zweitrunden-Mannschaften, das zählt. Fakt ist aber auch, daß zum Bundesligaauftakt (ebenfalls am Sonntag um 18.00 Uhr) gegen Derbygegner Köln eine klare Leistungssteigerung erfolgen muß.

Tourbericht...
Ob man wollte oder nicht, die Saison begann wieder und hinter einem lag eine ausgiebige, 12wöchige erholsame Sommerpause. Dem Mammutprogramm der Serie 2016/2017 war es geschuldet, daß man auch gegen einen späteren Startschuß im Folgemonat September nichts einzuwenden gehabt hätte, aber die Vorfreude überwog schließlich doch. Daran war sicherlich auch das Pokallos beteiligt, bescherte es uns doch in der 1. Runde Rot-Weiß Essen, ein Auswärtsspiel an der Hafenstraße, Tradition pur.
Zunächst ging es um Viertel nach Drei mit dem Junior zum Treffpunkt Holdorf, der tatsächlich auf die Minute pünktlich (!) um 16.00 Uhr erreicht wurde - das wird sich in dieser Saison höchstwahrscheinlich nicht wiederholen… oder (?!). Unsere Bully-“Verabredung“ kämpfte sich derweil noch durch den Verkehr und traf mit “+20“ ein. An diesem Tag jedoch kein Problem, hatten wir doch reichlich Karenzzeit eingeplant. Nach dem Fahrzeugwechsel wurde schnell klar, daß Frauke bei unserer zufälligen “Väter & Söhne“-Mottofahrt (u.a. OL-Gerd mit Malte und WHV-Ole mit “Klein“-Thorge) irgendwie “deplatziert“ wirkte (*grins*).
Die Piste war - freitagstypisch - gut gefüllt, ließ aber ein einigermaßen zügiges Vorankommen zu, so daß wir bereits um sehr frühe 18.45 Uhr unsere endgültige Parkposition, sogar in Stadionnähe, einnehmen konnten, perfekt.
Der Treffpunkt für die Kartenverteilung wurde im Vorfeld auf “halb Acht am FpMG-Infomobil“ angedroht und erstaunlicherweise konnte diese Uhrzeit von mir auch eingehalten werden, Sachen gibt’s. Wie es dann aber immer so ist, einer muß der Letzte sein - und diese Person erschien auch erst 20 Minuten vor Spielbeginn, uncool.
Zuvor hatte man schon die erste Hauruckaktion der neuen Saison erfolgreich absolviert, denn eine Mitfahrerin hatte zwar den Platz im Bully gebucht, allerdings blieb Ihre Kartenbestellung per Mail als Entwurf in Ihrem ePostfach stecken und wurde nicht gesendet, oh man.
Man ließ sich jedoch nichts anmerken (schließlich hätten auch meine Aufzeichnungen fehlerbehaftet gewesen sein können), verteilte die Tickets souverän und profitierte davon, daß einen mittags noch ein Storno erreichte (Reduzierung von 2 auf 1). Doch diese Karte/n hatte ich frühmorgens bereits ausgeteilt, so daß abermals ein Treff organisiert werden musste. Geht’s noch komplizierter (?!), nein, eigentlich nicht… aaaber (!), es hat geklappt. Und das (!) zählt (*Hände-über-den Kopf-zusammenschlag*).
In’s Stadion gelang man schnell, jedoch war der Block insbesondere an den Aufgängen proppevoll und es dauerte bestimmt 10 Minuten bis man sich mit Sohnemann bis ganz nach oben “durchkämpfen“ konnte - und siehe da… wir ergatterten noch einen guten Platz und es war nicht der letzte in unserer Ecke.
Mit Anpfiff hielten wir das Tempo durchgängig hoch, doch baute Essen geschickt einen Abwehrriegel auf, so daß wir unser Spiel sehr in die Breite zogen und mit fortschreitender Spielzeit wurde unser Aufbau unpräziser und einfallsloser. Die Führung für die Gastgeber kam dagegen nicht richtig überraschend, der Treffer deutete sich zuvor bei 2, 3 Kontern schon an. Der Rückstand lähmte die Kreativabteilung und erst nach dem Wechsel berappelten wir uns. Mit der Aussicht auf eine (im günstigsten Fall) mögliche Verlängerung war man 20 Minuten vor dem Schlußpfiff mehr als hochgradig einverstanden, hätte einem jemand dieses “Angebot“ unterbreitet.
Doch dann wurde wider Erwarten kurzer Prozess gemacht und nach dem Spiel erreichte mich via Mobilfunk-Nachricht aus Solingen der Spruch “In 3 Minuten Essen fertig gemacht, das schafft nicht ‘mal McDonald’s…“ - tja, nochmal Glück gehabt.
Der Rückweg verlief entsprechend entspannt und “geräuschlos“ und bis auf Kutscher OL-Gerd nahm sich jeder der Mitfahrer eine kurze oder längere Auszeit in Form von Nickerchen bis Tiefschlafpausen.
Nach erfolgtem Umstieg in Holdorf erreichten wir um kurz vor Zwei Twistringen und nach zufälliger Audienz von "Oma" hieß es wenige Minuten später zuhause für den Junior einmal mehr "Zähneputzen, Klaps vor'n Mors und ab in's Bett".