Besucher....

 

 

...letzte Aktualisierung: 02.02.2018 / 22:37 Uhr

 

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"Restkartenbörse"...

 

(selbstverständlich zu Originalpreisen)

 

Spiel

"Stand" ...
Leipzig (H) 02.02.2018 3x Stehplatz (Nordkurve)
Dxxx(ort)mund (H) 02.02.2018 2x Stehplatz (Nordkurve)

 Bundesliga 2017/2018: 19. Spieltag (20.01.2018)

Borussia - Augsburg   2:0 (1:0)

 

Es war nicht unbedingt ein erwarteter Sieg (zumal Augsburg leider zu einem "Angstgegner" mutiert ist), so vermessen darf man nicht sein - und doch war es gestern irgendwie ein Art "Pflichtsieg". Pflicht (!) in dem Sinne, der ärgerlichen Niederlage in Köln etwas entgegenzusetzen. Und dieses Zeichen haben wir gestern mit einem eher glanzlosen, aber verdienten und wichtigen Arbeitssieg gesetzt... nicht unbedingt mehr, aber (!) vor allem auch nicht weniger. Und tabellarisch lässt sich ganz unaufgeregt festhalten, daß dieser Dreier gegen einen direkten Konkurrenten - ob man es hören mag oder nicht - hochwertiger ist, als ein Erfolg beim Tabellenletzen. Soviel zu einer sachlichen und "nüchternen" Beurteilung unserer "Lage (in) der Liga".

 

Tourbericht... (folgt)

...

...bezüglich der ersten Rückrundenspiele der Saison 2017/2018 organisieren die Brenndorf-Fohlen '90 Twistringen u.a. wieder folgende Bustouren und Zugfahrten:

 

Datum (Uhrzeit) / Tag

Spiel (H/A) ...
03.02.2018 (18.30 Uhr)  /  Samstag Leipzig (H) Bustour
11.02.2018 (15.30 Uhr)  /  Sonntag Stuttgart (A) Bully-Tour
02.03.2018 (20.30 Uhr)  /  Freitag Bremen (H) Bustour
10.03.2018 (18.30 Uhr)  /  Samstag Leverkusen (A) Bustour
17.03.2018 (15.30 Uhr)  /  Samstag Ho"pp"enheim (H) Bustour

 Bundesliga 2017/2018: 18. Spieltag (14.01.2018)

Köln - Borussia   2:1 (1:0)

 

Wenn man Qualität hat (und die haben wir), dann muß man diese auch auf dem Platz nachweisen (das haben wir gestern wiederholt nicht). Selbst gegen einen abgeschlagenen Tabellenletzten reichen 25 ordentliche Minuten nicht aus. Einmal mehr auffallend, erst mit der Hereinnahme von Könner Raffael kam unsere Angriffsmaschinerie besser in Schwung.
So laufen wir Gefahr den Europapokal zu verpassen. Das wäre kein “Beinbruch“. Wohl aber, wenn man das Abschmieren aus den “UEL“-Rängen fahrlässig (!) zu verantworten hätte. Was am Sonntagnachmittag neben dem Fahnenklau auch noch auffiel: Vincenzo Grifo, auf der Bank große Klappe, in der Startelf passiert dann aber nicht viel ...andererseits, warum "darf" er keine Ecken treten und Freistöße ausführen (?!), Standards sind schließlich seine Stärke. Jonas Hofmann, er mag ein guter Fußballer sein, “funktioniert“ unter Druck aber nicht (analog zu Thomas Broich, der in Australien sein fußballerisches Glück gefunden hat). Ich würde ihn nur noch von Anfang an bringen oder gar nicht, seine Einwechslungen bringen nichts. Kann man auf einige Spieler zur Zeit anscheinend nicht setzen/bauen? Total neben den Schuhen stand diesmal der sonst sehr solide Yannik Vestergaard, gab er doch bei beiden Gegentoren eine schlechte Figur ab. Und die subjektivste Aussage dieses kleinen Rückblicks, Tony Jantschke muß immer (!) spielen. Außerdem, warum hat Raffael zunächst auf der Bank gesessen (?!), über unseren “Maestro“ ist in der 2. Halbzeit so gut wie jeder Angriff gelaufen.

Den im Vorfeld getätigten Aussagen ("Wir werden auf den Punkt genau da sein...", "Wir sind uns der Bedeutung bewusst...") ließ man jedenfalls leider keine Taten folgen. Das und der erlittene "lucky punch" in der Nachspielzeit werden noch weit über den Spieltag hinaus schmerzen und vielleicht auch (negative) Auswirkungen zeigen, schon Samstag gegen Augsburg (?!).

Abschließend gesagt/geschrieben… diese Zeilen sind ausdrücklich keine (!) Trainerkritik, vielmehr nur eine (persönliche) Meinung.

 

Tourbericht...

...

Diebels-FanCup 2017/2018 - 24. Regionalturnier Nord

Die Vorbereitungen für den diesjährigen Diebels-FanCup waren hart an der “Kotzgrenze“… nein, die Planungen gingen ohne (!) Hinzunahme von Alkohol vonstatten. Vielmehr machten uns fehlende fristgerechte Anmeldungen und kurzfristige Absagen/Ausfälle zu schaffen. Einziger, zu dem Zeitpunkt jedoch leider schwacher Trost: Das eigene Team war in diesem Jahr zahlenmäßig ungewöhnlich gut aufgestellt, jede Feldspielerposition war doppelt besetzt... es konnte also endlich ‘mal großzügig ein-/ausgewechselt werden.
Letztendlich stand das Teilnehmerfeld am zweiten Tag des jungen 2018 fest (einen Abend zuvor, am Neujahrstag, zählte man noch 8 Teams) und am Samstagvormittag, den 06.01.2018 gingen insgesamt 6 Mannschaften an den Start.
Der Turniertag selber lief in geordneten Bahnen ab, um kurz nach Zehn rollte der Filzball und es wurde im bewährten “Jeder-gegen-Jeden“-Modus jeweils 1x 13 Minuten gespielt. Fußballerisch hatten alle sechs Teams so einiges zu bieten und es wurde in diesem Jahr mehr Fußball “gespielt“, anstatt Fußball “gekämpft“. Das bemerkten auch die beiden Schiedsrichter Kalle Prüser und Ralf Gundlach, wurden diesmal doch nur 3, 4 Entscheidungen etwas aufgeregter (aber absolut im Rahmen) diskutiert/"hinterfragt".
Moralisch “begleitet“ wurden die Referees wieder von der Zeit- und Torregie, in Person von Wittig & Schicki und wenn ein Spielzug mißlang, dann wurden hier - unmittelbar an der Seitenlinie - Fehlpässe, versprungene Bälle und taktische Fehler schöngetrunken. Das gelang ohne Zweifel, wie man den beiden Herren nach Turnierende an ihren Gesichtszügen ablesen mochte. Dennoch konnte man den zwei "Trunkenbolden" nicht vorwerfen, nicht auf der Höhe der Zeit zu sein. Zum Beweis für den Sprung in die (leidige) Moderne wurde von den Beiden auf ihrem Pult nämlich ein Mobilfunkgerät mit Kamerarichtung Spielfeld positioniert... der Videobeweis (generell zum Kotzen das Thema, in diesem Fall jedoch eine lustige Anekdote).
Aber auch an anderer Stelle wurde Produktives geleistet, denn die Thekenbesatzung (Toni & Heiner sowie Boss Thomsen) war im Dauerbetrieb, hungrige und vor allem durstige Mäuler zu stopfen (was wäre unser Hallenturnier beispielsweise ohne die “von Muttern“ an diesem Tag wieder geschmierten 70 Brötchen?). “Last but not least“ bleibt unser Cacki (nicht Caki/Rheine) zu erwähnen, der hinter den Kulissen ebenfalls wieder kräftig am Wirbeln war. Ohne einige - wenige, aber fleißige - Helfer geht es nicht. Dafür an dieser Stelle ‘mal ein großer Dank für den jahrelangen und unermüdlichen Einsatz.
Zurück zum Sportlichen. Nach knapp 4 Stunden waren die 15 Spiele (mit 66 Toren) beendet und es ging zum gemütlichen/geselligen Teil über. Das Hallenparkett wurde genügend strapaziert und nach einem kurzen Ortswechsel fand man sich auf den “Kneipenbrettern“ der SCT-Clubgaststätte wieder.
In den gemütlichen Räumlichkeiten von Daniela & Stephan fand auch in diesem Jahr die Siegerehrung statt, eingebettet in die “After-Show“-Paadie.
Markantes Kuriosum am Rande, diesmal konnte Diebels - Erfinder und Namensgeber dieser Turnierserie - unser Hallenspektakel nicht mehr unterstützen. Die Privatbrauerei ist schon vor Jahren in Becks “übergegangen“, danach Becks in InBev und anschließend InBev in Anhäuser-Busch, usw. und dadurch steht Diebels, als nun nur noch eine von vielen Brauereien, kein eigenes Budget mehr zur Verfügung. Eine Namensänderung unseres Regionalturniers zogen/ziehen wir allerdings nicht in Betracht (die über 20jährige Zusammenarbeit gewichten wir deutlich höher) und soll auch als “letztes“ (kleines) Dankeschön angesehen werden.
Um den Flüssigkeitshaushalt nicht ganz aus dem Gleichgewicht gleiten zu lassen sponsorten wir kurzerhand pro Mannschaft 1 Kasten Diebels Alt aus der Turnierkasse, mit dieser Tradition - der verabreichten Verköstigung - wollten wir beim ersten Turnier ohne kulinarische Unterstützung der Braumeister aus Issum schließlich nicht brechen.
Ein Ausblick. In diesem Jahr hatten sich zwar einige Hürden aufgetürmt, doch nachdem der erste Ärger verflogen war und noch vor (!) Turnierbeginn 2018 kochte schon die erste Idee für den nächsten (!) Diebels-FanCup hoch.
Das Fazit. Nach kurzer “Zwischenenttäuschung“ brannte der Ehrgeiz sogleich wieder und das Ziel ist natürlich klar umrissen, wir wollen auch Jubiläumsveranstaltung Nr. 25 aus dem Boden stemmen, mindestens.

Für die “Bücher“, die Abschlußtabelle:

 

1

Brenndorf-Fohlen

13 Punkte

2

Gladbach-Supporters Lutten

11 Punkte

3

Die legendären Lengericher

  7 Punkte

4

Dinklager Fohlenfreunde

  5 Punkte

5

Twistringer Youngster

  3 Punkte

6

Christoph Kramer Weltmeisterstadt Solingen

  3 Punkte

 DFB-Pokal 2017/2018: Achtelfinale (20.12.2017)

Borussia - Leverkusen   0:1 (0:0)

 

Spiel 1 nach der (in großen Teilen berechtigten) Generalkritik von Max und dazu passt auch ein weiterer (leider sehr treffender) “torfabrik.de“-Internetlink... [http://torfabrik.de/profis/borussia/datum/2017/12/27/abschied-vom-gladbacher-realismus.html] …ich für meinen Teil kann, will und werde mich nicht (!) mit dem neuen “Umgangston“, bzw. der neuen Erwartungshaltung arrangieren und lasse mich davon schon gar nicht vereinnahmen und auch nicht “anstecken“. Der “Hans Meyer“-Realismus ist bei mir (uns) fest verankert und findet weiterhin goldenen Nährboden. Und es darf behauptet werden, daß das nicht wenige genauso sehen und “praktizieren“.
Die Zuschauer jedenfalls schienen sensibilisiert. Das Team lieferte einen sehr ehrlichen “Auftritt“ ab und trotz des Ausscheidens wurden die Junx von Dieter Hecking nach dem Schlußpfiff mit Applaus bedacht. Ein versöhnlicher Jahresabschluß, nur das Ergebnis passte nicht in’s Bild und entsprach auch so fast gar nicht dem Spielverlauf.

 

Tourbericht...

Den Schulzeiten von Sohnemann und OL-Malte war es u.a. geschuldet, daß die Abfahrt für relativ späte 12.30 Uhr angesetzt wurde, aber auch die Interessen der nichturlaubhabenden Arbeitnehmerschaft mussten ihre “fahrplanzeitliche“ Berechtigung finden, ansonsten wäre im Bus wohl ein ganzer Schwung Plätze verwaist geblieben. So aber konnte man nach dem letzten Unterwegszustieg tatswahrhaftig “ausverkauft“ vermelden - und das an einem frühen Mittwochnachmittag (…alle nichts zu tun?! *kopfschüttel*/*schmunzel*).
Das sah auf dem ersten Teilstück, der “Tarifzone 1“ (Twistringen/Autobahn), noch gänzlich anders aus und passte diesmal wie die Faust auf’s Auge, denn so konnte der Minuten zuvor von der Grundschule abgeholte Junior wenigstens noch seine Deutsch-Hausaufgaben (daran hatte der Papa - “natürlich“ - erst im letzten Moment gedacht) ungestört und somit in aller Ruhe erledigen…
Kutscher Ewald musste diesmal nicht ganz soviele Zustiegsorte ansteuern, so daß wir innerhalb kürzester Zeit einiges an Kilometern fressen konnten. Wir kamen also gut voran, bis… ja, bis wir auf der A43 in einen Stau fahren “durften“. Nun war Geduld gefragt, eindeutig keine (!) meiner Stärken. Zwar konnte durch das Nutzen der nichtoffiziellen Umleitungsempfehlung ein bißchen weniger Wartezeit “herausgefahren“ werden, doch spät war man trotzdem dran. Zumal der nächste Stau (vor M’gladbach) schon lauerte. Folgerichtig stand man wieder, bzw. gondelte im “stop-and-go“-Rhythmus… es nervte gewaltig.
Zur Bewältigung der letzten Meter ergriff Muschi nun die Initiative und schlug eine ihm als “Geheimtip“ bekannte Ausweichroute vor. Die Idee war nicht so schlecht und die eine oder andere Minute konnte wettgemacht werden, zumindest gefühlt und “in echt“ vermutlich ebenso. Zwischenzeitlich erreichte uns übrigens die Info, daß der ursprünglich für halb Sieben angesetzte Anpfiff um 10 Minuten nach “hinten“ verschoben wurde. Auch das half uns ein wenig, denn der Nachwuchs sorgte sich bereits… “Papa, verpassen wir das Spiel?“ Nein, glücklicherweise nicht, denn um 18.45 Uhr - kurz vor dem Einbiegen auf den Parkplatz - öffnete Kutscher Ewald die Buspforten, um uns so den kürzesten Fußweg zum Eingang zu ermöglichen.
Jetzt war durchstarten angesagt und man lief zunächst zum Treffpunkt vor der Nordkurve, um die letzten Karten auszuteilen. Anschließend ging es nach dem Einlaß in den Oberrang, die Fanclub-Zaunfahne aufhängen. Aus Aberglauben konnte das nicht bis zur Pause warten, das (!) hatte man sich schließlich gegen Barcelona schon einmal erlaubt - und das Spiel ging bekanntlich im 2. Durchgang, trotz sensationeller Pausenführung, doch noch verloren.
In Minute 9 sah man somit den ersten Ball rollen und vor dem verpflichtenden Drapieren der Fahne wurde der Junior noch schnell bei den Ordnern “zwischengeparkt“ (mit erstklassigem Blick auf’s Spielfeld). Minuten später zogen wir Zwei weiter in “unseren“ Block 16 und Attila hatte einmal mehr auf Anfrage die “Vater-Sohn-Plätze“ in seiner “Familienloge“ (über dem Mundloch) für uns reserviert (Dankeschön!) und diesbezüglich wurden wir auch.schon erwartet… man schrieb die 18. Spielminute, geschafft.
Zum Spiel, es gibt aus Fansicht “eigentlich“ nur zwei berichtenswerte Ereignisse: (1) Die Gäste hatten großes Glück, daß Havertz für seinen, wenn auch wohl unbeabsichtigten zweiten (!) Ellbogenschlag beim Kopfballduell mit Matthias Ginter nicht Gelb-Rot sah, da hätte auf Platzverweis entschieden werden können/müssen. (2) Der noch größere Aufreger war jedoch die Schwalbe von Leverkusens Trainer Helmut Heilig. Von Denis Zakaria (beim “Balll-für-den-Einwurf-holen“) nur ganz leicht berührt, ließ sich der Übungsleiter der Pillendreher theatralisch zu Boden fallen. Der Referee fiel zum Glück nicht darauf ‘rein, sonst hätte unser Schweizer Youngster vermutlich die Rote Karte gesehen. Allen gegenteiligen Beteuerungen von H.H. zum Trotz, genau das hat er meiner Meinung nach beabsichtigt, nämlich Rot zu provozieren, wirklich mies (und entlarvt vielleicht seinen wahren Charakter).
“Hätte, wenn und aber“ zählt jedoch bekanntlich nicht - und im Fußball schon gar nicht. Das war’s also wieder einmal, Pokalaus im Achtelfinale. Die bange Frage, trägt man für das Ausscheiden die Hauptverantwortung (?!), man hatte doch mit “TJ“ nicht das obligatorische “Glücksbier“ trinken können, oh oh… :-o
Die Müdigkeit der Leutz, die Arbeit am Folgetag und vordergründig natürlich das verlorene Spiel - es war ein Mix aus allen 3 Komponenten, der auf der Rückfahrt im Bus schnell Ruhe einkehren ließ. So konnte Sohnemann wenigstens relativ zügig einschlummern, denn am nächsten Tag stand immerhin noch der letzte Schultag vor den Weihnachtsferien auf dem Stundenplan und dem hatte der kleine Mann selbstredend beizuwohnen (wenn auch mit “kleinen Augen“).
Die letzten Daten für’s Logbuch 2017: Ankunft Twistringen kurz nach halb Zwei und um 1.45 Uhr hieß es (natürlich erst nach Zahnpflege) “zu-Bett-gehen“, zumindest für 50% des Duos.

P.S.:
Ein großer Dank an Ewald, ohne seine Fahrkünste und sein optimal ausgereiztes “Zeitmanagement“ hätten wir den Borussia-Park wahrscheinlich frühestens mit dem Halbzeitpfiff betreten können! Danke nochmal!

 Bundesliga 2017/2018: 17. Spieltag (15.12.2017)

Borussia - Hamburg   3:1 (1:0)

 

Ein souveräner Beginn, doch praktisch mit dem Führungstor ließen wir vom gegnerischen Strafraum ab und mussten uns fortan den Hamburger Bemühungen erwehren. Die Gäste ließen sich nicht lange bitten und schlugen unsere “Einladung“ nicht aus… 2, 3x musste der Ball von Feldspielern (u.a. Lars Stindl, seines Zeichens Offensivkraft!) von der Linie gekratzt werden und im zweiten Durchgang war es schließlich dem Ex-Gladbacher André Hahn vorbehalten den zwischenzeitlichen Ausgleich zu erzielen. Es spricht für unseren ehemaligen Stürmer, daß er auf Jubelarien explizit verzichtete. Wohltuend, wenn auch ein ganz schwacher Trost. In diesem Zusammenhang die Frage, aus welcher Klapse die Nr. 4 der Hanseaten ausgebüchst ist (?!), denn Augenblicke nach dem 1:1 provozierte er vor Block 17/18, als gäbe es kein morgen mehr - ohne (!) erkennbaren Grund und ohne eine “bekannte“ Vorgeschichte.
Nachdem zuvor Pfiffe vom erlesenen Fachpublikum zum Besten gegeben wurden (…ääätzend!) fühlte sich nicht nur die Nordkurve, sondern der “Park“ angestachelt jetzt nochmal Gas zu geben. Auch die Mannschaft drehte wieder auf und erledigte unsere “Hausaufgabe“ mittels Doppelpack, so daß sich die “Gäste-4“ (van Drongelen) wieder in sein Loch verkriechen konnte (als kleine Randnotiz ein schöne Genugtuung).
Nach dem Spiel war dennoch nicht alles “Friede, Freude, Eierkuchen“ und Max Eberl platzte der Kragen… [
http://torfabrik.de/profis/borussia/datum/2017/12/16/das-ist-wirklich-pervers.html] …vielleicht sorgte die indiskutable Leistung in Freiburg für die Reaktion von Teilen des Publikums, aber wenn überhaupt, dann hätten höchstens die am Dienstag im Breisgau Anwesenden ihre Fresse (unmittelbar nach Spielende) aufreißen “dürfen“ - und nicht 3 Tage später der “Rest“ während (!) des nächsten Spiels.
Und außerdem sind wir mit der Halbserienbilanz von 28 Zählern voll im “Soll“ - nicht nur nach Punkten, sondern auch tabellarisch. Und wenn wir diesen Schnitt auch in der Rückrunde halten könnten, würde am Saisonende mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mindestens Platz 6 und die damit verbundene Europapokalteilnahme stehen… aber bis dahin ist es noch ein sehr, sehr weiter und vor allem wohl auch steiniger Weg, schließlich gibt es in diesem Jahr jede Menge “Mitbewerber“, die sich alle eng auf der Pelle sitzen… doch zumindest die Richtung haben wir schon ‘mal eingeschlagen.
P.S.: Übrigens erwischte man sich selbst dabei eine “Hochrechnung“ angestellt zu haben - wenn auch nur über einen kleinen, äußerst überschaubaren Zeitraum von 2 Spieltagen… jetzt in Freiburg vielleicht und endlich ‘mal wieder einen Dreier (mindestens jedoch 1 Punkt), gefolgt von einem Heimsieg gegen Hamburg, dann… - doch das bringt alles nichts. Halten wir also lieber auch zukünftig an der von Lucien Favre praktizierten, realistischen “von Spiel zu Spiel“-Einstellung und -Denke fest, so dürften Hirngespinst- und Luftschlösser-Denkmuster weitestgehend ausgeschlossen sein.

 

Tourbericht...

So kurz vor Weihnachten (ok DFB-Pokal folgt auch noch) ging es im 'neuen' Wilkens-Bomber Richtung Park. Ein seltener werdenderes Vergnügen. Dieses Mal jedoch wenigstens mit üppiger allseitiger Beinfreiheit 'dank' der zahlreichen Nichtanmelder. Gleichzeitig aber auf Plan B (kein Klo) umgeschwenkt, um häufiges Austreten-Müssen zu umgehen. Da mir heute überraschend die lange verschollene Kühltasche (Mainz-Bustour) von einem erneuten Mitfahrer - Name nicht pressefrei -übergeben wurde, ging das auch dank noch gut gefüllten Inhalts :-)! Die Hinfahrt an sich verlief mit leicht geänderten Zwischenstopps, aber reibungslos, auch wenn die Not hier und da mal größer war. Jetzt noch dreifach punkten und die Hinrunde wäre aus Punktesicht durchaus ansehnlich bis gut (später noch ein kleiner Kommentar zur Hinrunde).

Das Spiel begann auch wie 28 Punkte nach der Hinrunde. Hamburg wurde ca.10 Minuten überrollt (wenn das in so kurzer Zeit überhaupt geht!?) und das 1:0 war hochverdient. Danach gab es aber leider viel unnötige Hausmannskost, die in der zweiten Halbzeit im nicht unverdienten Ausgleich durch André Hahn (Ein sympahtischer Typ, den ich menschlich gern bei uns gesehen habe!) gipfelte. Mit ein wenig Glück, aber jetzt auch wieder Qualität rissen wir das Ruder doch noch zum 3:1 rum. Ich empfand es als unnötig, auch wenn am Ende nur der Sieg zählt!
Das ein solches Spiel exemplarisch für ein nachhallendes Donnerwetter in der Winterpause herhalten musste, war dann unserem Sportdirektor (bewusst) geschuldet! Ich glaube die Pfiffe galten gar nicht einem 18jährigen, als vielmehr dem regelmäßig nicht ausgeschöpften/verschenkten Potenzial vieler Spieler gepaart mit einem teilweise emotionslosen Darbietung. Und dazu gehören für mich nicht mal unbedingt die herben Niederlagen gegen Leverkusen und Dortmund, als vielmehr Frankfurt, Freiburg oder Wolfsburg, bei denen ich vorm Fernseher stand und zwischen Fassungslosigkeit und hilfloser Wut Arschtritte als Antrieb gegen eben emotions- und kampfloses Ballrumgeschiebe verteilte. Ich weiß, wir sind nicht Bayern München oder Co und ich selbst, wie wohl auch einige andere von uns, müssten sich auch mal bremsen und auf den Boden zurückkommen, aber das fällt häufig schwer, da es ja besser geht. Dabei geht es mir auch gar nicht so sehr um höher, besser, weiter, als um das Ausschöpfen des Potenzials (und hier sind die Führungsspieler gemeint) mit dem entsprechenden Willen! Und das fehlt mir ab und zu! Falls aber das Erreichen der Konstanz die Entwicklung ist, werde ich noch häufig unsere Ergebnisse falsch tippen und meine Haarpracht leiden!
Ach ja, die Rückfahrt bis nach Lengerich verlief sehr entspannt mit letztendlich geleerten Taschen! Auf ein neues 2018!

 

Liebe - schwarz-weiß-grüne - Grüße an alle Borussen mit ihren Familien!
Palette...

 Bundesliga 2017/2018: 16. Spieltag (12.12.2017)

Freiburg - Borussia   1:0 (1:0)

 

Eine nicht zu erklärende äußerst schwache Leistung, die umso peinlicher wirkt, wenn man bedenkt, daß Freiburg nur 2 Tage zuvor im Einsatz war. Somit bleibt alles beim Alt(nicht)bewährtem: Dienstreisen nach Freiburg und Wolfsburg kann sich die Mannschaft eigentlich schenken, das höchste der Gefühle ist, alle paar “Jubeljahre“ ‘mal ein Pünktchen mitzunehmen. Wir schmeißen einige Zähler einfach achtlos weg, bzw. unternehmen erschreckend wenig, um die Punkte/den Punkt einzufahren (*kopfschüttel*). Wenn es an der 100%igen Einstellung mangelt (und dieser Eindruck wurde uns Laien vermittelt), dann spielt es auch keine Rolle, daß die Krankenstation überproportional belegt ist.
Bleibt zu hoffen, daß unser letztes Aufgebot am Freitag in der Lage ist, das letzte BL-Heimspiel des Kalenderjahres gegen Hamburg zu gewinnen, damit wir uns die immer noch gute Tabellenausgangslage nicht versauen.

 

Tourbericht...

Nach dem Spieltermin gefragt (oder auch nicht) äußerte man sich stets, ...

 Bundesliga 2017/2018: 15. Spieltag (09.12.2017)

Borussia - Schalke   1:1 (1:0)

 

…“der Videobeweis macht das Spiel gerechter“, mitnichten, jedenfalls nicht in der zur Zeit angewandten Form. Der SR bewertet einen freistoßwürdigen Zweikampf zu unseren Gunsten und lässt weiterlaufen. 2, 3 Pässe später ergibt sich die Situation, die zum unstrittig (!) gepfiffenen Elfmeter führte. Und jetzt wird auf einmal zurückgespult, um zu gucken, was sich in den Sekunden zuvor zugetragen hat?! Welche rückwärtige Zeitspanne will man sich setzen, gar Minuten?! Geht’s noch?! Der Unparteiische hat die Szene eindeutig wahrgenommen und bewertet, warum muß sich jetzt der “Kölner Keller“ einmischen?! So eine Scheiße macht das Spiel kaputt/noch kaputter und es ist eigentlich vollkommen “egal“, ob wir den anschließenden Strafstoß überhaupt hätten verwandeln können.
Daß der Ausgleich durch ein Eigentor von Yannik Vestergaard fiel, passte in’s Bild dieses verkorksten Abendspiels… (*grrrhh*)
“Nachklapp“ zum gestrigen Spiel:
Der Sonntag beginnt mit einem Paukenschlag! Nach unseren Informationen wird Borussia die Bundesliga-Lizenz entzogen. Nach dem Zurückspulen der VHS-Kassette hat der gestrige Videoassistent das Tor von Egon Milder gegen Holstein Kiel in der Aufstiegsrunde 1965 aberkannt. Somit endet das Spiel vom 05.06.1965 jetzt 0:0. Dadurch rutscht Borussia auf den 2. Tabellenplatz ab und der SSV Reutlingen steigt nun in die 1. Bundesliga auf. Da der Aufstieg zurückgenommen wird, werden zudem alle 5 Deutsche Meisterschaften annulliert. Die Titel gehen jeweils an den FC Bayern. Zum Glück haben wir den Videobeweis, der den Fußball jetzt endlich gerechter macht.
Tja, ohne weitere Worte…

 

Tourbericht...

wieder einmal stand ein  samstagabendspiel auf dem programm.um 18.30 uhr sollte im borussia park der westschlager gegen schalke angepfiffen werden.für mich hieß das,das ich ein klein wenig ausschlafen konnte.pünktlich um 10.40 uhr setzte sich dann mein ic richtung osnabrück in bewegung.um 12.32 uhr erreichte ich dann lengerich "hbf".entsetzt mußte ich dort feststellen,das meine stammkneipe "gleis 3" nun endgültig dicht gemacht hatte.die rolläden waren heruntergelassen.was für ein trauriger anblick.es wurde zwar im vorfeld schon angekündigt,aber so recht glauben konnte ich es wohl nie.mit tränen in den augen wurde ein letztes foto geschossen und eigentlich wollte ich auch schon wieder den heimweg antreten.denn was sollte das leben jetzt noch für mich bereithalten?stammkneipe dicht=leben futsch?nein,wohl oder übel mußte es ja weitergehen.also ging es weiter richtung mönchengladbach.was auch sonst? :-)

ziemlich pünktlich rollte unser gefährt dann an der autobahnmeisterei ein.der bus war schon recht gut gefüllt und man begrüßte ersteinmal den angekommenen "mob"! :-)
los ging's auf die piste.
nach 2 weiteren stopps waren wir dann auch vollständig und wir konnten unsere fahrt gemütlich fortsetzen.
es wurde,wie immer, viel gequatscht und diskutiert und der flüssigkeitshaushalt wurde natürlich auch im lot gehalten.ist ja auch wichtig für den körper und sollte niemals außer acht gelassen werden! :-)
gegen 16.45 uhr erreichten wir dann unsere heimspielstätte.
vor dem spiel noch schnell was gefuttert ging es dann auch gleich ins stadion. ausverkauftes haus und gute stimmung.top!
zum kick.es war ein abwechslungsreiches,rassiges und unterhaltsames spiel.beide mannschaften schenkten sich nichts. kramer brachte uns verdientermaßen mit 1:0 in führung.
doch dann sollte der schiri eine entscheidende rolle einnehmen. nach einem klaren foul im sechzehner von naldo an stindl entschied herr stegemann völlig zurecht auf elfmeter. doch dazu sollte es nicht kommen.
der videoschiri hatte sich eingeschaltet und ganze 15 sek. vor dem pfiff ein foul,welches stegemann als nicht strafbar ahndete,bemerkt.und der schiri ließ sich selbstverständlich von seinem elfmeterpfiff abbringen.unglaublich!!! also kann der videoschiri jetzt das band so lange zurückspulen,bis er etwas ahndungswürdiges findet und sich dann  beim schiri melden?! nicht zu fassen! dann brauchen wir in zukunft auch keinen schiri mehr und es kann alles aus dem "darkroom" geleitet werden.man man man...
zu allem überfluß fiel dann auch noch das 1:1 in form eines eigentores. das mußte heute wohl so passieren! :-(
am ende leistungsgerecht aber dennoch  unglücklich zustande gekommen endete das spiel letztendlich 1:1 unentschieden.
mit gemischten gefühlen machte man sich schließlich auf den heimweg.es war heute mehr drin und irgendwie fühlte man sich auch vom schiri betrogen.ob wir mit dem elfmeter gewonnen hätten bleibt rein hypothetisch,aber es hätte unsere ausgangslage sichtlich verbessert. sei's drum.mal schauen wie das mit dem videoschiri so weitergeht...
mit viel alkohol wurde dann die rückfahrt überbrückt und wir erreichten ohne mir (!) bekannte vorkommnisse lengerich.
für mich ging es dann erst am nächsten morgen weiter und so betrat ich zur mittagszeit heimischen boden.
allen widrigkeiten (auf dem platz) zum trotz war es eine rundum gelungene veranstaltung! :-)
 
over and out - wittig aus Hannover

 Bundesliga 2017/2018: 14. Spieltag (03.12.2017)

Wolfsburg - Borussia   3:0 (2:0)

 

Nach dem Festschmaus im letzten Heimspiel bekam man diesmal nicht ‘mal mehr Hausmannskost vorgesetzt, vielmehr einen sehr übersichtlichen, weil leeren Teller.
Man findet keine schlüssige Erklärung warum wir gegen eine, in dieser Saison allenfalls Mittelklasse-Mannschaft deutlich mit 3:0 baden gingen.
Es fiel aber auf, daß wir unsere Offensive beleben konnten, nachdem Matthias Ginter von der Sechser-Position abgezogen wurde und stattdessen Michaél Cuisance sein Glück versuchte, diesmal jedoch auch ein paar Fehlpässe produzierte (er braucht Zeit - und die bekommt er bei uns mit Sicherheit auch, schließlich hat er innerhalb kürzester Zeit schon eine sehr gute Entwicklung bei uns genommen).
Wolfsburg deckte unsere Schwächen in der Rückwärtsbewegung gestern schonungslos auf, das gilt es abzustellen, denn am Samstag spielen wir gegen ein ganz anderes Kaliber - aber immerhin zuhause.

 

Tourbericht...

Mitten zum ersten Schneefall rief die Autostadt zum Auswärtsspiel auf. Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt durften wir den Marsch über den Mittellandkanal antreten und im schneeverstöberten Wolfsburg in eines der unattraktivsten Stadien der Liga zu Gast sein. Abfahrt für mich war dieses Mal ungewöhnlich in Neustadt am Rübenberge. Eine Abfahrt der B6 aus Richtung Nienburg war der Treffpunkt, wo  der Volvo mit mir komplettiert wurde. Eine kurze Distanz über die B6, die A2 und mit leichter Verzögerung auf der A39 war innerhalb von knapp 1:45 Std. hinter uns gebracht. Ein 15 minütiger Fussmarsch des abgelegenen Parkplatzes lag noch vor uns, ehe wir im Gästeblock ankamen.

Um zwei, drei kurze Sätze über das Spiel zu verlieren: ein frühes Gegentor, bei dem die gesamte Abwehr unserer Borussia sich hat übertölpeln lassen, war der Einstand für die Hausherren, die kurze Zeit später dann auch noch auf 2:0 erhöhten. Einige Chancen hatte Gladbach, die einmal mehr nicht genutzt wurden. Nach der Halbzeitpause war es ein relativ offenes Spiel, bis dann Guilavogui aus knapp 25 Metern abzog und zum 3:0 Entstand traf.
Wir konnten nur wenige gute Szenen auf dem Platz erkennen, sodass wir diese in den Gästeblock verlagerten. Ein neues Lied heizte uns ein wenig gegen die niedrigen Temperaturen ein und liess unsere Laune somit um einiges steigen.

Die Rückfahrt ging reibungslos vonstatten. Knappe 75 Minuten bis nach Neustadt und weitere 2 Stunden bis Wilhelmshaven liess mich um ca. 23:30 Uhr ankommen, sodass der nächste Arbeitstag ganz easy angetreten werden konnte.
 

Grüsse, WHV-Thorge

 Bundesliga 2017/2018: 13. Spieltag (25.11.2017)

Borussia - München   2:1 (2:0)

 

Unverhofft kommt oft. Eine starke Abwehrleistung, in der auch das Glück in mancher Situation strapaziert werden musste, gepaart mit Offensivbemühungen in Nadelstichform, das war der Mix aus dem der gestrige Heimsieg gegen den deutschen Rekordmeister gestrickt war. Besonders gut wurde diese taktische Marschroute in der ersten Halbzeit umgesetzt. Im 2. Durchgang überließ man den Gästen zusehends noch mehr das Feld und konnte allerdings kaum noch für Entlastungsangriffe oder zumindest kleine Ballbesitzphasen sorgen. Aber die optische Dominanz der Bayern ging auch einher mit deren - selten offenbarter - statischer Spielweise… Fehlpässe waren ebenso zu bewundern wie der Verlust einfacher Bälle und auch missglückte Flankenwechsel erstaunten das Publikum.

Wir wollen uns im Abspann nicht zu sehr mit dem Gegner beschäftigen, dennoch der Hinweis auf die Statistik, daß die Gäste mit der wettbewerbsübergreifenden Bilanz von 9 Siegen aus 9 Spielen an den Niederrhein gereist sind. Jupp Heynckes startete fulminant und legte den Schalter eindrucksvoll so selbstverständlich wie Lichtanknipsen um. Ur-Borusse “Don“ Jupp wird sich trotz aller Verbundenheit mächtig über die erste Niederlage in seiner 4. (!) Amtszeit in München ärgern, aber es darf höchstwahrscheinlich widerspruchslos behauptet werden, daß er nirgends so “gerne“ verliert wie in seiner alten Heimat Mönchengladbach (*grins*).

Mit dem Rückenwind von 10 Punkten (!) aus 4 Spielen hofft man jetzt natürlich auch am nächsten Sonntag in Wolfsburg etwas Zählbares mitnehmen zu können. Lediglich 2 Auswärtssiege gelangen uns in 20 Jahren (erstes Duell damals in der Saison 1997/98). Es würde also ’mal wieder Zeit, aber die Partie beim VW-Sportverein wird wieder eine ganz andere sein, soviel ist gewiß.

 

Tourbericht... (folgt)

 Bundesliga 2017/2018: 12. Spieltag (18.11.2017)

Berlin - Borussia   2:4 (1:3)

 

Nach 20 Minuten 0:3 führen und trotzdem noch zittern müssen, das schaffen wohl auch fast nur wir, bzw. sehr wenige Mannschaften... mit uns wird es halt nie langweilig. Fest steht aber auch, ein 2:3 hätten wir nicht lange halten können und hätte für uns vermutlich nicht zum Sieg gereicht - gut und erlösend, daß Raffael 6 Minuten nach dem kassierten Anschlußtreffer den Deckel endgültig "d'rauf machte".
Mit Hinblick auf das nächste Heimspiel galt für uns gestern sowieso: "Verlieren verboten"... und diesen Auftrag erfüllten wir auch. Der zwischenzeitliche Tabellenplatz 3 von Samstagabend blendet nur und lenkt auch ab (wir stehen jetzt vorübergehend sogar vor DO - und dort sind wir 6:1 (!) untergegangen), entscheidend sind vielmehr die mittlerweile 21 Zähler auf unserem Punktekonto.

 

Tourbericht... (folgt)
 

Neu:

Ab sofort können Fanclub-Briefmarken (!) zum Nennwert von 0,70 €uro bestellt werden (was für Ideen man in der Sommerpause nicht alles abkupfert).

 Bundesliga 2017/2018: 11. Spieltag (04.11.2017)

Borussia - Mainz   1:1 (0:1)

 

In den letzten 3 Bundesligaspielen bekommen wir keine zwei guten Halbzeiten aneinandergereiht, unsere Konstanz ist in dieser Phase der Saison die eben fehlende (!) Konstanz. Und am Ende konnte wir uns sogar ein wenig glücklich schätzen, wenigstens einen Punkt im Borussia-Park behalten zu dürfen, auch wenn wir uns im 2. Durchgang wesentlich steigerten (weniger als in den ersten 45 Minuten ging ehrlich gesagt auch fast gar nicht).

Noch ein “Wort“, bzw. zwei Wörter zum Videobeweis, sofort abschaffen. Als Langtext: Der Charakter des Spiel wird exorbitant verändert, denn das lange Warten auf die endgültige Entscheidung - ob Elfmeter j/n, reguläres Tor j/n, Abseits j/n, Notbremse j/n - nervt gewaltig. Der “Haupt“schiedsrichter (auf dem Platz) hat jederzeit Herr und vor allem Endscheider der Lage zu sein. Als Hilfen (!) könnte man maximal Assistenssysteme akzeptieren, sprich der SR guckt sich die TV-Bilder an und entscheidet selbstständig, ohne zusätzliche Einflußnahme aus dem “Kölner Keller“.
Welch‘ feines Gespür die Nordkurve bei diesem Thema an den Tag legte, bewiesen wir nach dem vermeintlichen 2. Gegentreffer… aufgrund des Videobeweises wurde dem Mainzer Tor die Anerkennung verweigert: Gut für Borussia, schlecht für den Fußball - und es folgte (trotz der nachträglichen Entscheidung zu unseren Gunsten) ein gellendes Pfeifkonzert.

 

Tourbericht...

Nachdem wir in Sinsheim auch endlich mal gegen ein Spitzenteam einen „Dreier“ holen konnten, sollte im Heimspiel gegen Mainz dieser Sieg bestätigt werden und wir uns so dementsprechend unter den ersten Sechs festsetzen. Allerdings war man gewarnt, denn vor allem im Borussia-Park zeigte man in der bisherigen Saison extrem schwankende Leistungen und somit durfte man gespannt sein, welche Leistung die Fohlenelf heute an den Tag legen würde.

Untypisch für einen Samstag, rollte der Bus am Motorpark in Lohne diesmal mit ca. 15 Minuten Verspätung an. Da man allerdings noch mit der durchzechten Nacht zu "kämpfen“ hatte, kam die kleine Verspätung einem mehr als entgegen.

Nach und nach füllte sich dann auch der Bus an den bekannten Haltestellen, so dass am Ende doch fast ausverkauftes Haus vermeldet werden konnte. Sogar Steven durfte heute begrüßt werden, was ein seltenes Gesicht. Nach recht kurzweiliger Fahrt, in der vor allem die Alkoholeskapaden aus Glasgow nochmal hervorgerufen wurden, erreichte man wie gewohnt ohne Probleme und zügig den Parkplatz vor der Nordkurve.

Das Spiel gegen die Mainzer war wie erwartet kein leichtes. Von Anfang an fehlte uns der komplette Zug zum Tor, vorne passierte so gut wie gar nichts und in der Folge ging der Gast hochverdient nach einem Torwartfehler in Führung. Leider war auch der Rückstand kein Weckruf, weder für die Mannschaft, noch für die mal wieder sehr enttäuschende Nordkurve. Mainz erhöhte sogar auf 0:2, zum Glück wurde das Tor aber durch den ätzenden Videobeweis zurückgenommen. Für uns in dieser Szene natürlich Glück, allerdings muss man sagen, dass der Videobeweis absolut "für’n Arsch" ist und das Spiel mehr und mehr kaputt macht. Meine Meinung!

Mit einem gellenden Pfeifkonzert wurde die Truppe von Dieter Hecking in die Pause verabschiedet, auch das völlig übertrieben. Wahrscheinlich genau die „Pfeifen“, die sonst 90 Minuten ihren Mund nicht aufbekommen. Vielleicht ist auch die mittlerweile konstant schlechte Stimmung ein Grund dafür, dass der Borussia-Park keine Festung mehr ist...

In Halbzeit 2 änderte sich das Bild zu Beginn ein wenig. Wir spielten etwas mutiger und nach knapp 70 Minuten nagelte Jannik Vestergaard per Kopf den Ball in die Maschen der Mainzer. Danach gab’s noch eine gute Chance durch Grifo, das war’s allerdings. Glück hatten wir noch kurz vor Ende der Partie, als Mainz per Freistoß nur den Querbalken traf. Unverdient wäre es nicht gewesen... so stand ein 1:1 auf der Tafel und man musste definitiv zufrieden sein.

Pünktlich um 18 Uhr wurde dann die Heimreise angetreten. Bei reichlich Pils und "Berliner Luft" wurde auch das Unentschieden irgendwie schön getrunken und gegen 22 Uhr durfte dann am Motorpark wieder aus dem Bus gestolpert werden. Jetzt gibt’s erstmal die „wichtige“ Länderspielpause, bevor wir in der Hauptstadt den (hoffentlich) nächsten Auswärtssieg feiern dürfen.

 

VEC-Jan

 Bundesliga 2017/2018: 10. Spieltag (28.10.2017)

Ho"pp"enheim - Borussia   1:3 (1:0)

 

Wir durften einem, nach der vergebenen Torchance von Thorgan Hazard und dem anschließenden Pausenrückstand nicht mehr für möglich gehaltener Auswärtssieg beiwohnen. Die Mannschaft hat sich vor allem in der 2. Halbzeit gewehrt und drei ebenso wertvolle, wie verdiente Punkte erbeutet - und das bei einem direkten Konkurrenten. Hut ab.
Diesen unerwarteten Dreier auf fremden Terrain müssen wir nun aber auch im Heimspiel gegen Mainz "vergolden". Diesen Anspruch müssen wir haben, auch wenn es mit Sicherheit kein (!) Selbstläufer wird, denn Mainz ist schon fast traditionell schwer zu bespielen.
Zuvor richtet sich der Blick heute Abend jedoch auf die Auslosung im DFB-Pokal... ein Heimspiel, das wäre wichtig (fast "egal", gegen wen).

 

Tourbericht...

Mit 10 Minuten Verspätung begann die Auswärtsfahrt nach Hoffenheim. Der heutige Bully-Kutscher hieß Thorge und war fest entschlossen die halbe Weltumrundung von Wilhelmshaven über Holdorf (mit Pkw-Anschluß von/nach Twistringen) und Lengerich alleine durchzufahren.

Nachdem "Klein-Meise" zunächst die Musik übernommen hat und der Autor sich offensichtlich zu stark beschwert hatte, wurde die Aufgabe des DJs kurzerhand weitergegeben. Dank der fast grenzenlosen Musikbibliothek von Spotify entwickelten sich viele interessante "Spiel mal was von XY" - "Nein, die sind scheiße!" - Diskussionen. Jedoch wurde der musikalische Horizont von den meisten Mitfahrern erweitert. Außer OL-Jens war Jimmy Barnes vorher keinem bekannt. Mia Julia war zwar den meisten Mitfahrern bekannt, Anschließend war Jimmy Barnes zwar den Mitfahrern bekannt, die Begeisterung hielt sich aber in Grenzen. Außer natürlich bei OL-Jens. Der Fahrer wünschte sich Mia Julia. Die war zwar den Mitfahrern bereits vorher bekannt, aber die Begeisterung hielt sich auch hier in Grenzen. Gemeinsamer Konsens war eine Classic-Rock-Playlist. Nach Diskussionen, ob Bouillabaisseball, der Volkssport auf Melmark, olympisch werden soll und ob ALF überhaupt noch am Leben sei und ob bei der Fifa überhaupt Menschen arbeiten, die nicht korrupt sind, folgte eine überraschende Beichte: Wittig gab zu, dass ihm Slayer zu hart sei (!).

Schlussendlich kamen wir pünktlich in Hoffenheim an. Ich muss gestehen, ich mag das Stadion. Ich mag den Gästeblock und die Akustik in diesem. Und ich freue mich immer wieder über die Hoffenheimer Stadionmusik. Ich zitiere: „Lästerei und Neiderei gehn uns am ***** vorbei, 18hundert99 TSG“. Es freut mich immer wieder, dass wir die Initiatie Borussia 2012 erfolgreich "bekämpft" haben. Der Block war brechend voll und sah ein munteres Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Nach einer Mehrfachchance inklusive Alutreffer, traf Demirbay mit einem Gewaltschuss zum 1:0. Baumann durfte sich nach einem schönen Freistoß von Grifo noch auszeichnen, in dem er den Ball ans Aluminium lenkte. So ging es mit dem 1:0 in die Halbzeit, obwohl für unser Dreamteam deutlich mehr drin war.

Aber dann kam die furiose zweite Halbzeit. Hazard und Ginter drehten jeweils mit einer Grifo-Vorlage das Spiel. Vestergaard machte nach einer Ecke per Kopf den Auswärtssieg perfekt. Der Rückweg verlief sehr ruhig. Die einen verschliefen gefühlt die ganze Rückfahrt zu den wohltuenden Klängen von AC/DC die anderen schauten das Abendspiel auf Sky. Thorge spulte souverän Kilometer um Kilometer herunter, sodass wir pünktlich, heile und ohne Ausfall des Keilriemens wieder zu Hause ankamen.

 DFB-Pokal 2017/2018: 2. Runde (24.10.2017)

Düsseldorf - Borussia   0:1 (0:0)

 

Ein glanzloser Sieg, der hart erkämpft werden musste. Doch bevor wir die Gedanken an die sonntägliche Auslosung der 3. Pokalrunde (durch Stefan Effenberg) schweifen lassen dürfen, wartet morgen in Sinsheim ein dicker Brocken auf uns. Die Bilanz von nur einem einzigen Auswärtssieg in insgesamt 11 Pflichtspielen (inklusive 2. Liga und Pokal) spricht Bände, oh man.

 

Tourbericht...

Es wurde Zeit für die zweite Runde im DFB-Pokal... wir hielten uns weiter im Westen auf und fuhren diesmal in die Großstadt nach Düsseldorf, wo uns die Fortuna empfing. Ein durchaus attraktiver Gegner gab den Anlass, um einen 50-Mann-Bus ins Rollen zu bringen, der nahezu voll besetzt war. Die üblichen Raststätten und Autohöfe wurden von unserer "Ladeliste“ abgehakt, um nach und nach die Plätze zu besetzen. Der Startschuss fiel um 12.45 Uhr in Twistringen, sodass wir gegen 14.50 Uhr den letzten Zustieg in Ladbergen anfahren sollten.

Trotz des hohen Verkehrsaufkommens auf den Autobahnen trafen wir gut 1 ¼ Stunden vor Anpfiff am Stadion ein und konnten den Gang in den Gästeblock somit ganz entspannt antreten. Viele von uns waren mit einem Ticket für den Unterrang ausgestattet, so dass wir uns um Platzprobleme keine Sorgen machen mussten, denn die Ultra-Szene und einige andere Anhänger versammelten sich dieses Mal im Oberrang. Mit 20, 25 Bengalos sorgten Sie für einen hell erleuchteten Gästeblock, doch trotz des Rauches konnte die Partie pünktlich um 18.30 Uhr angepfiffen werden.
Bereits am Anfang war klar, dass in diesem Spiel richtig "Feuer" ist - Traore holte seinen Gegenspieler mit der ersten Aktion übel  von den Beinen und durfte sich vom Unparteiischen gleich etwas anhören. Die nächste Situation gehörte den Hausherren in Person vom Gladbacher in spe: Florian Neuhaus. Er zog von der rechten Seite ab, jedoch deutlich am Tor vorbei. Beide Fanlager peitschten Ihre Mannschaften nach vorn und sorgen für eine gute Pokal-Atmosphäre. Die Fohlen waren der Heimmannschaft überlegen und hatten zeitweise um die 70% Ballbesitz und eine Zweikampfquote von rund 60%. Doch als rund die Hälfte der ersten Halbzeit gespielt war, wurden die Gastgeber mutiger und wacher und standen hinten sicher. Dann -  in der 33. Minute - gab es den ersten Aufreger im Gladbacher Strafraum: Jean Zimmer ging nach einem leichten Kontakt von Oscar Wendt zu Boden, doch Schiedsrichter Manuel Gräfe war dies für einen Elfmeter zu wenig. Kurz darauf flatterte der Ball nur knapp über den Kasten von Yann Sommer, so dass die Fortuna nun ein Chancenplus aufweisen konnte. Die letzte Aktion vor der Pause hatte dann Traore, doch der Schuss ging deutlich über den Querbalken. Mit einem Zwischenstand von 0:0 ging es also in die Halbzeitpause.

Wie auch in Durchgang eins, waren die Düsseldorfer vorsichtig und tasteten sich nur langsam voran. In der 52. Minute war es dann für uns soweit - Thorgan Hazard netzte, nach wunderbarem Pass von Raffael, zur Führung ein. Abgefälscht von Hofmann und letztlich vom Düsseldorfer Keeper eigens mit dem Oberschenkel über die Linie gedrückt... aber Tor ist Tor. Nach dem Treffer wurde es also eine ganz andere Partie; viele Abschlüsse auf beiden Seiten, doch konnten wir nach einer letzten Drangphase schlussendlich die Null halten und somit in's Achtelfinale des DFB-Pokals einziehen.
Pünktlich um bereits 20.45 Uhr konnten wir in Richtung Heimat starten. Die gute Anbindung zur Autobahn ersparte uns viele Minuten "Stadtverkehr", so dass wir in einer wirklich guten Zeit unseren Zielausstieg Lohne erreichten. Gegen 23.45 Uhr dort angelangt, waren wir letztlich gegen 1:00 Uhr in der Früh in Wilhelmshaven und konnten den Achtelfinaleinzug mit einem "kühlen Blonden“ noch ein wenig feiern.

 

WHV-Thorge

 Bundesliga 2017/2018: 9. Spieltag (21.10.2017)

Borussia - Leverkusen   1:5 (1:0)

 

Eine sensationell gute erste Halbzeit, nur das 2. Tor fehlte - und das sollte sich bitter rächen. Wie man dann nach nur einem Gegentor so auseinanderbrechen kann, ist unbegreiflich. Schon die zweite Klatsche in dieser noch jungen Saison... und das mit einem - für unsere Verhältnisse - exzellent besetzen Kader. Ich hatte gedacht, die Mannschaft ist schon "weiter".

Auch ist zu befürchten, daß uns diese Pleite für Dienstag einen Knacks geben wird. In Düsseldorf und Samstag in Sinsheim stehen für uns jedenfalls richtungsweisende Spiele an...

Tourbericht...

Wie immer pünktlich stand “Taxi“-Mehl um 8.20 Uhr “auf der Matte“, bereit für die letzten Meter zum “WTT“-Standort den Kutscher zu spielen (Chief & Sohn danken). Dort auf dem Betriebshof stand dann wirklich der “neue“ Bus, ähh, der neu gekaufte gebrauchte Bus - nur leider wurde vom Hersteller vergessen den Lokus einzubauen, suboptimal. Als Notlösung akzeptabel, aber kein Dauerzustand, soviel steht leider fest.
Die nächste “Überraschung“ an diesem Morgen: Nach einigem Hin & Her saß tatsächlich ein Fahrer (genauer gesagt eine Fahrerin) im Bus vorne links. Der eigentlich für diese Tour vorgesehene Lenker weigerte sich erfolgreich den (O-Ton aus dem Archiv) “Gladbacher Schweinetransporter“ zu fahren, drohte mit Kündigung und reichte diese wirklich ein, Sachen gibt’s.
Die Fahrerin trat ihre Jungfernfahrt mit uns übrigens nicht alleine an, Ihr Bodyguard und Ehemann in Personalunion hielt sich immer in Griffweite auf, nicht schlecht.
Nundenn, unabhängig davon galt es heute an jeder Haltestelle den gleichen Fragenkatalog der neu Zusteigenden zu beantworten… “Ist das der neue Bus? In Rot? Und ohne Toilette?“ - “1.) Ja. 2.) Ja. 3.) Ja.“! Naja, manche Fragen beantworten sich von selbst…!
Und als wären einem Gewohnheitstier die ganzen Neuerungen der heutigen Tour nicht schon mehr als genug, wurde kurzerhand gar noch der planmäßige Zustieg Lengerich schlichtweg ausgelassen. Doch bevor ein mögliches Krisenmanagement hätte tagen müssen, ein Geistesblitz. Ein kurzer prüfender Blick auf die Passagierliste verriet, daß insgesamt 5 Leutz abgehängt wurden, also genau 1 Pkw-Besatzung, wenn (!) einer der Betroffenen den Fahrer mimt und (!) wenn sich mindestens eine Person nicht zum Treffpunkt hat bringen lassen. Ein Telefonat später bestätigte sich die glückliche Fügung, daß a) Mona motorisiert erschienen war und b) sie sich umgehend bereit erklärte, die vergessene Ladung zum nächsten Stop Ladbergen nachzuliefern. Und da in diesem Fall Theorie und Praxis übereinstimmten, fand der spontane Plan nicht nur Gefallen, sondern ging sogar auf.
Aufregung aus, die musste man sich schließlich leider noch für die 2. Halbzeit des Spiels aufheben. Man sieht sich genötigt die Stammtisch- & Scheißhausparole “Weltklasse/Bezirksklasse“ zu bemühen, um zumindest den Versuch zu starten, das krasse Mißverhältnis der beiden Halbzeiten auch nur annähernd umschreiben zu können.
Allemal bemerkenswert war es jedoch zweifelsohne, daß nach der Schlußsirene so gut wie keine Pfiffe aus der Nordkurve ertönten. Fan befand sich anscheinend noch im Schockmodus - oder aber die Leutz, die pfeifen können, hatten das Stadion bereits frühzeitig verlassen. Das Ergebnis “saß“ jedenfalls.
Die Leutz waren ob der 2. Halbzeit und des Ergebnisses natürlich arg bedient und strömten relativ flink zum Busparkplatz zurück, so daß die Rückfahrt bereits um Fünf vor Sechs eingeläutet wurde. Ankunft in Twistringen war trotzdem erst um 23.20 Uhr, ungefähr eine Dreiviertelstunde später als “normal“, denn (2-3?) zusätzliche WC-Pausen kosteten Zeit und Nerven, oh man.

Nach kurzem Busaufräumen stellte Mehl seine Fahrkunst nochmal kurzzeitig zur Verfügung, so daß um zwanzig Minuten vor Mitternacht ein erstes tiefes "ratzepühh" aus Kinderzimmer 1 zu vernehmen war. 

 Bundesliga 2017/2018: 8. Spieltag (15.10.2017)

Bremen - Borussia   0:2 (0:2)

 

Ein sehr sicher erspielter Sieg, der praktisch nie gefährdet war. Zu souverän drückten wir dem Spiel unseren Stempel auf, wir ließen Bremen nicht zur Entfaltung kommen. Nach all den Jahren ohne Sieg in der Hansestadt macht es mittlerweile richtig Spaß zum Auswärtsspiel in’s Weserstadion zu fahren (*genugtuend-lächelnd*).

Tourbericht...
Der Spieltermin “sonntags um 18.00 Uhr“ ist natürlich extrem unbeliebt, konnte uns heute aber nichts anhaben, schließlich stand unser regionales “Heimspiel“ in Bremen an. Dadurch konnte der Aufbruch entsprechend spät eingeplant werden (Zugabfahrt um Viertel vor Drei) und “eigentlich“ sollte man meinen, daß durch den Start erst am Nachmittag keinerlei Hektik aufkommen kann, der Tag bot schließlich genügend Zeit vorab alles auf die Reihe zu bekommen… weit gefehlt. Zunächst mussten - ab mittags - noch diverse Kartenwünsche abgefrühstückt werden, so daß das Herstellen der Marschbereitschaft einmal mehr unter Zeitdruck absolviert werden musste - und siehe da, “Helm“ nicht gefunden und somit heute nicht im Gepäck, also ohne los (oh man, wenn das hoffentlich bloß nicht dazu führt, daß wir vom Pech begünstigt werden). Der Uhrzeiger rückte unerbittlich vor und es musste schon wieder im Schweinsgalopp losgestürmt werden, denn bevor der Pfad zum Bahnhof eingeschlagen werden konnte, musste ein Umweg in Kauf genommen werden, da der Junior zuvor noch im Sinkflug von einem Kindergeburtstag abzuholen war. Das Ende vom Lied: Bei arg sommerlichen Temperaturen hechelten wir anschließend zu Zweit zum Bahnhof, aaaber bei Abfahrt saßen wir in der Bahn… “just in time“, wie so oft, puuh (*durchschnauf*). Nach einer halben Stunde Fahrt gesellte sich der zusteigende Ronald noch zu uns und kurze Zeit späte erreichte man auch schon Bremen Hbf. Eine Straßenbahnfahrt und einen kurzen Fußweg später stand man nun beim FpMG-Infomobil und es war jede Menge Papierhandel zu erledigen… “2 hier, 4 da, 1x Storno, 3 im Sinn, einen fallen lassen“ (usw.). Als schießlich der letzte “Vorbesteller“ (in Person von Wittig) einen halbe Stunde vor dem Anpfiff endlich auftauchte, konnte auch das mobile Kartenbüro verdientermaßen (?!) seine Pforten schließen, was für “Tumulte“. Die Schicht konnte jedenfalls erfolgreich beendet werden, denn weder Karten noch Leutz blieben “übrig“, alles in allem verteilte man in den letzten Tagen insgesamt 163 Tickets an die Besteller, da hat man wenigstens keine “Langeweile“, oh wei).
Im Block eingetrudelt waren es wieder die “Schweizer“ (Biggi & Andi), die uns freundlicherweise einen Platz (mit guter Sicht für den kleinen Mann) freigehalten hatten, direkt über dem Mundloch. Und was wir nun zu sehen bekamen, erfreute das schwarz-grün-weiße Gemüt. Die Gastgeber präsentierten sich nämlich weitgehend harmlos und strahlten nur jeweils einmal pro Halbzeit Torgefahr aus (kurz vor der Pause wurde das Leder aus knapp 8 Metern über die Latte gehämmert und im 2. Durchgang musste ein neben das Tor einschlagender Fernschuß herhalten… das war’s zum Glück auch schon; sehr schön). Wir dagegen führten unser Bühnenprogramm sehr seriös auf und spielten unsere Torchancen effizient aus. Zunächst narrte Lars Stindl gleich zwei Gegenspieler um aus spitzem Winkel den Ball sehenswert in’s lange Eck zu schlenzen und beim 0:2 traf Yannik Vestergaard an alter Wirkungsstätte per Kopf).
Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild - wir agierten kühl und die Heimelf spielte weiter wenig zwingend. Auch das Bremer Publikum blieb ungewohnt ruhig, um nicht zu sagen beinahe still… nicht daß sonst hier der Schmelztiegel der südländischen Begeisterung zuhause ist, aber sowohl Mannschaft, als auch Zuschauer ergaben sich der sich abzeichnenden Niederlage irgendwie fast kampf- bzw. wortlos.
Dennoch hätten wir zur Beruhigung der Nerven, den Sack schon wesentlich früher zumachen sollen, gar müssen, doch die Konter spielten wir sehr unsauber aus, aber letztendlich “egal“.
Nach dem Schlußpfiff folgte ein ebenso kurzer wie emotionaler Jubel - nicht (!) aus Überheblichkeit, sondern dem Umstand geschuldet, daß der anvisierte Zug bereits eine ¾ Stunde nach Spielende fuhr - und es ging im Anschluß flink zum Hbf zurück. Im Gegensatz zur Hinfahrt war der NWB-Zug auf dem Rückweg pünktlich und um “Zwanzig nach Neun“ stand man zuhause schon wieder auf der Matte und zu unserer Überraschung viel der “Empfang“ überraschend aus, denn den beiden Auswärtssiegern wurde sogar noch etwas Warmes kredenzt, köööstlich.
P.S.: Des Sohnemanns Bilanz in Bremen kann sich wahrlich sehen lassen, der 3. Sieg im 4. Gastspiel… cool.   (*bis-über-beide-Ohren-grins*)

 Bundesliga 2017/2018: 7. Spieltag (30.09.2017)

Borussia - Hannover   2:1 (0:0)


Glücklich der Zeitpunkt des Siegtreffers und auch glücklich im "Gesamtklassement". Dennoch nicht wirklich unverdient - wie das zusammenpasst? Nun ja, lest weiter...

 

Tourbericht...

Wieder ging es mit Rittmeyer-Reisen auf Fahrt und uns wurde ein nobles Gefährt zur Verfügung gestellt und siehe da, die Leutz wussten das wohl zu schätzen und sich zu benehmen, weiter so. Zwar “mussten” (?!) die letzten Reisevorbereitungen natürlich wieder im “Schweinsgalopp” erledigt werden, doch um rekordverdächtige 8.29 Uhr standen Chief & Sohn an der neuen “Stamm”-Abfahrtsstelle zum Einstieg bereit und nur 1 1/2 Zeigerumdrehungen später rollte Busfahrer Udo mit seiner gepflegten Karosserie pünktlich vor. Mit der Fast-“Minimalbesetzung” starteten wir umgehend, um an diesmal 4 Stationen insgesamt nur 33 Leutz einsammeln zu können. Im Kaufmännischen nennt man das wohl eine (finanzielle) “Minusfahrt”, aber dann ist das eben so. Erster Stop war Diepholz und erst hier gesellte sich Mehl (mit Toni) zu uns, er hatte sein Nachtquartier für heute in Rehden aufgeschlagen, so konnte er sich an 2-8 Likörchen erlaben. Prost, mien (de) Jong.
An den weiteren üblichen Zustiegsorten stiegen in den meisten Fällen die üblichen “Verdächtigen“ ein, dennoch blieb es - mit Blick auf die Sitzreihen - relativ übersichtlich. Auch wurden wieder die obligatorischen Gänge getätigt und Rituale abgehalten, jedoch mit der Ausnahme, daß “TJ“ nach der Heimniederlage gegen Frankfurt das Glücksbier-Ergebnistrinken kurzerhand für vorerst beendet erklärte. Die Folge: Sieg gegen Stuttgart. Tja, da gehen einem natürlich die Argumente aus (besonders mit dem Wissen, daß auch heute wieder zuhause gewonnen wurde… *zwinker*).
Zum Spiel. Wir mühten uns redlich, waren im Abschluß aber nicht zielstrebig genug, so daß wir vor dem Gästetor wenig Gefahr heraufbeschwören/erspielen konnten. Nach der Pause verliehen wir unseren Angriffsbemühungen dagegen mehr Schwung und wurden mit dem 1:0 belohnt. Doch die Führung hatte nur kurz Bestand, Hannover glich fast postwendend aus.
Jetzt nahm das zuvor ereignisarme Spiel endgültig mehr Fahrt auf. Wir wussten in der Offensive endlich besser zu gefallen, doch dem nächsten Torschrei waren die Gäste näher. Als sich jenseits der 90. Minute alle schon mit einer Unentschieden abgefunden und angefreundet hatten, die erfreuliche Kehrtwende im sprichwörtlich letzten Moment… der eingewechselte Vicenzo Grifo kombiniert sich in den Strafraum, sucht in nicht unbedingt aussichtsreicher Position den Zweikampf, wird vom Gegenspieler nicht nur getroffen, sondern auch unclever gefoult und erhält regelkonform (s)einen Elfmeter gepfiffen. Nun begann die Zeit des Wartens, denn die KKK (“Kölner Keller-Kinder“) klönten noch ein wenig mit dem Schiedsrichter vor Ort. Thorgan Hazard jedoch blieb cool und verwandelte - nach endgültig bestätigter Strafstoßentscheidung - eiskalt zum 2:1. Es war inzwischen kurz vor halb Sechs (aufgrund eines Staus, in den die Hannoveraner Mannschaft bei der Anreise geriet, wurde das Spiel 10 Minuten später angepfiffen) und für den Siegtreffer wurde die 94. Minute notiert. Und exakt dieses zeitlicher Zusammenspiel hatte Ingo (“Kaste“) Minuten zuvor - unter Zeuge(n) - prophezeit… auf der Anzeigetafel leuchtete gerade das späte Frankfurter Siegtor auf: (O-Ton) “Und wir machen hier (!) in der 93. Minute den Sieg perfekt“ - nunja, die 1 Minute Differenz lassen wir ‘mal als Karrenzzeit gelten (*grins*). Die vom Junior mitgebrachte alte (80er-Jahre) Fahne von Papa hatte also gute Dienste erwiesen und uns 3 Punkte einfahren lassen, das‘ fein.  :-)

Mit dem Sieg im Gepäck traten wir um (heute ebenfalls “zeitangepasste“) 18.20 Uhr die Heimreise an und auch die Rückfahrt wurde diesmal im “ruhig gesitteten“ Rahmen gestaltet, kein Verbrechen. Um kurz vor Elf hatte uns Twistringen wieder und der halbschlafende knapp 24,- kg wiegende Nachwuchs musste nun noch aus dem Bus geschleppt werden, Feierabend.

 Bundesliga 2017/2018: 6. Spieltag (23.09.2017)

Dxxx(ort)mund - Borussia   6:1 (3:0)

 

Es war keine Lehrstunde, die wir erhielten. Nein, es war eine Demontage 1. Klasse, die einer Demütigung in besonderem Ausmaße gleichkam. Und Borussias Medienabteilung hatte nichts Besseres zu tun, als den zwischenzeitlichen 5:1 -Ehrentreffer mit einem “Na, geht doch! Stindl trifft!“ zu betiteln/“online“ zu kommentieren. Ebenfalls peinlich.
Auch wenn es unmittelbar nach Spielende noch schwer vorstellbar war/ist, aber wir müssen jetzt irgendwie (!) gegen Hannover - der zweiten “Mannschaft der Stunde“ - gewinnen… und dann folgt erstmal (wieder) eine zweiwöchige, länderspielbedingte Pause.

 

Tourbericht...
“Schnell hin, schnell weg“ - diese Devise gilt bei Auswärtsspielen in Dxxx(ort)mund seit Jahren und diese Methode wurde auch in diesem Jahr angewandt. Da das Autobahnkreuz OS-Lotte teilweise gesperrt war, sah man sich genötigt, den Treffpunkt in Holdorf um eine Viertelstunde vorzuverlegen und “Sohn & Vater“ trafen tatswahrhaftig pünktlich ein (der Papa konnte somit endlich ‘mal - und in dieser noch jungen Saison bereits zum 2. Mal - mit minutiöser Pünktlichkeit glänzen). Nach erfolgtem Fahrzeugwechsel fanden wir uns zu Fünft in Thorges Renner ein (außerdem “Klein“-Meise und Gerrit) und fuhren gegen 14.50 Uhr in Richtung NRW weiter. Mit mehr als gemischten Gefühlen, denn allen an Bord Anwesenden - vom Jüngsten bis zum Stammesältesten - war klar, daß es schwer (bis unmöglich) sein würde, heute etwas zu “holen“.
Die “A1“ um Osnabrück passierte man überraschend gut und auch unseren “Stammparkplatz“ konnten wir, trotz obligatorischem Anfahrtsstau, gerade noch rechtzeitig einnehmen. Am Stadion angekommen mussten dann zunächst einmal 9 (!) Kartenbesteller ruhig gestellt werden. Ihr “Papier“ war im Anflug (aus “BaWü“) und so blieb Zeit den Herrschaften Vorhaltungen zu machen, nicht immer erst in den Tagen/letzten “Stunden“ vor einem Spiel die Tickets zu ordern, meine Güte.
Nach Verteilung der Billetts und erledigter Eingangskontrolle (auch Kinder wurden intensiv gefilzt, besser is‘) konnte/musste die Toilette inspiziert werden und der Anblick war, wie auch beim letzten Mal, ein Traum… ein Albtraum - oh wei. Da hatte der Gästemob wieder ganze Arbeit geleistet.
Kurze Zeit später sicherten wir uns einen taktisch klugen Stehplatz, denn eine Viertelstunde vor Spielbeginn gaben die Ordner noch einen kleinen freigehaltenen Bereich im Block frei, so daß wir nur einen Fußbreit weiter einen Wellenbrecher “einnehmen“ konnten und der Junior sich auf besagtem Eisen niederlassen konnte.
Das Ergebnis ließ es im Nachhinein nicht vermuten, aber in den ersten 20 Minuten präsentierten wir uns eigentlich einigermaßen ordentlich und vielleicht hätte Thorgan Hazard beim Ausnutzen seiner Großchance dem Spiel eine andere Richtung, als die, die folgte, geben können (vermutlich hätte sich aber das Vorjahresergebnis wiederholt… kurze, einminütige Führung, anschließend 4:1 -Abfuhr). So aber knallte der Belgier den Ball halbhoch auf den Schlußmann - wie übrigens insgesamt 3x (!) in vergleichbarer aussichtsreicher Position (so etwas sind natürlich dankbare Torwartbälle) und auch Lars Stindl blamierte sich mit seiner “Rückgabe“ auf das Gehäuse der Gastgeber. Unsere Schonzeit war abgelaufen, DO erhöhte das Tempo und schenkte uns Tor um Tor ein (u.a. verdienten sich Neuzugang Matthias Ginter einen Scorerpunkt). Als kurz nach der Pause bereits der 4. Gegentreffer hingenommen werden musste, setzte sich die erste Abwanderungsschar in Bewegung. Auch wenn es für den jungen Fan nicht einfach war, aber wir hielten bis zum (bitteren) Ende der Partie durch. Wenigstens der Schiedsrichter hatte ein Einsehen und pfiff ohne Nachspielzeit überpünktlich ab, nichts wie weg hier.
Das einzig Gute an diesem (Spiel-)Tag war, wie so oft hier in den letzten Jahren, die flinke Abfahrt… bereits um 20.45 Uhr brausten wir vom Ort der Schmach davon. Die Stimmung im Auto war natürlich dementsprechend gedämpft, dennoch blieben uns die obligatorischen Leberwurstbrötchen von Muddern/“Oma“ nicht im Halse stecken. Mit einer Pleite hatten wir ja gerechnet, aber diese Peitsche und vor allem das Zustandekommen ließ uns teils niedergeschlagen, teils ratlos zurück.
Auf dem Rückweg war “Kreuz Lotte“ gen Norden zwar gesperrt, doch die ausgeschildete Umleitung kostete keine 5 Minuten, wenigstens etwas. Nach ernüchternder Verabschiedung in Holdorf fuhren wir schließlich zu Zweit die letzten “Meter“ nach Twistringen mit Ankunft gegen Viertel nach Elf. Kein schöner Tag, aber zumindest wurde auf dem Beifahrersitz tief und fest geschlummert.

 Bundesliga 2017/2018: 5. Spieltag (19.09.2017)

Borussia - Stuttgart   2:0 (0:0)

 

Wieder belebte mit Beginn der 2. Halbzeit ein Personaltausch unser Offensivspiel. Diesmal war es der eingewechselte Mickael Cuisance, der nach sehr zähen 45 Minuten in die Partie geworfen wurde. Der junge Franzose wurde für den lädierten Christoph Kramer aufgeboten und machte seine Sache richtig gut. Der 18jährige hatte somit nicht unerheblichen Anteil daran, daß unsere Angriffsbemühungen spürbar intensiviert wurden. Ein unheimlich wichtiger Dreier, denn am Samstag dürfte es im Westfalenstadion nichts zu holen geben und nur Fantasten rechnen mit Zählbarem (*kopfschüttel*).

Tourbericht...
Der DFB, bzw. hauptsächlich die DFL-Macher haben sich eine neue Schikane einfallen lassen… auf dem Weg zur perfekten Salamisierung der Spieltage ist den tüchtigen Geschäftsmachern auf-/eingefallen, daß man doch auch bei Spieltagen “unter der Woche“ ein Spiel am Dienstag & Mittwoch zeitlich vorziehen könne, um weiteren Begegnungen ein Alleinstellungsmerkmal verpassen zu können. Gesagt, getan. Zunächst fast unbemerkt von der Öffentlichkeit (nicht ‘mal der Verein selbst erfuhr im Vorwege von der neuen Anstoßzeit, sondern erst mit Bekanntgabe der Spieltagsterminierung… unglaublich) wurde der Anpfiff für dieses Spiel auf 18.30 Uhr festgelegt.
Mit dem Auto und 4 Leutz (Fahrer VEC-Philipp, WHV-Thorge, “Klein“-Meise und dem Chief, der “natürlich“ mit fast 10minütiger Verspätung beim Treffpunkt in Holdorf eintraf) starteten wir somit um kurz vor halb Drei und nach kurzweiliger “Anreise“ checkten wir um 17.40 Uhr auf dem FanHaus-Parkplatz ein.
Dem kurz nach Betreten der Nordkurve angepfiffenen Spiel wohnten schätzungsweise 38.000-40.000 Anhänger bei (auch wenn der Stadionsprecher später eine wesentlich höhere Zuschauerzahl verkündete; hier wurden wohl die nicht erschienenen Dauerkarteninhaber hinzugerechnet) und diese Augenzeugen bekamen Schonkost serviert, denn spielerisch agierten wir arg limitiert. Auch der Gästeblock schien sich nicht gut unterhalten gefühlt zu haben… vor “Langeweile“ wurden jedenfalls im Verlaufe des Spiel insgesamt bestimmt 40 Bengalos gezündet. In der 2. Halbzeit wurde es dem Schiedsrichter schließlich zu bunt und er unterbrach die Partie sogar für ein paar Minuten. Zusammen mit der Ankündigung von Stadionsprecher Knippi, daß beim nächsten Zündeln ein Spielabbruch drohen würde, zügelten sich die schwäbischen Pyrotechniker fortan und übten sich nun bis zum Schlußpfiff in Enthaltsamkeit. Auf dem Platz hatten unsere Junx währenddessen Entscheidendes geregelt. Endlich konnte der Druck auf das Stuttgarter Gehäuse wesentlich erhöht werden und dem sehr agilen Raffael war es an diesem frühen Abend vorbehalten, mit seinem Doppelpack (eine Direktabnahme aus kurzer Distanz und ein Elfmeter) die Weichen verdientermaßen auf Sieg zu stellen, schön (*freu*).
Das einzig Gute am frühen Spielbeginn ist, daß man - unter normalen Umständen - natürlich auch früh(er) zuhause ist (diesen Vorteil genoß man schon zu Zweitligazeiten). Beschleunigt wurde die rasche Abreise durch die übrige Besatzung, die sich bereits vor meiner Ankunft (auf dem Parkplatz) im Auto befand… und das Fahrzeug - wie vorab besprochen - schon in Richtung Straße bewegen ließ. Somit konnte man “just in time“ einsteigen und nur Augenblicke später rollte man (um sensationelle 20.45 Uhr) auf die Gladbacher Straße, eine Punktlandung (*schmunzel*). Philipps Wagen spuckte einen um angenehme Elf Uhr in Holdorf aus und eine Dreiviertelstunde später war auch Twistringen wieder erreicht, mit 3 Punkten im Gepäck.

 Bundesliga 2017/2018: 4. Spieltag (16.09.2017)

Leipzig - Borussia   2:2 (2:1)

 

Während wir das letzte Auswärtsspiel (in Augsburg) noch 2:2 verloren hatten, gewannen wir diesmal mit 2:2 und mit dieser Reaktion auf die Heimniederlage der Vorwoche konnte man nicht unbedingt rechnen. Zwar agierte die Mannschaft bei den Gegentoren arg unsicher, gar naiv, doch es wurde auch richtig gut kombiniert, so daß man einen ebenso verdienten, wie auch unerwarteten Punkt mitnehmen konnte. Ein (!) Schlüssel zum Teilerfolg war die (unmittelbar nach dem Seitenwechsel erfolgte) Einwechslung von Patrick Herrmann. Unsere Nr. 7 kam richtig gut in’s Spiel, ackerte, spielte, lief viel und zielsicher… seine Vorstellung gefiel einem richtig gut und es war wohl sein stärkstes Spiel der letzten 2 Jahre, sehr gerne weiter so (zeig‘ es den Nörglern/Kritikern, also u.a. dem Autor dieser Zeilen und “Kaste“).

Tourbericht...
Da es sich um ein Samstagabendspiel handelte, fiel die Wahl der Beförderungsart “automatisch“ auf Bully-Tour, denn der DB-Fahrplan gab für die Rückfahrt keine Zugverbindung für den gleichen Abend her.
WHV-Thorge, der sich um die Fahrzeug-“Leihe“ kümmerte, steuerte am Spieltag mit Twistringen seine erste Station an und hier stieg sogleich eine Meute von 6 Leutz ein (“Klein“-Meise & Gerrit, Thorben & VEC-Philipp, “Chief“ & Junior). Um kurz nach halb Zwölf nahm der heutige Kutscher mit dem nun 7/9 besetzten Bully Kurs auf Hannover, dem nächsten Zustiegsort. Am vereinbarten Treffpunkt, der “B6-Shelltanke“ stand Wittig bereits parat und so musste nur noch Frauke in Höhe Lehrte (A2) aufgelesen werden.
Der Tourbus vermeldete jetzt “Full House“. Und während die Mittel- & Hinterbänkler (über die Lage der Liga) plauschten und (den Radioklängen und Zweitliga-Reportagen) lauschten, wurde im Beifahrer-Cockpit von Sohnemann eifrig Sudoku gelöst.
Man kam gut voran und in der L-City angekommen galt es nach einem verkehrsgünstigen Parkplatz Ausschau zu halten. dem wir uns orientiert und eine Straße für unser heutiges Gefährt für die “Pause“ zwischen Hin- und Rückfahrt auserkoren hatten, wurde uns ebendiese Zufahrt zunächst verwehrt. Doch dem Ordner erklärte man wortreich, daß es bei der letzten Gabelung einen kleinen Verkehrsunfall gab, deswegen diesen Weg fahren würde und man als “Kleinbus“ (der man nunmal mit 9 Leutz ist) in genau diese Einfahrt fahren solle, so hätte es uns jedenfalls sein Kollege zuvor mitgeteilt (Story frei erfunden nach “Chief-Inspector“; …“alternative Fakten“ ‘mal anders…) - das war anscheindend die “Eintrittskarte“ und man ließ uns wie gewünscht abbiegen. Das Gelächter der Insassen war noch nicht verhallt, da hatte der Beifahrer schon das nächste Gespräch an der Backe. Polizist: “Hier dürfen sie nicht ‘reinfahren.“ - Chief: “Doch, der Ordner vorne an der Straße hat uns als Kleinbus extra hereingelotst…“ - “Hmm (prüfender Blick des Wachtmeisters), wieviele Personen sind Sie?“ - “Wir sind zu Neunt.“ - “Okay, dann parken sie hier erstmal (während das Kfz-Kennzeichen notiert wurde, aber wohl eher für’s private Poesiealbum). Nach den Münchhausen-Geschichten konnte sich nun endlich auf’s Spiel konzentriert werden. Man hatte gerade die Garderobe verlassen, da ließ der Regen nach und man walkte zum Kommerztempel.
Auch wenn das Gesamtkonstrukt verteufelt wird (auch von mir), so muß den Brauseplanern bescheinigt werden, eine durchgehend gute Sicht auf’s Spielbrett, ähh -feld konzipiert zu haben. Die beiden Gegentore schenkte man den Gastgebern zwar, doch die Mannschaft wehrte sich eindrucksvoll. Jonas Hofmann (es stand noch 0:0) und Raffael vergaben leichtfertig, so daß für den ersten Treffer ein Elfmeter herhalten musste… der (von Thorgan Hazard) nicht stark geschossen war, aber sein Ziel zum Glück nicht verfehlte, da der Torwart sich für die andere Ecke entschied - sonst wäre es peinlich geworden. Diskussionen wegen des Pfiffes waren übrigens fehl am Platz, das Vergehen war wenig spektakulär, doch in jedem Fall ein Foul im Strafraum.
Wie bereits eingangs erwähnt brachte die Einwechslung von Herrmann “überraschend“ noch mehr Schwung in unsere Angriffsbemühungen und nachdem Leipzig einen Konter fast fahrlässig krepieren ließ, übernahmen wir tatsächlich das Ruder und verdienten uns den Punkt redlich (Lars Stindl traf mit einem feinen Schlenzer zum 2:2). Die Rote Karte für Keita veranlasste uns übrigens nicht dazu, in den letzten Minuten alles nach vorne zu werfen. Die Taktik wurde nicht auf bedingungslose Offensive umgepolt, die Gefahr ausgekontert zu werden war ständig vorhanden, somit eine nachvollziehbare und letztendlich vollkommen richtige Entscheidung von Dieter Hecking. Mit diesem Punkt können wir sehr gut leben.
Am Bully wieder angekommen - am Scheibenwischer heftete übrigens keine (!) “Polizeinotiz“ - bewegten wir uns recht “verkehrsflüssig“ in Richtung Autobahn und auch der weitere (ereignisarme) Heimweg spulte Thorge gewohnt souverän und zügig ab, denn unser Fahrer hielt die Spannung konstant hoch… gar nicht so einfach, wenn die ganze Besatzung mehr oder weniger lang am Ratzen ist. dem Frauke am Auto und Wittig vor der Haustüre abgesetzt wurde, ging es auf Bundes-/Landstraßen normal weiter, nur in Sulingen sorgte eine angekündigte (vermeintliche) Straßenvollsperrung für nochmalige “Konzentrationsschärfung“. Doch ein ortskundiger Tip vom Beifahrersitz ließ uns die ausgeschilderte Umleitung ignorieren, nach Umkurvung des Warnbakenzauns wurde einfach bis unmittelbar vor die Baustelle weitergefahren und im Anschluß über eine Nebenstraße gerollt.
4 ½ Stunden erreichten wir schließlich um 1.50 Uhr wieder Twistringen. Während der kleine Mann auf der Rückfahrt bereits einmal im Traum sabbelte, waren die Klüsen jetzt ein wenig geöffnet und er schlurfte auf Socken in’s Haus, Auswärtsspiele sind anstrengend.
Der Tross löste sich nun vollends auf - 1 Auto nahm Lohne/CLP in’s Visier und der Bully musste sogar noch die weite Wegstrecke gen Nordsee bewältigen. Ein Dank nach WHV für die zuverlässigen Taxi-Dienste.

 Bundesliga 2017/2018: 3. Spieltag (09.09.2017)

Borussia - Frankfurt   0:1 (0:1)

 

Einfallslos bis in die Haarspitzen, so lässt sich unser Auftritt wohl ziemlich treffend beschreiben. Und das exzellente Ballbesitzwerte nicht automatisch in einen Sieg münden, ist mittlerweile auch bekannt.
Frankfurt “investierte“ zwar nur in der ersten Halbzeit, kam dabei diverse Male gefährlich vor unser Tor und verwaltete die Führung nach dem Seitenwechsel nur noch, doch das reichte leider um einen verdienten Sieg mitzunehmen - und das bei offiziell nur 30% “Ballhaben“-Quote.
Wenn wir uns nicht schleunigst stark verbessert präsentieren, kriegen wir in Leipzig mindestens 3 Tore eingeschenkt - “rosige“ Aussichten für Samstag…

Tourbericht...
Nachdem die “WTT“-Möhre in der Sommerpause “dreisterweise“ tatswahrhaftig ersatzlos verkauft wurde, konnten wir zum Glück wieder auf unseren 2. Unternehmer zurückgreifen, so daß dem Stapellauf der ersten Bustour der Saison 2017/2018 nichts mehr im Wege stand.
D
er Start verlief trotzdem “holprig“, am Vorabend erreichte einen zum dritten Mal in Folge eine (mittlerweile) Standardabsage und morgens textete HB-Ulli aus dem Zug, daß die Bahn Verspätung hatte. Nun denn, “Vater“ & Sohn warteten am Einstieg geduldig auf die Zugankunft und den heraneilenden Fahrgast und mit nur leichter Verzögerung (5 Minuten) konnte es schließlich losgehen.
Der Bus steuerte Station um Station an und füllte sich zusehends und die Besatzung wuchs schließlich auf knapp über 40 Leutz an. Die Sommerpause war lang, dennoch erkannten sich die meisten Protagonisten auf Anhieb wieder.
Einziges Manko, der Bus war leider nicht mit einem WC ausgestattet. Das führte dazu, daß der Fahrer in Oberhausen die Piste spontan verließ, da der vom Chief ausgeguckte Parkplatz mehrmonatigen Bauarbeiten unterzogen wurde, Onkel Pie hat’s geahnt, aber gehört wurde trotzdem nicht auf ihn. Also bewegten wir uns von der Autobahn ‘runter und nach einem innerstädtischen Wendemanöver konnte eine Freifläche für den “Pit-Stop“ ausgeguckt werden. Für interessierte Beobachter ergab sich ein Bild von ca. 25 Leutz, die fast in Reih‘ und Glied (erleichtert) dem Toilettengang frönten. Nach diesem außerplanmäßigen Halt schafften es die Leutz überraschenderweise gar bis “Geismühle“, an sich zu halten, doch das kann nicht darüber hinwegtäuschen, daß ein “toilettenloser“ Bus nur eine Notlösung und kein Dauerzustand sein kann.
Nach Ankunft auf dem Busparkplatz hinter der Nordkurve machte sich die Abteilung “Jugend“ (Sohnemann und Malte) sogleich als Duo auf den Fußweg zum FanHaus-Bolzplatz und nachdem der erste Papierhandel abgefrühstückt war und auch die Fanclub-Fahne ihren Platz gefunden hatte, schritt ich zur FpMG-Heimstätte, um die “Kinners“ wieder abzuholen. Gesagt, getan, der Borussia-Park wartete.
Das Spiel, eine einzige Enttäuschung - von der 1. Minute an, denn analog zum Spiel in Augsburg verpennten wir den Start erneut und gnadenlos. Einzig dem Eingreifen von Bobteng war es zu verdanken, daß das Cleverle das Abseits aktivierte und somit das 0:1 aufhob. Doch das war noch immer kein Weckruf, denn der reguläre Rückstand ließ trotzdem nicht lange auf sich warten.
Alle unsere anschließenden Bemühungen versandeten ideenlos, diese eine Gegentor reichte den Hessen um mit einer stabilen Abwehrleistung die 3 Punkte nicht unverdient mitnehmen zu können.
Die Stimmung der Rückfahrt war mehr als gedämpft und zu allem Überfluß musste auch noch einmal verbal rustikal eingegriffen werden, um einen Gelegenheitsfahrer maßzuregeln, ääätzend.
Gegen kurz vor Elf erreichten wir Twistringen wieder und als erstes steuerten wir den Bahnhof an, um Ulli und Jenny bis zur Türe (des Zuges) zu begleiten. Minuten später war die Endstation erreicht, der Junior wachte diesmal sogar von alleine auf und taperte verschlafen (und ebenso enttäuscht wie der Papa) aus dem Bus und man war froh, das Ende des Tages einläuten zu können.

 Bundesliga 2017/2018: 2. Spieltag (26.08.2017)

Augsburg - Borussia   2:2 (1:2)

 

Die alte Leier, kein Sieg in Augsburg, aber den einen Punkt nimmt man gerne mit, hatten wir hier doch erst einmal gewonnen - und das zu Zweitligazeiten, damals noch im alten Rosenaustadion (03/2008). Ein Dreier war zwar möglich, aber aufgrund der 2. Halbzeit wäre ein Auswärtssieg hochgradig unverdient gewesen, das muß man ungeschminkt anerkennen... Tiefschlaf zu Beginn des Spiels, erfolgreicher Tempofußball nach dem frühen Rückstand und eine komplett teilnahmslose 2. Halbzeit: Dieser Bandbreite wurde man Zeuge. Keine Ahnung was man von solchen Konzentrations- und Leistungsschwankungen halten soll.
Nun denn, jetzt hat man erstmal Zeit zur Analyse… kaum angefangen verabschiedet sich die Bundesliga in das erste von drei bundesligalosen Wochenenden.

Und es bleibt festzuhalten, dass die Leistung der Vorwoche nicht ansatzweise konserviert werden konnte. Dieter Hecking wird auf jeden Fall gesehen haben, wo er die Hebel in der zweiwöchigen, länderspielbedingten Bundesligapause ansetzen wird.

An das letzte Spiel gegen den kommenden Gegner Frankfurt denkt man nur ungern zurück, hier gilt es im nächsten Heimspiel einiges geradezurücken…

 

Tourbericht...

Vom Aufstehen her war es ein ganz normaler Arbeitstag, denn bereits um 6.20 Uhr ging die Reise los. Über die Stationen Bremen und Hannover komplettierte sich unsere am heutigen Tage kleine Reisegruppe entsprechend niveauvoll. Die Umstiege klappten reibungslos und pünktlich um halb Zwei erreichten wir die Fuggerstadt - und das bei sonnendurchfluteten knapp unter 30° Celsius.

Auf der anschließenden kurzzeitigen Suche nach einem großen Schließfach wurden wir schnell fündig, doch trauten wir dem “Braten“ nicht so recht. Es war nämlich nur noch eine einzige Metallbox frei und häufig ist das ein sicheres Zeichen, daß genau dieses letzte Gepäckfach nicht funktioniert - und aus diesem Grund frei ist. Unser Verdacht erwies sich jedoch als unbegründet, so daß kurze Zeit später die Tram zum Stadion genommen werden konnte.

Noch die letzten Karten verteilt ging es um kurz nach Drei in den Block. Diesmal war man wirklich guter Dinge, den ersten Bundesligasieg in Augsburg einfahren zu können, wir waren einfach ’mal d’ran. Nee, weit gefehlt, schon der Start wurde höchst unprofessionell abgeschenkt, hatte der Tacho doch nicht ’mal eine Zeigerumdrehung geschafft, als es zum 1:0 bei uns einschlug und unseren kollektiven Tiefschlaf bestrafte. Ein Weckruf war es anscheinend immer noch nicht. Erst als wir kurze Zeit später fast das zweite Gegentor kassierten, schaltete die Mannschaft auf “Hallo wach“ um und drehte das Spiel durch Tore von Denis Zakaria und Oscar Wendt noch in der ersten Hälfte.
Unerklärlich aber wieder der Leistungsabfall nach dem Seitenwechsel, wir liessen so ziemlich alles missen, was uns im Derby am 1. Spieltag auszeichnete. Es sah aus als wenn das Team konditionelle Schwierigkeiten hätte und auch das Eckenverhältnis 10:0 lässt die unsere Spielanteile erahnen. Trotz allem hielt die Führung… bis zur 89. Minute, dann fiel der erwartete Ausgleich. Wir befanden uns bereits auf dem Weg zum Mundloch, um mit dem Schlusspfiff das Stadion verlassen zu können, als wir das 2:2 mit ansehen mussten, Scheiße.

Nach dem Abpfiff ging es umgehend und flinken Schrittes zum Shuttlebus, der uns wenige Minuten später “nonstop“ zum Hauptbahnhof kutschierte. Auch der Zug rollte planmäßig ein, so daß einer pünktlichen Abfahrt um 18.02 Uhr nichts im Wege stand. Die Fahrt bis zum ersten Umstieg der Rückfahrt in Mannheim nervte allerdings gewaltig, man wurde Ohrenzeuge als Personen des rechtsorientierten politischen Spektrums ihre Verbalentgleisungen der Öffentlichkeit preisgaben, ääätzend… peinlich und einfach nur zum Fremdschämen.

Mit Betreten des nächsten Zuges nach Hannover ließ man dieses antisoziale Klientel zum Glück hinter sich und setzte seine Fahrt in gewohntem Rahmen fort. Trotz zehnminütiger Verspätung stellte uns auch der letzte Zugwechsel nicht auf die Probe - in Hannover trennten sich unsere Wege von Wittig und Frauke und die letzten Gleismeter nach Bremen bewältigten die verbliebenen Leutz souverän. Bremen wurde um kurz vor Zwei erreicht und bedeutete für das letzte Trio (Schicki wurde zwischenzeitlich in Nienburg zum beabsichtigten Aussteigen aufgefordert) gleichzeitig Endstation. OL-Gerd düste in Eigenregie und alleine gen Beamten-“Home-Office“ und die letzten beiden Mohikaner ließen sich von Torbens Arbeitskollegen abholen, der uns selbstlos und dankenswerterweise via Twistringen nach Hause fuhr.

Ankunft Twistringen 2.50 Uhr, schön, daß der Tag nun endlich sein Ende fand.

 Bundesliga 2017/2018: 1. Spieltag (20.08.2017)

Borussia - Köln   1:0 (0:0)

 

Ein sehr gelungener Bundesligastart, sowohl spielerisch, als auch in Bezug auf die Punktausbeute - nur die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig... egal, gewonnen.

Die Art und Weise des ersten Ligaauftritts stimmen einen jedenfalls zufrieden und hoffnungsfroh, bitte "weiter so".

 

Tourbericht...

Der späte Sonntagstermin machte uns natürlich einen Strich durch die Rechnung, eine Bustour zu organisieren. Freundlicherweise stellte Uwe aber seinen Bully zur Verfügung und verdonnerte ai “Hawaii“ gleichzeitig zum Lenken. So stand der Fahrt am 1. Spieltag nichts mehr im Wege.
Da wir vorher noch ein F-Jugend-Turnier zu spielen hatten, ging es - “Taxi Toni“ sei Dank - mit sämtlichem (!) Sack & Pack auf direktem Wege vom Spielort zum vereinbarten Treffpunkt nach Holdorf. Hier traf man auch die Pkw-Crew der “Fraktion Löningen“, was zur Folge hatte, daß das Personal spontan (…ich hasse Spontanität… *zwinker*) nochmal “durchgetauscht“ wurde. Nachdem die Besatzungen für die beiden Fahrzeuge (6 und 4 Leutz) nun endgültig feststand, konnten wir uns auf den weiteren Weg machen - auch sehr zur Freude der “Jack Daniel’s“-Sympathisanten (Uwe & HB-Ulli), die das lustige Dosenöffnen intensivierten.
Aufgrund NRW-Ferienende lief die Hinfahrt aber nicht so zügig wie gewünscht und es ging auf Fünf Uhr zu, als wir auf die gut gefüllte Aachener Straße einbogen. Eigentlich hätte man noch “geschäftlich“ in’s FanHaus gemusst, doch das hatte diesmal zwingend zu warten, bzw. wurde “umorganisiert“, denn um Punkt 17.00 Uhr hatten wir uns vor der Geschäftsstelle Borussias einzufinden… Sohnemann hatte heute nämlich seinen “großen Tag“ und durfte als Einlaufkind “auflaufen“. Leidlich bewegte sich der Bully nur noch meterweise vorwärts, so daß Junior & Papa kurzerhand vorab bei roter Ampel ausstiegen und die letzten ca. 1.000-1.500 Meter per Pedes und im bekannten “Chief“-Laufschritt quer über die Wiese absolvierten. “Pünktlich“ mit 1 Minute Verspätung erreichten wir schließlich den Treff und der “Einsatz“ des kleinen Mannes war gesichert. Eine Stunde später um kurz nach Sechs konnte ich dann ein glückliches und begeistertes inderaugenpaar an gleicher Ort und Stelle wieder abholen und auch bei erwachsenen Leuten kann es durchaus ‘mal vorkommen, daß vor Rührung und Emotionalität die Stimme stockt und sich die Augenpartie benetzt. :-)
Das Spiel war natürlich schon angepfiffen worden und so liefen wir Zwei den kurzen Weg in die Nordkurve, um schnell die beiden von Attila “reservierten“ Stehplätze einnehmen zu können. So wurden wir Zeuge von ganz starken 70 Minuten unseres Teams. öln hatte über weite Strecken kaum Spielanteile, doch mit den uns sich bietenden Chancen gingen wir leider leichtfertig, gar verschwenderisch um. Das goldene Tor erzielte demnach auch kein Mitglied der Abteilung Attacke, sondern Defensivspezialist Nico Elvedi nach sehr feinem und zentimetergenau “gebogenen“ 25-Meter-Zuspiel über den Flügel von Ibrahimo Traore. Der Park bebte und jetzt galt es die Führung über die Zeit zu retten, denn bei uns machte sich allmählich der Kräfteverschleiß bemerkbar und die Gäste legten zu. Insbesondere Neuzugang Denis Zakaria wirkte zum Schluß ausgepumpt, doch er biß sich eindrucksvoll durch die letzten Minuten. Und auch Blitzeinkauf & Rückkehrer Raul Bobadilla trug mit seiner Einwechslung kurz vor Schluß (und seinem bekannten “Ballhalten-an-der-Eckfahne“) zum Gelingen bei. Es bleibt festzuhalten, daß wir es durch unsere vergebenen Tormöglichkeiten unnötig spannend machten. Fazit: Ein knapper aber hochverdienter Sieg, der Auftakt war geglückt.
Nach Spielende dauerte es sehr lange bis wir auf die Piste rollen konnten, aber egal, wir hatten gewonnen, das zählte.
Mit Ankunft in Twistringen zeigte das Uhrwerk amtliche 1.05 Uhr an. Beseelt vom Heimsieg und natürlich vom “in-den-Borussia-Park-Einlaufen“ an der Hand von Yann Sommer taperte man mit dem schlaftrunkenen Schulkind in’s Haus. Welch‘ ein Tag.

 DFB-Pokal 2017/2018: 1. Hauptrunde (11.08.2017)

Essen - Borussia   1:2 (1:0)

 

"In 3 Minuten Essen fertig gemacht, das schafft nicht 'mal McDonald's" (Spruch aus Solingen) ...wir sind eine Runde weiter - das war's dann aber auch schon mit dem Aufzählen der positiven Aspekte.
Wir haben gestern vielleicht nicht unverdient gewonnen, aber in jedem Fall arg glücklich. Essen kämpfte sich durch's Spiel und (!) erspielte sich 3, 4 Möglichkeiten; erzielte das Führungstor und mit unserer pomadigen Spielweise hechelten wir bis 10 Minuten vor Schluß dem Rückstand hinterher.

Abhaken, wir sind auch am Sonntag nächster Woche im Topf der Zweitrunden-Mannschaften, das zählt. Fakt ist aber auch, daß zum Bundesligaauftakt (ebenfalls am Sonntag um 18.00 Uhr) gegen Derbygegner Köln eine klare Leistungssteigerung erfolgen muß.

Tourbericht...
Ob man wollte oder nicht, die Saison begann wieder und hinter einem lag eine ausgiebige, 12wöchige erholsame Sommerpause. Dem Mammutprogramm der Serie 2016/2017 war es geschuldet, daß man auch gegen einen späteren Startschuß im Folgemonat September nichts einzuwenden gehabt hätte, aber die Vorfreude überwog schließlich doch. Daran war sicherlich auch das Pokallos beteiligt, bescherte es uns doch in der 1. Runde Rot-Weiß Essen, ein Auswärtsspiel an der Hafenstraße, Tradition pur.
Zunächst ging es um Viertel nach Drei mit dem Junior zum Treffpunkt Holdorf, der tatsächlich auf die Minute pünktlich (!) um 16.00 Uhr erreicht wurde - das wird sich in dieser Saison höchstwahrscheinlich nicht wiederholen… oder (?!). Unsere Bully-“Verabredung“ kämpfte sich derweil noch durch den Verkehr und traf mit “+20“ ein. An diesem Tag jedoch kein Problem, hatten wir doch reichlich Karenzzeit eingeplant. Nach dem Fahrzeugwechsel wurde schnell klar, daß Frauke bei unserer zufälligen “Väter & Söhne“-Mottofahrt (u.a. OL-Gerd mit Malte und WHV-Ole mit “Klein“-Thorge) irgendwie “deplatziert“ wirkte (*grins*).
Die Piste war - freitagstypisch - gut gefüllt, ließ aber ein einigermaßen zügiges Vorankommen zu, so daß wir bereits um sehr frühe 18.45 Uhr unsere endgültige Parkposition, sogar in Stadionnähe, einnehmen konnten, perfekt.
Der Treffpunkt für die Kartenverteilung wurde im Vorfeld auf “halb Acht am FpMG-Infomobil“ angedroht und erstaunlicherweise konnte diese Uhrzeit von mir auch eingehalten werden, Sachen gibt’s. Wie es dann aber immer so ist, einer muß der Letzte sein - und diese Person erschien auch erst 20 Minuten vor Spielbeginn, uncool.
Zuvor hatte man schon die erste Hauruckaktion der neuen Saison erfolgreich absolviert, denn eine Mitfahrerin hatte zwar den Platz im Bully gebucht, allerdings blieb Ihre Kartenbestellung per Mail als Entwurf in Ihrem ePostfach stecken und wurde nicht gesendet, oh man.
Man ließ sich jedoch nichts anmerken (schließlich hätten auch meine Aufzeichnungen fehlerbehaftet gewesen sein können), verteilte die Tickets souverän und profitierte davon, daß einen mittags noch ein Storno erreichte (Reduzierung von 2 auf 1). Doch diese Karte/n hatte ich frühmorgens bereits ausgeteilt, so daß abermals ein Treff organisiert werden musste. Geht’s noch komplizierter (?!), nein, eigentlich nicht… aaaber (!), es hat geklappt. Und das (!) zählt (*Hände-über-den Kopf-zusammenschlag*).
In’s Stadion gelang man schnell, jedoch war der Block insbesondere an den Aufgängen proppevoll und es dauerte bestimmt 10 Minuten bis man sich mit Sohnemann bis ganz nach oben “durchkämpfen“ konnte - und siehe da… wir ergatterten noch einen guten Platz und es war nicht der letzte in unserer Ecke.
Mit Anpfiff hielten wir das Tempo durchgängig hoch, doch baute Essen geschickt einen Abwehrriegel auf, so daß wir unser Spiel sehr in die Breite zogen und mit fortschreitender Spielzeit wurde unser Aufbau unpräziser und einfallsloser. Die Führung für die Gastgeber kam dagegen nicht richtig überraschend, der Treffer deutete sich zuvor bei 2, 3 Kontern schon an. Der Rückstand lähmte die Kreativabteilung und erst nach dem Wechsel berappelten wir uns. Mit der Aussicht auf eine (im günstigsten Fall) mögliche Verlängerung war man 20 Minuten vor dem Schlußpfiff mehr als hochgradig einverstanden, hätte einem jemand dieses “Angebot“ unterbreitet.
Doch dann wurde wider Erwarten kurzer Prozess gemacht und nach dem Spiel erreichte mich via Mobilfunk-Nachricht aus Solingen der Spruch “In 3 Minuten Essen fertig gemacht, das schafft nicht ‘mal McDonald’s…“ - tja, nochmal Glück gehabt.
Der Rückweg verlief entsprechend entspannt und “geräuschlos“ und bis auf Kutscher OL-Gerd nahm sich jeder der Mitfahrer eine kurze oder längere Auszeit in Form von Nickerchen bis Tiefschlafpausen.
Nach erfolgtem Umstieg in Holdorf erreichten wir um kurz vor Zwei Twistringen und nach zufälliger Audienz von "Oma" hieß es wenige Minuten später zuhause für den Junior einmal mehr "Zähneputzen, Klaps vor'n Mors und ab in's Bett".

 Bundesliga 2016/2017: 34. Spieltag (20.05.2017)

Borussia - Darmstadt   2:2 (0:0)

 

Das Spiel war irgendwie ein Spiegelbild der gesamten Saison: Fast alle Facetten vertreten, aber am Ende "unrund" - anders formuliert konnte man das Saisonfazit auch schon an anderer Stelle lesen... "intensiv und (oder besser gesagt/geschrieben aber) unvollendet".
Das Anspruchsdenken scheint gestiegen, daß kann man aus "old school"-Sicht nicht gutheißen, dennoch fehlte nach Ende der Bundesligasaison dieses eine einzige Pflichtspiel (in Berlin).

Objektiv gesehen beenden wir die Serie nicht unverdient auf dem 9. Platz, doch der Traum vom Pokalendspiel hätte man sich erfüllen müssen. Es soll gewiß nicht überheblich klingen, aber wenn Bayern und DO noch im "Topf" vertreten sind und wir ein Heimspiel gegen Frankfurt zugelost bekommen, dann muß man diese Chance einfach vollenden - ohne wenn und aber.  

Bis zum Schluß war auch in der Liga noch alles drin, doch Mainzer Schützenhilfe blieb aus und darüber darf man sich gar nicht mukieren, schließlich erledigten wir ja nicht 'mal unsere Hausaufgaben und gaben in der 90. Minuten den Sieg aus der Hand.

Die Sommerpause kommt jedenfalls allen Beteiligten gelegen, 51 Spiele in der Saison 2016/2017 sind ein fettes Brett gewesen, ohne Zweifel...

 

Tourbericht...

Der letzte Spieltag der Saison. Heimspiel gegen Darmstadt. Ein kleiner Funken Hoffnung, die mühsam gesparten Urlaubstage für ein paar schöne Europapokalspiele opfern zu dürfen. Dennoch merkte man den meisten Mitfahrern an, dass die Luft raus ist und die Sommerpause sehnlichst herbeigesehnt wurde.

Beim Einstieg in Lengerich war der Bus ungewohnt leer, da die Alfseefohlen einige Busplätze für den Rückweg reserviert hatten. Nach einigen kurzweiligen Gesprächen über die deutsche Musicallandschaft und Vergleichen zwischen der Dresdner Semperoper und der Hamburger Elbphilharmonie, kamen wir in Mönchengladbach an. Ein letztes Mal durfte der "Chief" seine Stadionhose anziehen und der Weg nach draußen erklommen werden. Vor dem Bus wartete bereits die "Sonnenbrillenfraktion" der Alfseefohlen und berichtete von der letzten Nacht. Insbesondere Fuzzies Darstellung wie er sich nach den geschätzten drei Bier in der Hotellobby weder an seine Zimmernummer, noch an den richtigen Namen seines Zimmernachbarns erinnern konnte, sorgte für den ein oder anderen Lacher.

Das Spiel passte zum Rest der Saison. Spielerisch überlegen, nach vorne zumeist ungefährlich, können die kleinen Gegner trotzdem einen oder mehrere Punkte einfangen. Dass dieses Mal ein Slapstiktor und Hellervolley den Darmstädtern einen Punkt bescherte, war auf Grund der Konstellation auf den anderen Plätzen nebensächlich. Platz 8 würde nur für den unwahrscheinlichen Fall, dass die UEFA "Raba" Leipzig wegen Verstößen gegen das Financial-Fair-Play von der Champions League ausschließen würde, reichen. Und wer glaubt schon, dass die UEFA sich gegen das Brauseimperium stellt? So können die Geißböcke in der nächsten Saison Europa bereisen, während wir uns mit dem bitteren, aber aus früheren Jahren sehr gut bekannten Platz vor dem Fernseher begnügen müssen. 

Auf dem Rückweg fielen die Alfseefohlen durch durchgängig im gar nicht so hellen Inneren des Busses und durch großartige Rechenkünste auf. Auf die Frage, ob das Rauchen im Bus weiterhin zehn Euro kostete, entgegnete der Chief, dass unser Mathegenie hier eine 0 anhängen solle. Wie dieser dann auf 150 Euro kam, wird wohl sein Geheimnis bleiben.

Ein letztes Mal verließen nach und nach die Mitfahrer den Bus in Richtung wohlverdienter Sommerpause. Ich wünsche hiermit allen Borussen eine besinnliche Sommerpause im Kreise der Familie und einen guten Rutsch in die neue Saison.

"MaBü"

 

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 Bundesliga 2016/2017: 33. Spieltag (13.05.2017)

Wolfsburg - Borussia   1:1 (0:1)

 

Die Luft war/ist ‘raus. Untrügliche Zeichen: Wir warteten lediglich mit der Fast-Minimalbesetzung von 3 Leutz auf und die Tourdetails wurden auch erst am späten Freitagabend festgezurrt. Natürlich war noch eine kleine Chance auf die Europapokalplätze vorhanden (Ränge 6 und 7), doch recht d’ran glauben mochte irgendwie keiner so richtig und man sehnte sich das baldige Saisonende herbei… zu enttäuschend knabberten die beiden folgenreichen “Pleiten“ zuhause (!) gegen Schalke (“UEL“-Achtelfinalrückspiel) und Frankfurt (Pokalhalbfinale) in einem.

 

(Fortsetzung folgt!)

 

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 Bundesliga 2016/2017: 32. Spieltag (06.05.2017)

Borussia - Augsburg   1:1 (0:0)

 

Versucht haben wir einiges, gelungen ist uns jedoch wenig. Und (gefühlte) 70% Ballbesitz müssen nicht zwangsläufig in eine überlegen geführte Partie münden, auch diese Erkenntnis konnte/musste man diesmal aus dem Borussia-Park mitnehmen.
Aber gerechterweise ist die über weite Strecken destruktive Spielweise der Fuggerstädter nicht vollends belohnt worden, denn mit der allerletzten Aktion in der 90. Minute "+4" (es folgte lediglich noch die Anstoßausführung, sofort im Anschluß ertönte der Schlußpfiff) erzielte der zuvor arg glücklose André Hahn den späten Ausgleichstreffer… in einem Spiel, welches typischen 0:0 -Charakter besaß.
So gab es nach diesem Spiel nur Verlierer, Augsburg (den Dreier vor Augen), die Elf von Dieter Hecking (trotz “last-minute“-Punktgewinn verständliche Enttäuschung ob der Ausbeute und gezeigter Leistung) und zu “guter“ letzt auch das Publikum, also wir: Ultraorientierte Gruppen machten von ihrem “Mitmachverweigerungsrecht(?!)“ Gebrauch, die restliche Nordkurve mühte sich zunächst redlich, resignierte aber nach dem Rückstand und von den Sitzplatzgeraden gellten Pfiffe, fertig war/ist die gefährliche Gemengelage, welche die Öffentlichkeit genüßlich ausschlachtete, wir haben selbst Schuld. Diesen Frust wieder einzufangen ist nun kurzfristig unsere vordringlichste Aufgabe, "viel Spaß".
Dennoch ist Platz 7 und somit die kleine Chance auf Europa (bei einem Pokalsieg der Gelben) nicht nur realistischer Natur. Auf Schützenhilfe sind wir angewiesen, aber Voraussetzung ist natürlich erstmal ein Auswärtssieg in Wolfsburg, haben wir in all den Jahren nur zweimal geschafft. Somit bleibt zu befürchten, daß wir am Samstag unsere "Hausaufgabe" nicht erledigt bekommen - und dann brauchen wir auch nicht mehr auf andere Plätze/Ergebnisse gucken...   :-(

 

Tourbericht...

Samstag, 15.30 Uhr - der Gegner hiess Augsburg. Keines der Spiele, die einen zu Freudensprüngen bringen würden, doch das Wetter spielte mit und euphorisierte und motivierte uns dann doch.

Der Startschuss fiel für mich 'mal wieder als erstes - und zwar in Wilhelmshaven, sodass die Fahrt um 07.45 Uhr begann. Die erste Abholstation war dann Sandkrug, ehe wir den diesmaligen Luxusliner (!) in Holdorf Richtung Mönchengladbach erreichten. Die üblichen Stationen wurden ebenfalls angefahren, sodass wir den Bus in Münster komplettierten.
Der neue Bus wurde von einem bis dahin unbekannten Busfahrer gesteuert, den wir gerne wieder buchen würden - sowohl Gefährt als auch Fahrer.  :-)
Pünktlich um ca. 13.45 Uhr erreichten wir dann den Borussia-Park. Es wartete eine stimmungslose, jedoch sehr sonnige Nordkurve auf uns; für einige zu sonnig. So verfolgten wir dieses Mal das Bundesliga-Spiel ganz entspannt aus dem Oberrang. Nach dem Schlusspfiff stellten wir jedoch fest, dass diese Partie die Bezeichnung "Bundesliga-Spiel“ eher weniger verdiente.
Schwache Gäste spielten gegen eine schwache Heimmannschaft, die es in den regulären 90 Minuten nicht schaffte ein Tor zu erzielen. Hier kommt wohl mehr Unvermögen als Pech hinzu, wenn man eine Situation von Jonas Hofmann betrachtet, der freistehend nicht in der Lage war den Ball aus 6-7 Metern im Netz unterzubringen.

Es gab nur sehr wenige "Highlights“: Eine Parade von Yann Sommer kurz vor der Halbzeit, das 0:1 der Gäste durch Finbogasson und der sehr, fast "zu" späte Ausgleichstreffer zum 1:1 durch André Hahn in der 4. (!) Minute der Nachspielzeit.
Diesen Punkt nehmen wir gerne für das Schneckenrennen um die internationalen Plätze mit, auch wenn wir sicher nicht in der besten Position sind.

Die Rückreise war doch wieder sehr belustigend, denn auch hier wurde das eine oder andere Schnäpschen ausgeschenkt. So verging auch die Heimreise relativ zügig und wir kamen gegen 22.15 Uhr in Holdorf und ich schlussendlich um 23.45 Uhr in Wilhelmshaven an.

 

Grüße, "WHV"-Thorge

 

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 Bundesliga 2016/2017: 31. Spieltag (29.04.2017)

Mainz - Borussia   1:2 (0:1)

 
Nach der bitteren Enttäuschung von Dienstag standen die Zeichen ganz klar auf Niederlage, so zumindest die "Denke" der meisten Mitgereisten. Nur ein kleiner Teil der Leutz rechnete mit einer - positiven - Reaktion auf das Pokalaus, doch diese Optimisten sollten mit ihrer Vermutung/Einschätzung Recht behalten, erfreulich.
Selten hat man allerdings eine so schwache Mainzer Mannschaft gesehen, was aber keineswegs die Leistung unserer Junx nach der kräfte- und nervenzehrenden Partie vom Dienstag abwerten soll.
 
Tourbericht...
unter dem motto "irgendwie muß es ja weitergehen...",machten wir uns 4 tage nach dem desaströsen pokalhalbfinalaus gegen frankfurt auf dem weg nach mainz.
für mich ging es wieder mit dem zug ab hannover via osnabrück nach lengerich.leider ohne stop in "gleis 3".der straffe zeitplan ließ es diesmal nicht zu.
als der bulli an der autobahnmeisterei ankam,die türen aufgingen,blickte ich in viele ratlose,ja fast traurige gesichter.
ich glaube niemand,mich eingeschlossen,hatte dieses pokalaus auf der rechnung bzw. auch nur ansatzweise verarbeitet.
was mich betrifft,ich hatte am tag danach frühschicht und mußte mich wirklich aufraffen,um irgendwie zur arbeit zu kommen.sicherlich gehen die wenigsten gerne zur arbeit,aber diesmal war ich echt drauf und dran mich krank zu melden.die ganze nacht nicht gepennt,alle szenarien dieses spiels immer und immer wieder durchgekaut.ohne ergebnis.wie auch?
aber,wie oben bereits erwähnt,es mußte ja irgendwie weitergehen...also schlich ich mich am ende doch zu meinem arbeitsplatz.was blieb mir auch anderes übrig?! so oder so ähnlich ging es am mittwochmorgen sicherlich vielen borussenfans! naja,auf ging's nach mainz.
die stimmung im bulli?ging so.alle hatten noch am spiel zu nagen und so kam erst nach und nach bessere stimmung auf.was wahrscheinlich am alkohol lag! :-)
relativ unspektakulär verlief dann auch  die hinfahrt. der spruch des tages kam dann noch von OL-Jens.frage an den fahrer:" für wann ist denn die obligatorische panne eingeplant?"antwort vom fahrer:"frühestens rückfahrt!"
man wollte ja schließlich noch ein bißchen fußball schauen! :-)
gegen halb drei erreichten wir dann schließlich den gästeparkplatz. vom organisatorischen wirklich top dieses plätzchen.abgeschirmt vorm restlichen mob,toiletten,bratwurst-/bierbude,der fantruck und ca. 3 min. bis zum gästeblock.was will das fußballherz mehr?
vom spiel erwartete ich absolut gar nichts.ich dachte wirklich,das wir mit wehenden fahnen untergehen. ich hatte mich getäuscht.unsere borussia machte ein richtig gutes auswärtsspiel,geschuldet allerdings auch dem sehr schwachen auftritt der heimmannschaft.egal.zur pause stand es verdientermaßen 0:1 aus unserer sicht.lars stindl hatte keine probleme,das leder nach einer tollen vorarbeit von nico schulz (der junge machte ein richtig geiles spiel) über die linie zu drücken.perfekt.
kurz nach dem seitenwechsel erzielte nico dann mit einem äußerst sehenswerten treffer das 0:2.das mußte doch für drei punkte reichen oder etwa nicht? bei unserem team wurden im verlauf der 2. halbzeit nach und nach die beine schwerer und die mainzer kamen dadurch natürlich besser ins spiel. erst fiel das anschlußtor und dann war zittern angesagt.
aber mit etwas glück und geschick brachten wir die knappe führung über die zeit und sicherten uns somit 3 wichtige punkte für den saisonendspurt! dieser auswärtssieg war balsam für unsere geschundene fußballseele,allerdings kaschiert er mitnichten das pokalaus. es tat halt mal wieder gut und somit waren die europaplätze in greifbare nähe gerückt.
direkt nach dem spiel machten wir uns auf den weg zu unserem bulli um zügig den gästeparkplatz verlassen zu können. aus welchem grund auch immer ließ die polizei das tor geschlossen und niemand konnte "fliehen"! :-) sei's drum.irgendwann ging es dann los und wir fuhren der untergehenden sonne entgegen gen heimat.
die stimmung während der rückfahrt war wesentlich lockerer,hatten wir uns verdient.das ein oder andere kaltgetränk  wurde genossen und unser fahrer kutschierte uns sicher und ohne  probleme über den asphalt.recht zügig erreichten wir gegen 21.30 uhr lengerich.das war mal schnell! für mich endete die fahrt um 10.30 uhr am nächsten tag in hannover.
der saisonendspurt hat begonnen,getreu dem motto:"irgendwie muß es ja weitergehen...!"
 
over and out,wittig aus hannover.
 
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 DFB-Pokal 2016/2017: Halbfinale (25.04.2017)

Borussia - Frankfurt   1:1 (1:1, 1:1) n.E. 7:8

 

Berlin? Gestrichen! Nach unserem Pokalsieg 1995 sind mittlerweile 22 Jahre in’s Land gezogen und auch deswegen war die Sehnsucht so unglaublich groß, dieses Halbfinale unbedingt zu gewinnen.

Heimspiel, kein Bayern oder DO als Gegner, sondern mit Frankfurt eine Mannschaft auf berühmter Augenhöhe, die im heimischen Borussia-Park schlagbar sein sollte, zumal die Gäste vom Main in der Rückrunde einen üppigen Negativlauf vorzuweisen hatten (3 Punkte aus 10 Spielen). Doch ausgerechnet am vergangenen Wochenende konnte Frankfurt erstmals wieder eine Bundesligabegegnung gewinnen, während wir uns gegen Dxxx(ort)mund erfolgreich um die Statistenrolle in dieser Partie des 30. Spieltags bewarben.
Kann man dem Team einen Vorwurf machen (?!), ja, bedingt. Denn die 1. Halbzeit verfolgte die Heimmannschaft fast teilnahmslos; Kinobesucher sind jedenfalls involvierter im Film, als ein Großteil der Spieler in den ersten 46 Minuten. Doch ein (!) gelungener Spielzug in der 2. Spielminute der Nachspielzeit der ersten Hälfte brachte uns unverhofft hoch Drei wieder in’s Spiel zurück, auch wenn es höchst unverdient war, egal. Jonas Hofmann küsste mit seinem Ausgleichstreffer die Zuschauer wach und fortan waren wir nicht nur körperlich, sondern auch geistig auf dem Platz. Nach dem (ersten) Seitenwechsel rißen wir das Spiel jedenfalls tatsächlich an uns, ohne jedoch zwingend Torgefährliches zu produzieren. Der Schlüssel der Niederlage liegt vermutlich in der ersten von 4 “Halbzeiten”, wir hätten von Beginn an Präsenz zeigen und uns das Frankfurter Spiel vom Hals halten müssen - so wäre die Entscheidung vom Punkt wahrscheinlich vermieden worden, alles prophylaktisch. 
Vielleicht wollten die Hessen den Sieg aber auch mehr als wir, zumindest schöpften sie ein breiteres Repertoire aus, daß auch Spielverzögerungen, Zeitspiel und theatralische Einlagen umfasste - es wirkte engagierter. Das Pokalendspiel bleibt unerreichbar für uns.
Frankfurt hatte im laufenden Pokalwettbewerb einmal mehr das Glück für sich gepachtet, zum 5. Mal im 5. Spiel... in Magdeburg und gegen Ingolstadt Elfmeterschießen, in Hannover ein gehaltener Elfmeter in der Nachspielzeit, gegen Bielefeld war der Zweitligist klar tonangebend und jetzt im Halbfinale einmal mehr Sieger der Strafstoßlotterie. Im Finale dürfte dieser “Flow“ aber ein Ende finden, denn der Endspielgegner ist ein ganz anderes Kaliber - für uns jedoch nur ein ganz, ganz schwacher Trost, wenn überhaupt und eigentlich gar kein Trost. Zumal wir in voller Besetzung gegen beide möglichen Gegner eine (wenn auch kleine) Chance gehabt hätten… dennoch, das wissen wir jetzt leidlich, eine Mülleimer-Prognose, da Berlin für uns Science-Fiction bleibt.
Personell kriechen wir fast auf dem Zahnfleisch… die Stammspieler Raffael, Tony Jantschke, Christoph Kramer, Fabian Johnson, Thorgan Hazard, dazu Marvin Schulz und Mamadou Doucouré fallen mittel- bis langfristig aus. Und seit Dienstag hat sich unser Lazarett auch noch um Oscar Wendt erweitert, Scheiße. Das traurigste “Kuriosum“ in dieser Beziehung aber stellt Josip Drmic dar, er verletzte sich am Samstag beim Aufwärmen (!), ohne Worte. Unserer Nr. 9 droht sogar das Karriereende.
Irgendwie scheint das häufige Vergeigen wichtiger Spiele Teil unserer Vereins-“DNA“ zu sein. Summa summarum haben wir jetzt unser 4. Halbfinale in Folge verloren (zuvor 2001 U.Berlin, 2004 Aachen, 2012 München) und am Folgetag erwischte man sich sogar dabei, sich auszumalen, wenn unser VfL gelegentlich ‘mal Erfolge a la “Stern des Südens“ vorweisen würde. Handgestoppte 2 Sekunden später verwarf man aber energisch und voller Überzeugung diese abstrusen Gedankenspiele, denn das (!) ist Borussia - wir (!) sind Borussia.
(*sing*) “…und auch wenn wir verlieren, dann steh’n wir auf, peitschen Dich nach vorne, nehmen alles in Kauf… [Nordkurve]“ - und wir werden (!) wieder aufstehen. Vielleicht nicht an diesem Wochenende, aber wir werden wieder aufstehen (!). “Denn es geht nie vorüber… [Tote Hosen]“!

 

 

Tourbericht (folgt...)

 

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 Bundesliga 2016/2017: 30. Spieltag (22.04.2017)

Borussia - Dxxx(ort)mund   2:3 (1:1)


“Andere“ Spieler, die gegen ihren neuen Verein spielen, erzielen 2 Tore (03/2013; Kruse mit Freiburg), bei uns dagegen wird ein Elfmeter verursacht (der noch nicht ‘mal einer war… zwar nur knapp vor der Strafraumlinie, aber eben außerhalb des 16ers) - wobei jetzt fast unter den Tisch gefallen wäre, daß jener Max Kruse auch für uns gegen “seine“ zukünftigen Wolfsburger traf (04/2015; 1:0, 90. Minute).
Unterm Strich eine verdiente Heimniederlage (*seufz*). Die Gäste störten unser (versuchtes) Aufbauspiel empfindlich und liefen unsere Verteidiger sehr früh an, das schmeckte uns gar nicht und fast folgerichtig kassierten wir in der Anfangsphase auch den ersten Gegentreffer. Unsere vollkommen überraschende und wenig verdiente Führung dagegen lässt sich mit eigener Klasse nur sehr schwerlich erklären, vielmehr war der glückliche Doppelschlag der gelben (leider nur temporären) "Dusseligkeit" geschuldet. Doch man ahnte förmlich, daß das Spiel ein weiteres Mal - und diesmal in die verkehrte Richtung - gedreht werden würde… und so geschah es auch, zu schlecht nämlich war unser Auftritt an diesem 30. Spieltag.
Im Kampf um Platz 7 (von Rang 6 wagt man ja nicht ‘mal mehr zu träumen) geraten wir am zweiten Wochenende hintereinander erneut in’s Hintertreffen und es scheint als würden die anderen Vereine die “UEL“-berechtigten Plätze unter sich (und ohne uns) ausmachen. Um im Schlußspurt der letzten 4 Spieltage dementsprechend gegensteuern zu können hilft augenscheinlich wohl nur noch eine Serie von ungeschlagenen, im äußersten Idealfall eine Serie von gewonnenen Spielen.
Doch zunächst einmal steht morgen eines der wichtigsten Spiele der ersten Jahreshälfte 2017 an und ich will hoffen, daß wir uns das nächste Mal auf diesem Kanal nicht (!) mit dem bekannten Ausspruch von Trainerlegende Lülü Favre (“…vergessen Sie mir Hrgota nicht!“) melden müssen.

Tourbericht (folgt...)

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 Bundesliga 2016/2017: 29. Spieltag (15.04.2017)

Ho"pp"enheim - Borussia   5:3 (2:2)

 

Ärgerlich dieses Spiel zu verlieren. Wir befanden uns zwar zweimal auf der Verliererspur, kamen jedoch jeweils wieder in's Spiel zurück (2:2 -Ausgleich, 4:3 -Anschlußtreffer), um anschließend den finalen 5. (!) Gegentreffer zu kassieren.

Ein "Wort" zum Schiedsrichter, das schlechteste was man in diesem Kalenderjahr bisher vor die Augen bekam, selbst unser "UEL"-SR im Schalke-Heimspiel hat nicht so schlecht gepfiffen, Aber die Schuld an der Niederlage trägt dieser Heiopei nicht, diese Pleite haben wir ganz alleine hinbekommen.
Da Berlin, Freiburg, Köln und Frankfurt ebenfalls verloren, ist gestern nicht allzuviel passiert. Allerdings ist nun wieder ein Spieltag weniger zu absolvieren und sowohl Schalke, als auch Bremen (!) können uns am heutigen Sonntag noch überholen (*Hände-über-den-Kopf-zusammenschlag'...*).

 

Tourbericht...

Nun, da musste man an diesem Ostersamstag mal wieder zu den Hoppelheimern nach Sinsheim reisen. Der neun Personen fassende Bulli rauschte diesmal ohne Start Stop Schwierigkeiten durch den Asphaltdschungel und an der Ziellinie konnte sogar für ein geringes Entgelt die Parke direkt vor der Gästekurve benutzt werden. Genial, aber dadurch konnte leider nur das nicht gerade leckere Stadionmenue zu sich genommen werden. Das brachte den ersten Tiefschlag an diesem Nachmittag. Denn nachdem wir uns in die verbaute Gästekurve gezwängt hatten, entwickete sich für den Aussenstehenden ein Spektakel auf dem satten Grün. Nur für die Leutz, die es mit der wahren Borussia halten, mussten eine üble Niederlage hinnehmen, wie schon so oft beim diesem Operettenclub.

Hoch effektiv legten uns die Hoppabhängigen zwei faule Ostereier ins Nest. Danach konnten unsere Jungs mit einem Kraftakt den Ausgleich herstellen. Aber nachdem in der zweiten Hälfte der mögliche Führungstreffer versemmelt wurde, lümmelten die Gastgeber dem Yann Sommer wieder zwei Dinger ins Gehäuse. Mit viel Kampf fiel sogar wieder der Anschusstreffer, jedoch legten die Hoppelheimer am Ende den fünften nach und der Quark war gegessen. Unfassbar, 3 Tore auswärts gemacht und keinen Punkt mitgenommen, Übel..Übel.

Die Abreise von der ungeliebten Rummsbude verlief recht zügig. Um 1/4 vor 6 waren wir wieder mit dem Blechkasten auf der Bahn Richtung Heimat. Noch eben Höhe Frankfurt den Schalker Mannschaftsbus auf der Gegenfahrbahn weggewunken, der sich wohl schon auf dem Weg zum Match nach Darmstadt befand und in Rekordzeit steuerte Jan den Hol- und Bringepoint in Lengerich an.

Vielen Dank nochmals für die Hingabe, den ganzen Hin- und Rückweg alleine gemeistert zu haben. Na dann können wir 'mal so richtig gespannt sein, wie demnächst im Circus der Träume gespielt wird...

 

"Hut"

 

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 Bundesliga 2016/2017: 28. Spieltag (08.04.2017)

Köln - Borussia   2:3 (1:1)

 

Ein ebenso wichtiger, wie hochverdienter Derbyauswärtssieg - in erster Linie für die Tabelle, aber natürlich auch für's Prestige. Bis zur 80. Minute stand der Aufwand auf dem Rasen jedoch in einem krassen Mißverhältnis zum 2:2 -Zwischenstand auf der Anzeigetafel. Doch nachdem sich zuvor schon Jannik Verstergaard und Ibrahima Traoré in der Derby-Torschützenliste verewigt hatten, stellte Lars Stindl die Weichen endgültig auf Sieg, geil.

Damit ebnete er unwissend auch den ersten "Eiiin Grabstein"-Gesang im "WTT"-Bus nach Monaten, weiter so...

Tourbericht...

Endlich war es wieder so weit, Derbytime. Nach wochenlanger Vorfreude hatte man nun endlich die Chance, den Kölnern nach der extrem unnötigen Pleite in der Hinrunde zu zeigen, wer die Nummer Eins am Rhein ist und es auch bleiben wird. Der Punkt in Frankfurt und der hochverdiente Sieg gegen die Hauptstädter, ließen uns mit einem Sieg in Köln wieder an den Plätzen schnuppern, die für das internationale Geschäft berechtigen.

Um 09:10 Uhr fuhr „Taxi-Daniel“ mit JuliBo auf der Rückbank vor und gut 20 Minuten später, durfte der Bus mitsamt einigen Kisten Pils geentert werden. Ab Raststätte „Münsterland“, konnte der Bus dann auch logischerweise ausverkauftes Haus vermelden. Nach dem üblichen Mist, der durchgehend von sich gegeben wird, erreichten wir den Parkplatz in Köln überpünktlich knapp 2 Stunden vor Anpfiff. Wie immer fragte man sich, welcher Vollidiot sich diesen Parkplatz im Wald ausgedacht hat. Absolut bundesligauntauglich. Anders als in den Jahren zuvor, konnte man dieses Mal völlig entspannt über die Jahnwiesen in Richtung Gästeblock marschieren. Keine pöbelnden Kölner, die einem den Weg zum Stadion zu einem Spießrutenlauf machen. So geht’s also auch!

Auf dem Platz konnte unsere Elf vom Niederrhein von Beginn an zeigen, wer klarer Chef im Hause ist und das es nur einen Sieger geben konnte. Nach 15 Minute rastete der Gästeblock bei gefühlten 30 Grad zum ersten Mal komplett aus, nachdem Abwehr-Riese Vestergaard eine Ecke mit dem Kopf ins Tor wuchtete. Knapp 5 Minuten später klingelte es leider bei uns im Kasten, als Modeste seinen Kollegen Clemens mit einem Zuckerpass auf die Reise schickte und dieser ohne Probleme das Leder versenkte. Bis zur Halbzeit waren wir dann die klar bessere Mannschaft. Spielerisch, läuferisch und vor allem Kämpferisch überzeugte die Macht vom Niederrhein. In Halbzeit 2 ging es ähnlich weiter. Knapp 10 Minuten nach Anpfiff durfte sich der endlich wieder genesene Ibo Traore als Torschütze feiern lassen. Nach verunglückter Flanke (??) sah Sportsfreund Horn im Tor der Kölner gar nicht gut aus und so musste der Keeper ein 2. Mal hinter sich greifen. Leider hielt die Führung diesmal nur 3 Minuten, da zeigte Sturmtank Modeste seine ganze Klasse. Nach Freistoß hämmerte er den Ball per Direktabnahme unhaltbar an Sommer vorbei in's Tor. Unsere Mannschaft spielte aber völlig unaufgeregt weiter und in der 80. Minute eskalierte der Gästeblock ein 3. Mal. Nach Pfostenschuss von Drmic stand Stindl genau richtig und schoss das Leder zum Endstand ins Netz. Starke Leistung der Mannschaft, der man jede Sekunde auf dem Platz anmerkte, dass sie den Derbysieg unbedingt wollte.

Nachdem die Mannschaft gebührend gefeiert wurde, ging es auch wieder ohne besondere Vorkommnisse in Richtung Bus. Nach etlichen Bierchen und ordentlicher Feierei auf der Rückfahrt, erreichte man gegen 21:30 Uhr wieder den “Motorpark“ in Lohne/Dinklage. Geiler Tag, Derbysieg!!

VEC-Jan

 

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 Bundesliga 2016/2017: 27. Spieltag (05.04.2017)

Borussia - Berlin   1:0 (1:0)

 

Ein wichtiger Sieg, sonst hätten wir den Blick ausschließlich nach unten richten müssen. Diese Gefahr ist weiterhin nicht gebannt, aber die Ausgangssituation hat sich leicht verbessert. Mittlerweile haben wir jedenfalls wieder 7 Punkte Vorsprung vor Relegationsplatz 16 - und 2 Punkte Rückstand zum 7. Rang, der für die 3. “UEL“-Qualifikationsrunde reichen würde (es warten vornehmlich exotische Gegner und Gegenden), wenn sich der DFB-Pokalsieger in der Abschlußtabelle unter den ersten sechs Teams befinden sollte… hätte, wenn und aber - Zukunftsmusik, wenn überhaupt für uns.
Gegenüber dem Spiel in Frankfurt zeigten wir gestern Abend zum Glück in allen Mannschaftsteilen eine Steigerung. Der Dreier war verdient, wenngleich die Chancenverwertung arg zu wünschen übrig ließ. Lediglich Startelfdebütant Laszlo Bénes konnte nach einer Viertelstunde den Ball im Berliner Gehäuse unterbringen. Der Slowake spielte stark auf, agierte dynamisch, war auf dem Feld für einen Neuling sehr präsent und nährt mit seinem Auftritt die Hoffnung, daß er vielleicht in Dahoud’s “6er“-Position ‘reinwachsen kann/wird.

 

Tourbericht...

Wir waren es ja schon gewohnt unter der Woche zu spielen, doch dieses mal war es weder die Euro League, noch der DFB-Pokal. Es ging um's Kerngeschäft - die Bundesliga. Es wartete der Hauptstadtklub Hertha BSC Berlin.

Die Reise begann für mich wie gewohnt als erstes, ehe dann die übliche Abholstation in Varel angefahren wurde. Zu Zweit machten wir uns 40 km weiter auf den Weg nach Sandkrug, um das KFZ und den Fahrer/die Fahrerin zu wechseln. Vollbesetzt war das Auto dann in Holdorf, sodass wir uns zu Fünft auf den Weg zum BORUSSIA-Park machen konnten.

Zwei, drei kleine Staus konnten uns nichts ausmachen, denn wir hatten scheinbar die Mutter von Sebastian Vettel am Steuer sitzen. Wir kamen also rasch durch und konnten ca. 45 Minuten vor Anpfiff das Stadion erreichen. Noch ein paar Worte mit den bekannten Gesichtern im Block ausgetauscht, ging es auch schon Richtung Anpfiff.

Zwei Überraschungen waren dann noch zu bestaunen: Raffael fehlte mal wieder; doch nicht verletzt. Er war wohl bei seiner Familie im Krankenhaus, die zusammen auf die Geburt seiner Zwillinge wartete. Die zweite Überraschung war dann wohl noch größer: László Bénes spielte von Anfang an. Es war gleichzeitig sein Startelf-Debüt, das später noch ein ganz besonderes für Ihn werden sollte.

Anpfiff! Nicht einmal eine Minute gespielt, lief Jonas Hofmann auf das gegnerische Tor zu, legte auf den mitgelaufenen Thorgan Hazard, der dann aber noch von einem Berliner Verteidiger am Einschuss gehindert wurde. Es ging schon mal gut los für unsere Borussia. Die Anfangsphase gehörte ganz klar uns Hausherren. Nach einer weiteren Chance setzten dann auch die Gäste das erste Mal ein Ausrufezeichen, sie konnte die Torgelegenheit jedoch zum Glück nicht nutzen.

Es dauerte dann bis zur 16. Minute, ehe Gladbach dann eine der bis dahin schon zahlreichen Chancen nutzen konnte. Der eingangs erwähnte Bénes schloss aus 25 Metern mit einem satten Linksschuss ab und traf aus Torwartsicht links unten. Nicht unhaltbar aber egal - 1:0! Bis kurz vor Ende der ersten Halbzeit häuften sich die Chancen noch auf beiden Seiten. Esswein hatte die XXL-Chance zum Ausgleich für Berlin, doch verzog er den Ball um einen halben Meter am Tor vorbei. Kalou setzte dann noch einen Freitsoss an die Latte, bei dem Yann Sommer keine Möglichkeiten zur Verhinderung gehabt hätte.

Die zweite Halbzeit begann genauso wie die erste. Hofmann konnte zweimal den Keeper von Hertha bezwingen, doch es standen beide Male ein Pfosten im Weg.

Dann wurde es in der 76. Minute nochmal stimmungsvoll - "Ibo“ Traore gab sein Comeback und wurde entsprechend (frenetisch) empfangen.

In der Nachspielzeit mussten wir dann noch einmal schwer durchatmen, denn Valentin Stocker hatte nochmal eine Gelegenheit, setzte die Kugel jedoch nur an das Aussennetz. Nachdem Hofmann die letzte Konterchance vergab, war dann auch Feierabend. Ein ganz wichtiger Dreier für Borussia, die somit wieder auf Platz Neun kletterte.

Mit gutem Gefühl machten wir uns dann wieder auf den Weg zurück gen Norden. Die Strecke ohne große Zwischenfälle zurückgelegt, kamen wir gegen 1:00 Uhr nachts in Holdorf an, luden zwei Mitfahrer/Mitfahrerin aus und waren schlussendlich um ca. 2:30 Uhr wieder zuhause... eine erfolgreiche Tour in der "englischen Woche“.

 

Grüße, "WHV-Thorge“

 

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 Bundesliga 2016/2017: 26. Spieltag (01.04.2017)

Frankfurt - Borussia   0:0

 

…puuh, unter‘m Strich ein glücklicher Punktgewinn, auch wenn man sagen muß, daß wir - in Bezug auf die Halbfinalpartie Ende des Monats - vor Frankfurt keine Angst haben müssen, die Hessen vor uns allerdings auch nicht… das bezeugen die zwei torlosen Remis der Hin- und Rückrunde.
In der 1. Halbzeit zogen wir keinen Hering vom Teller. Besser lief es erst nach der Pause, wir nahmen aktiv am Spielgeschehen teil - und reagierten nicht nur mehr. Eine starke Reaktion dagegen von Yann Sommer in der 76. Minute, als er (im “gefühlten“ 30. Versuch) seinen ersten Ligaelfmeter bravurös abwehrte (zuvor hielt der Schweizer lediglich 1 Strafstoß, im Pokalviertelfinale in Bielefeld… diese Wahrnehmung ging jedoch, aufgrund unseres damaligen Ausscheidens, fast gänzlich unter). Unser Keeper war sowieso der Mann des Abends/Spiels. Er hielt uns mit einer Vielzahl an Paraden im Spiel und ließ uns wenigstens diesen einen Punkt vom Main mitnehmen.
Durch die Einwechslung von Patrick Herrmann (für Jonas Hofmann, der total “von der Rolle“ war) kam frischer Wind in unsere Angriffsbemühungen über die rechte Seite und unsere Nr. “7“ trug mit seinem engagierten Auftritt dazu bei, unseren Punktgewinn zumindest ein büschen mehr zu rechtfertigen. Potential hat Herrmann fraglos und auch seine Qualitäten sind bekannt, das muß er aber auch regelmäßig zeigen/abrufen… so kann’s für ihn jedenfalls sehr gerne weitergehen, man will seine Leistung ja nicht ständig kaputtkritisieren (müssen?), oh wei.

 

Tourbericht...

für mich stand an diesem samstagmorgen eine premiere auf dem programm... das erste mal mit dem bulli zu einem auswärtsspiel über lengerich, bisher hatte ich immer das glück irgendwo in hannover aufgelesen bzw. auch wieder aus-/abgesetzt zu werden.
da das spiel erst um 18.30 angepfiffen werden sollte und frankfurt nicht in timbuktu liegt, hatte ich also genügend zeit mein erstes reiseziel zu erreichen. einen kurzen abstecher in "gleis 3" gemacht (Anmerkung der Redaktion: "Prost"!), kurz auf ralf gewartet, ging es danach mit dem taxi zum eigentlichen abfahrtspunkt und mit leichter verspätung und 9 leutchen an bord ging es dann nach frankfurt.
die hinfahrt - bei bestem wetter und gekühlten getränken - verlief äußerst reibungslos und gegen 16.15 uhr erreichten wir schon den gästeparkplatz der frankfurter commerzbank arena. glücklicherweise konnten wir auch ein schönes plätzchen direkt am ausgang ergattern, in der hoffnung frühzeitig den parkplatz verlassen zu können um auf die piste zu kommen. doch manchmal liegen wunsch und wirklichkeit weit auseinander... dazu aber später mehr! mit einer leckeren bratwurst gestärkt ging es schließlich in's stadion.
unter der woche wurde zwar klargezogen, dass dahoud nach doofmund wechselt aber am heutigen samstag hat dann schließlich maxi eberl ein positives ausrufezeichen in form einer vorzeitigen vertragsverängerung gesetzt. sollte das der mannschaft im saisonendspurt vielleicht noch einmal zusätzlichen rückenwind geben?! es liegen ja noch einige wichtige spiele in naher zukunft vor uns!
zum spiel. von rückenwind konnte man in den gesamten 90 minuten nichts spüren. unsere mannschaft wirkte lethargisch, mutlos und ohne jegliches selbstvertrauen. hinten unsicher und nach vorne harmlos.
nur dank eines yann sommer konnten wir den frankfurtern einen punkt klauen, der mitnichten verdient war. unser goalie zeigte 2, 3 top-paraden und hielt zudem noch einen elfmeter (85.). das war nicht der einzige punkt, den sommer uns fast im alleingang gerettet hat. er ist schon seit wochen in bestechender form und wieder ein absolut sicherer rückhalt für uns! fazit: viel glück und ein starker keeper sichern uns einen punkt, mehr war heute beileibe nicht drin...
getreu dem motto von favre, wenn man sieht, dass es nicht läuft, muß man wenigstens versuchen ein pünktchen zu ergattern. das haben wir getan und deshalb sind wir auch nicht allzu enttäuscht direkt nach spielende zum bulli gestratzt!
um wie oben schon erwähnt zügig weg zu kommen... doch leider hat uns die geschwächte autobatterie einen strich durch die rechnung gemacht und ohne aufgeladene batterie läßt sich leider kein gefährt der welt bewegen, bzw. starten.
das entsetzen war erstmal groß und somit mußten lösungsvorschläge her. ohne überbrückungskabel ging leider gar nichts. also haben wir uns auf dem parkplatz verteilt und fast alles angelabert, was da 'rumlief/-fuhr. selbst die polizei...
am ende haben uns frankfurtfans geholfen, den parkplatz verlassen zu können. zumindest haben sie uns ihr kabel geliehen und ihren wagen vorgefahren, um unseren bully vom starten zu überzeugen. sehr löblich und wahrlich nicht selbstverständlich, respekt!!
auch nicht unerwähnt soll bleiben, dass uns auch der mitgereiste gladbacher ordnungsdienst und ein unbekannter busfahrer mit rat und tat zur seite standen. danke schön!  :-)
mit ca. 30 minuten verspätung konnten wir uns dann letztendlich auf den heimweg machen. wir hatten mit schlimmeren gerechnet.
auch die rückfahrt verlief ohne probleme, doch bei den pieselpausen haben wir sicherheitshalber den motor laufen lassen!  :-)
dank eines tollen radiosenders ("HR3") und deren mottoshow hatten wir auch noch eine recht lustige rückfahrt! ein hit der 80er jagte den nächsten und es wurde sogar teilweise mitgesungen und geschunkelt... und bei dieser mucke natürlich auch über die "gute alte zeit" sinniert, hat spaß gemacht.
doch jede fahrt hat auch mal ein ende und somit erreichten wir gegen 1.00 uhr lengerich.für mich war die tour dann am nächsten tag gegen 11.00 uhr zu ende, als ich heimischen, niedersächsischen boden betrat!
 
bis zum nächsten mal... wittig aus hannover.
 
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 Bundesliga 2016/2017: 25. Spieltag (19.03.2017)

Borussia - München   0:1 (0:0)

 
Nach dem Europapokal-“k.o.“ war die nächste Pleite fest eingeplant… und wie allgemein erwartet verloren wir “folgerichtig“ (?!) unser Heimspiel gegen München. Die Art und Weise macht jedoch Mut für die Aufgaben der nächsten Spieltage.
 
Tourbericht...
Überpünktlich standen Heidjer, Frauke und Kutscher Ralf “auf der Matte“, als man von den Dreien mitten im (n)irgendwo im Landkreis DH - aufgrund eines Fußballturniers des Juniors - aufgelesen wurde. Da somit noch Zeit war, konnte ich auch das letzte Spiel noch sehen, so daß wir Vier uns um Punkt Eins in Bewegung setzten (HB-Ulli hatte derweil am Vortag abgesagt).
Vorfreude kam auf dem Hinweg nicht auf, im Gegenteil… das Aus am Donnerstag und seine Nachwehen wirkten noch nach. Dieses Spiel noch aus der Hand gegeben zu haben, dafür fehlt auch 3 Tage später eine schlüssige Erklärung.
Zum Bersten gefüllt war heute der FanHaus-Parkplatz, das Heimspiel gegen die “Langweiler“ aus München muß wohl dafür verantwortlich gewesen sein, daß einer mit 2 Autos angereist war, so unsere Feststellung bei unserer Ankunft gegen 16.20 Uhr. Als Ablenkungsmanöver konnten alle Abläufe, Rituale und Laufwege gewohnt abgespult werden, doch die Diskussion um das “UEL“-Ausscheiden erreichten mich spätestens jetzt, beim “TJ“-Umtrunk - das Ärgern und “enttäuscht sein“ ließ sich jedenfalls nicht auf Knopfdruck abstellen.
Dafür überraschte die Mannschaft anschließend auf dem Feld, denn fast jeder hätte wohl damit gerechnet, daß wir gegen den Tabellenführer aus Bayern  kompromißlos unter die Räder kommen, doch weit gefehlt. In den letzten Spielen wirkten wir überspielt und auch der (nachvollziehbare) Kräfteverschleiß konnte nicht mehr kompensiert werden, dennoch lieferte wir gegen das Starensemble von der Isar im 13. Spiel innerhalb von 6 Wochen eine gute Leistung ab. Das konnte man gewiß nicht erwarten und auch der Gegner hatte mit soviel Gegenwehr anscheinend nicht gerechnet. Beeindruckend auch, daß wir in der Schlußphase Laufbereitschaft, Tempo und Gegen“druck“ aufrecht erhielten und ab der 85. Minute sogar noch 1 ½ Torchancen erzwangen. Doch alle(r) Mühe/Aufwand war am Ende vergebens, unter’m Strich steht das 0:1 und zumindest auch die ein wenig beruhigende Erkenntnis, den ewigen Titelaspiranten 94 Minuten lang sichtlich geärgert zu haben… nicht mehr, nicht weniger…
Exkurs. Um die 70. Minute herum irritierte betriebsames Fahnenabhängen in den Mittelblöcken 16 und 16A. Die aufkommende leichte Hektik hatte aber nichts mit dem Geschehen auf dem Rasen zu tun, vielmehr sickerte durch, daß Domstädter dem Ultras-Standort außerhalb des Stadions einen Besuch abstatteten - “beste“ Vorzeichen für das in 3 Wochen anstehende Derby.
Trotz Niederlage trat man den Heimweg mit einem - ein klein wenig - besseren Gefühl an… das Comeback von Thorgan Hazard, die baldige Rückkehr von Lars Stindl, die Hoffnung, daß Ibrahima Traore endlich wieder über den Rasen flitzt, die bevorstehende zweiwöchige länderspielbehaftete Bundesligapause - es gab/gibt also einige Indikatoren, die die Stimmung ein wenig aufhellen könnten.   
Um 23.15 Uhr war Twistringen schließlich wieder erreicht, Feierabend (oder “over and out“, um es mit den Worten von “Biersorten-Legende“ Wittig wiederzugeben).
 
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 "UEL"-Achtelfinale 2016/2017: Rückspiel (16.03.2017)

Borussia - Schalke   2:2 (2:0)

 
…irgendwie haben wir selbst schuld. Im Nachhinein stellt sich das zweite Tor in der Nachspielzeit der 1. Hälfte als Anfang vom Ende dar, denn es schien als hätten wir nach der Pause das Fußballspielen eingestellt.
Auch wenn ein Platzfehler - auf dem frisch (!) ausgelegten Rollrasen - und ein höchst zweifelhafter  Elfmeterpfiff als Steigbügelhalter für Schalke herhalten mussten, so bleibt festzuhalten, daß die Knappen in beiden Spielen jeweils einen Rückstand (gestern sogar ein 2:0) ausglichen. Angesichts der drohenden Niederlage(n) steckten sie weder im Hin- und schon gar nicht im Rückspiel auf, auch ein Zeichen von Qualität (wir dagegen konnten in den letzten drei Partien unsere Führung jeweils nicht in’s Ziel retten).
Ob’s nach dem Schlußpfiff “raus mit Applaus“ hieß, kann nur vermutet werden, man verließ nämlich unverzüglich die Nordkurve, Gästefans beim euphorischen Feiern zusehen zu müssen, wollte ich mir nicht antun.
 
Tourbericht...
Für die Ankündigung, daß kein Bus eingesetzt wird, erntete man ungläubige Nachfragen und irritierte Blicke, die allesamt gleichlautend beantwortet wurden, denn “zwischendurch“ muß man ja auch ‘mal “kurz auf die Maloche“.
Als allgemeiner Treffpunkt wurde diesmal Autobahnabfahrt Vechta auserkoren und auf dem Weg dorthin mit “Taxi Heidinho“ ärgerte uns zunächst eine gesperrte Auffahrt, so daß sich der ursprünglich avisierte Zeitplan schon vor dem gemeinschaftlichen Starterlebnis um 15-20 Minuten verzögerte, oh man. (*grrrhh*)
Um 17.20 Uhr konnte dann aber endlich im Bully von OL-Gerd (und u.a. mit HB-Ulli, Frauke und WHV-Thorge) auf die Piste gen Westen eingebogen werden. Der Kutscher hatte fortan nur noch Augen für das Ziel FanHaus-Parkplatz und “erlaubte“, bzw. gönnte der Belegschaft auf der Hinfahrt lediglich 1 (kleine) Pause - besser ist das, schließlich hatten wir die Zeit im Nacken Bis zur A52 kamen wir gut durch, auf dem letzten Stück aber tat sich vor uns der obligatorische Stadionanfahrtsstau auf, der uns - dank taktisch geschickter Fahrweise - jedoch vielleicht höchstens mit einem Plus von (nur) einer Viertelstunde aufhielt. Gegen halb Neun war das FanHaus erreicht und da die Garderobe bereits in der Fahrgastzelle gewechselt wurde, ging es gewohnt schnellen Fußes via Ticketing-Ladentheke (Karten für “gleich“ mussten noch ausgelöst werden; da “Turm“ das Paket am vergangenen Sonntag in Hamburg im ersten Step im Hotelzimmer vergessen hatte) zum Treffpunkt vor der Nordkurve. Dort wollten 15 (!) tickethungrige Mäuler “gestopft“ werden. Viel Zeit war nicht mehr bis zum Anpfiff, dennoch ließ sich alles - mit Eile, ohne Hektik - “just in time“ erledigen, sogar auch das Fahneaufhängen und der “TJ“-Umtrunk passten in das enggesteckte Zeitfenster - und das bei einem Spiel “unter der Woche“, schön.
Das war’s dann aber auch mit “schön“, an diesem Abend... nachfolgend aufgeführt die Chronologie des Scheiterns.
In den ersten Minuten bekamen wir zunächst keinen Zugriff auf das Spiel, steigerten uns jedoch bis zur Pause und gingen mit dem Halbzeitpfiff gar mit 2:0 in Führung.
Jetzt musste Schalke “aufmachen“, schließlich änderte sich die Ausgangslage der Gäste, “nur“ 1 Treffer erzielen zu müssen, nach unserem zweiten Treffer entscheidend. Doch lange musste Königsblau nicht anrennen, schon nach dem Anschlußtor schwanden bei uns Kräfte und auch Sinne. Dieser Wirkungstreffer saß, wir hatten die Hosen voll und kurze Zeit später erlitten wir eine umstrittene Straßstoßentscheidung des englischen SR Mark Clattenburg. Wie üblich sprang Yann Sommer traumwandlerisch sicher in die falsche Ecke und auf der Anzeigetafel prangte bis zum Schluß ein fettes “2:2“, das Aus war besiegelt. Da Elfmeterschießen und vor allem -halten vor allem Glückssache ist, (fast) kein Ansatz eines Vorwurfes an unseren Keeper. Seit Rückrundenbeginn präsentiert er sich wieder in einer Topverfassung und hielt uns diverse Punkte und Siege fest - wenn er jetzt noch den einen und anderen Elfmeter um den Pfosten oder über die Latte gucken würde… tja.    
Ohne Niederlage auszuscheiden ist sehr bitter, doch so ist die Auswärtstorregelung im Europapokal nunmal. Große Wehmut kam dann am Folgetag auf, die Auslosung hätte uns Amsterdam bereitgehalten.
Auf der Rückfahrt wurde nur das nötigste, also kaum gesprochen - Enttäuschung und Frust waren/sind groß. Ohne “Stop“ war um 2.15 Uhr der VEC-Treffpunkt wieder erreicht und eine gute halbe Stunde später traf man zuhause ein. Duschen und in die “Falle“, diesmal mussten 2 Stunden Karenzzeit bis zum Weckereinsatz reichen.
P.S.: Ein Wort zum “kicker“-Kommentar nach unserer Bundesligabegegnung gegen Schalke. Dort wurden wir großspurig als sicherer Kandidat für die “UEL“-Runde der letzten Acht gehandelt, bzw. vorausgesagt. Peinlich, sich so weit aus dem Fenster zu lehnen, Fußball ist ein Tagesgeschäft, das Momentum lässt das Pendel ausschlagen. Nicht gerade ein Ruhmesblatt, daß solch‘ populistischen Zeilen den Weg in ein seriöses Fach-Druckerzeugnis geschafft haben… zumal auch die Einschätzung, daß Schalke auch in der Bundesliga weitertaumeln wird, bestmöglich mit 6 Punkten in zwei Spielen widerlegt wurde.

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 Bundesliga 2016/2017: 24. Spieltag (12.03.2017)

Hamburg - Borussia   2:1 (1:1)

 
Eine vollkommen verdiente Niederlage, auch wenn Hamburg gestern sicherlich keinesfalls übermächtig war. Genau das aber rückt unseren ohnehin dürftigen Auftritt natürlich in ein noch schlechteres Licht, denn teilweise spielten sich beide Teams die Bälle als Doppel(fehl)pässe zu, oh man.
Die Mannschaft ist platt, das könnte man deutlich merken, deswegen auch kein Vorwurf in diese Richtung… schließlich war es das mittlerweile 11. Spiel (!) in nur 37 Tagen - und es folgt die 6. und letzte “englische“ Woche am Stück, puuh.
Man muß kein Prophet sein, um beim Ligaabschluß (vor der Länderspiel-Bundesligapause) für das Heimspiel gegen München eine Maximalzählerausbeute von 0-1 Punkt zu befürchten. Vorab aufzugeben gilt natürlich nicht, man ist jedoch Realist genug um einschätzen zu können, was uns am 25. Spieltag “droht“.
Der Punktspielbetrieb ist natürlich die elementare Plattform, doch alle Kraft und Konzentration gilt nun dem “UEL“-Rückspiel am Donnerstag im heimischen Borussia-Park gegen “internationale“ Schalker. Das 1:1 aus dem Hinspiel ist ein ordentliches Ergebnis, nicht mehr. Nach dem schwachen Gastspiel des März-Dauergegners vor Wochenfrist bei uns, präsentierte sich Königsblau in den beiden darauffolgenden Heimspielen gegen uns und Augsburg gefestigt und wesentlich verbessert - die Tagesform wird vermutlich über den Einzug in’s “UEL”-Viertelfinale entscheiden.
 
Tourbericht...
Das Beförderungsmittel Bus blieb im Stall, denn “sonntags 17.30 Uhr“ hätte die imaginäre Passagierliste zum Rohrkrepierer mutieren lassen.  Und wenn “kein (!) Bus“ nach Hamburg fährt, dann bringt sich automatisch Ronald als Chauffeur in’s Spiel, aus guter “Tradition“ gewissermaßen, die von uns dankend fortgeführt werden wollte.
Treffpunkt sollte diesmal Bahnhof Kirchweyhe sein, doch durch die krankheitsbedingte Absage von “OL“ wurde dieser Plan am Sonntagvormittag noch verworfen und man fühlte sich freiwillig genötigt flink zwei Ersatzleutz zu rekrutieren. So setzen wir uns nach einem sofort anberaumten Fahrertausch (der ursprüngliche Steuermann schien noch ein wenig vor“tags“feiergeschädigt) um kurz nach halb Zwei in Bewegung, um Ferrari Seckenhausen anzusteuern. Pünktlich um 14.00 Uhr trafen wir dort ein und wir (Finn, Nick, der “Autor“ und Sohnemann) stiegen in die Kutsche von Ronald um.
Im Gegensatz zum Tag des Pokalspiels war die Autobahn inklusive Elbtunnel mit Verkehrsteilnehmern zum Glück nur übersichtlich bespickt und es blieb sogar noch Zeit für einen kleinen Plausch mit Gerd, Thorge & Ole - das Trio traf man zufällig auf halbem Wege, bei der einzigen Rast.
Nachdem der Junior mit dem Studieren des Fohlen-Echo fertig war, steuerten wir auch schon unseren “Stammparkplatz“ in der Hansestadt an. Zeitlich war noch viel “Luft“ vorhanden, so daß wir - ungewöhnlich - in aller Ruhe in Richtung Stadion “schlendern“ konnten (und eine weitere Autoladung Twistringer kurz begrüssten).
Am FpMG-Infomobil wurden die restlichen “Wertpapiere“ ordnungsgemäß übergeben, während Ronald mit einer kurzzeitigen eigenmächtigen “Kind-in-Obhutnahme“ in Richtung Bratwurststand glänzte und der ketchupverschmierte Mund des Juniors berichtete unfreiwillig von der erfolgreichen Verköstigung.
Nachdem der letzte Karten“block“ (“Lisa/Frank, wo bleibt Ihr?“) ausgehändigt wurde, gesellte man sich in die Schlange vor dem Einlaß, die eigentlich gar keine war… Minuten später hatte man den Eingang nämlich schon passiert und egal wie kurz die Gästefans auch sein mögen, es wurde penibel gefilzt - und so muß das ja auch sein, da spielt das Alter (fast) keine Rolle (*grins*).
Weniger zum Grinsen unsere 90 Minuten auf dem Rasen. Hamburg startete furios ohne jedoch zwingend torgefährlich zu werden und kurioserweise waren wir es, die mit dem ersten vernünftig vorgetragenen Angriff überhaupt, das überraschende erste Tor erzielten (mittels wuchtigem Kopfball von Andreas Christensen). Die Jubelpose hatten aber auch die Gastgeber d’rauf, zunächst vergeblich, denn insgesamt 3 (!) Tore der Rothosen fielen dem jeweils korrekten Abseitspfiff von SR Aytekin zum Opfer. Hamburg steckte dennoch nie auf und erzwang noch vor der Pause nicht nur den Ausgleich, sondern 10 Minuten vor Schluß zu unserem Leidwesen gar noch den (verdienten… *kleinlaut*) Siegtreffer durch den bulligen Bobby Wood.
An ein Ergebnisumbiegen war nicht mehr zu denken, nicht heute, dafür spielt unser Team seit Wochen am Limit und ein weiterer Kraftakt schien im Volksparkstadion ausgeschlossen. Der Wille war der Mannschaft nicht abzusprechen, dementsprechend spendete die Gästekurve nach dem Abpfiff auch “warmen“ Applaus.
Anschließend begaben wir uns ohne Umwege und in gewohntem Tempo mit dem Nachwuchs an der Hand (damit der Vater nicht verloren geht) auf den Fußmarsch zurück zum Auto und die Rückfahrt bewältigte man - inklusive “Umstieg“ - in weniger als 1 ½ Stunden, so daß wir bereits um halb Zehn wieder in Twistringen eintrafen. Heimsieg, Unentschieden, Niederlage, so endete schließlich die erste “englische Woche“ des kleinen Mannes. Und jetzt “Zääähneputzen“… (*zwinker*).
 
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 "UEL"-Achtelfinale 2016/2017: Hinspiel (09.03.2017)

Schalke - Borussia   1:1 (1:1)

 
Puuh, ich will ja nicht unken, aber die normal dosierte Portion Glück (die den Mannschaften im Laufe einer Halbserie durchschnittlich “zufällt“) dürfte jetzt allmählich aufgebraucht sein. Gleich mit dem ersten, der an diesem Abend selten gefahrenen Angriffe gingen wir in Führung, ein. Das schon früh erzielte Wunsch-Auswärtstor war eingetütet, doch auch im Anschluß sah man sich überwiegend in der Rückwärtsbewegung.
Zum Ende des Spiels wurde leidenschaftlich verteidigt und Yann Sommer bewahrte uns nicht nur einmal vor einem Rückstand...
 
Tourbericht...

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 Bundesliga 2016/2017: 23. Spieltag (04.03.2017)

Borussia - Schalke   4:2 (1:1)

 
Eine wirklich eindrucksvolle Vorstellung, auch wenn zur Halbzeit der Aufwand in keinem Verhältnis zum Remis-Pausenergebnis stand. Doch nach Wiederanpfiff stellten wir die Weichen recht schnell auf Sieg, der auch durch den späten Anschlußtreffer (der eher Ergebniskosmetik war) der Gäste und die peinliche diSanto-Schwalbe (war bereits an Yann Sommer vorbei, entschied sich dann aber den Ball nicht einzuschieben, sondern sich lieber hinzulegen) nicht mehr gefährdet werden konnte.
Irgendwie war ich froh, daß das zwischenzeitlich mögliche 5:1 nicht (!) fiel, denn wer weiß, ob sich so etwas nicht auch ein bißchen in den Köpfen der Spieler festgesetzt hätte, wenn es am Donnerstag erneut gegen den gleichen Gegner - wenn auch auswärts - geht.
Diese Partie wird mit den beiden “UEL“-Achtelfinalspielen jedenfalls nicht vergleichbar sein, denn “k.o.“-Spiele weisen grundsätzlich einen anderen Charakter auf und haben eine Eigendynamik, dessen sollte man sich bewusst sein/werden.
 
Tourbericht...
 
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 DFB-Pokal 2016/2017: Viertelfinale (01.03.2017)

Hamburg - Borussia   1:2 (0:0)

 
Wie schon in Ingolstadt wirkt die Mannschaft gewissermaßen “überspielt“ und das ist auch wenig verwunderlich, befinden wir uns doch aktuell in der vierten von 6 englischen Wochen am Stück. Umso höher ist deswegen unsere derzeitige Ausbeute zu bewerten. Bereits am Sonntag waren wir optisch nicht das bessere Team, spielten aber sehr effizient. So auch gestern… Hamburg drückte, zeigte im Abschluß jedoch entweder Schwächen oder scheiterte am glänzend aufgelegten Yann Sommer.
Letztendlich beschenkten uns die Gastgeber mit dem Halbfinaleinzug reichlich, denn beide Foulspiele im 16er waren zwar vermeidbar, aber eben auch eindeutig elfmeterwürdig. Die Angst, vom Punkt aus antreten zu müssen, ist jedenfalls für’s erste verflogen - Lars Stindl und Raffael verwandelten eiskalt und sicher.
 
Tourbericht...
Entfernungstechnisch für uns sicherlich ein sehr gutes Los, bedenke man schließlich auch den frühen, fast fatalen Anstoßzeitpunkt um “unverschämte“ 18.30 Uhr.
Nach frühmorgendlicher Gepäckdeponierung  stand “Taxi A.“ nach “die Maloche“ gewohnt zuverlässig an vereinbarter Stelle und wir brachen um halb Vier auf, um den nächsten Treffpunkt mit dem heutigen Chauffeur “OL-Jens“ und seiner gewaltbereiten HB-Partnerin anzusteuern… gesagt, getan. Pünktlich erreichten wir die Abfahrt Oyten und nach einem flotten Fahrzeugwechsel, ging es ebenso flink, wie komplikationslos weiter die A1 hinauf. Vor den Toren Süd-Hamburgs jedoch musste man den mobilen Medien entnehmen, daß uns vor, im und hinter dem Elbtunnel insgesamt 19 (!) km stockender Verkehr erwartete. Kurzfristig und auch im letzten Moment entschieden wir uns, eine selbstgebastelte Alternativroute über die Elbe auszutesten. Zwar dauerte die Strecke über die B75/A253 entsprechend länger, doch wir rollten, wenn auch nicht zügig. Direkt am Pauli-Stadion vorbei, parkten wir gegen Sechs Uhr in einem Industriegebiet und die letzten ungefähr 15-20 Gehwegminuten mussten innerhalb von zehn Minuten abgespult werden, schließlich warteten noch 2-9 Leutz am FpMG-Infomobil auf ihre Billetts.
Bis auf einen Kartenbesteller hatten sich alle Abnehmer eingefunden, so daß der “Spuk“ der Kartenübergaben innerhalb weniger Minuten vorbei war. Schnell wurde nun die kürzeste Schlange der Einlaßkontrolle geortet, fast logischerweise war das äußerste Eingangstor am wenigsten frequentiert… keine 5 Minuten später betrat man also das Volksparkstadion (der Anstoß wurde übrigens um 10 Minuten verschoben, laut “kicker.de“ sollen sich noch ein paar Tausend Zuschauer auf dem Weg befunden haben). Um somit pünktliche 18.38 Uhr befand man sich in der Stehplatzecke, doch nur ca. 5 Zeigerumdrehungen weiter wurde man aus dem Gästeblock “herausgeklingelt“ - Heidinho stand “vor der Tür“ und begehrte um Einlaß… hinausgeeilt, Karte ausgehändigt, schleunigst zurück, nichts Entscheidendes verpasst, gut so.
Das Spiel. Nach der am Wochenende in München erlittenen 8:0 -Abfuhr übernahmen die Gastgeber ein wenig überraschend die Initiative, doch mit Glück & Geschick überstanden wir diese Druckphase. Den Hamburgern ergaben sich 2,3 Torchancen, jedoch nichts 100% Zwingendes. Nach der Pause folgte dann unsere große Elfmetershow. Beim letzten Spiel gegen die Hanseaten Mitte Oktober verballerten wir gleich 2 (!) Strafstöße (Lars Stindl und André Hahn), diesmal vollstreckten wir souverän. Davon erholte sich der Dino nicht mehr und auch der vermeintliche Anschlußtreffer zum 1:2 in der Nachspielzeit (92.) war nur Ergebniskorrektur, pfiff der Schiedsrichter doch nach erfolgtem Anstoß sofort ab... das Halbfinale ist erreicht - nicht mehr, aber auch nicht weniger, geil.
Nach dem Hamburg-Pokalspiel ist vor dem Hamburg-Ligaspiel, so daß die Übergabe der nächsten Ticketorder an Fido unmittelbar nach dem Spiel eingefädelt wurde.
Am Auto wieder angekommen stand noch ein kleiner “Umzug“ an, denn für den Rückweg direkt nach Twistringen hatte man sich bei Finn’s “Bande“ eingenistet und 16,- kg “Sack & Pack“ wechselten kurzerhand den Kofferraum. Bis zum Elbtunnel lief es ziemlich schleppend (nur 2 von 4 Röhren durften befahren werden), aber anschließend suggerierte die Piste “Freie Fahrt“. Kutscher Simon ließ vor lauter Freude den Abzweig Bremen links, nee rechts liegen, doch der kleine Umweg via Maschener Kreuz fiel nicht weiter in’s Gewicht, denn um Punkt 23.15 Uhr setzten wir zur Landung vor der Haustür an (insbesondere auf den letzten 10 Kilometern konnten die Geschwindigkeitsbeschränkungen mit bloßem Auge nicht mehr ganz so deutlich studiert werden). Die Auslosung konnte somit live und in Farbe verfolgt werden (zuvor wurde Mudder bereits wild gemacht, mir den Losvorgang via Mobilfunk in Echtzeit zu kommentieren, falls die Ankunft später gewesen wäre). HB-Olli teilte mir bereits um protokollierte 22.58 Uhr “Frankfurt zu Hause, diesmal muss es klappen“ mit… und tatsächlich wurde diese Begegnung von Herrn Sammer gezogen, auch mit der “Heimspiel“-Konstellation, erfreulich.
Mehr aber wahrlich nicht, denn kramt man in der jüngeren Pokalvergangenheit stösst man ganz schnell auf die vermeintlichen “Glücklose“ 2015/16 Bremen (H) und 2014/15 Drittligist Bielefeld (A), die für uns jeweils die Endstation bedeuteten. Und auch die letzten drei Halbfinalspiele vergeigten wir am Stück… Saison 2011/12 München (im Borussia-Park) im Elfmeterschießen, 2003/2004 bei Zweitligist Aachen auf dem Tivoli und 2000/01 als Zweitligist beim Drittligisten Union Berlin im Stadion Alte Försterei.
Nicht nur aus diesen Gründen (auch das Thema Aberglaube spielt natürlich eine nicht gerade untergeordnete Rolle) wird sich mit Gedanken betreffend der Organisation einer eventuellen Fahrt und vielleicht möglichen Karten absolut nicht beschäftigt - und penibel Abstand genommen… “Wir sind im Halb(!)finale - und nichts anderes!“ wurde in den Folgestunden und -tagen dann auch zur schriftlichen und verbalen Standardantwort. Einzig, daß unsere Mannschaft Ende Mai unter Umständen wirklich im Berliner Olympiastadion auf dem Rasen stehen könnte, diesen Traum erlaube ich mir.
Drei Siege in 3 Wettbewerben - und das innerhalb von nur einer Woche, zur Zeit “läuft’s“ (*stolz-freu*).
 
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 Bundesliga 2016/2017: 22. Spieltag (26.02.2017)

Ingolstadt - Borussia   0:2 (0:0)

 
Schwere Kost im Audi-Sportpark. Die Schanzer hatten zunächst mehr vom Spiel, münzten ihr leichtes Übergewicht aber zum Glück nicht in Zählbares um, trotz zweier glasklarer Torchancen. Erst in der 2. Halbzeit steigerten wir uns zumindest in Ansätzen, die Fehlpassquote minimierten wir dennoch nur marginal.
Leuchtendes Vorbild in dieser entscheidenden Phase des Spiel einmal mehr Lars Stindl, der immer wieder antrieb und sich aufrieb… und auch für die - leicht umstrittene - Führung (Hand, un-/absichtlich?) sorgte.
Ausschau/Vorschau: Die Dekadenz in Person, K.-H. Rummenigge, redet seit Jahren von seinem Fernziel, einer eigenen (wenn auch europäischen) Liga. Wir, der kleine Verein vom Niederrhein, sind da schon wesentlich weiter, spielen wir doch in den nächsten Wochen ausschließlich gegen Hamburg (2x) und Schalke (3x). Allerdings fehlt im Spielplan immer noch die Mehrfachbegegnung Schalke gegen Hamburg...
 
Tourbericht...

Eigentlich war man am freien Samstag zuhause nur auf der Durchreise. Am Vortag aus Italien zurückgekehrt nahm man den "Umweg" Twistringen auf der Strecke Florenz/Ingolstadt für exakt 35 Stunden Verweildauer liebend gerne in Kauf. Schließlich hängt zur Zeit wieder das Ölgemälde mit meinem Portrait im Flur, damit sich sich die Familienmitglieder an den temporären Mitbewohner erinnern, in diesen sechs "englischen Wochen" am Stück, oh wei.

Der Rucksack war bereits vor dem Rückflug fertiggepackt und stand somit am Sonntagmorgen griffbereit zur Abreise. Wie immer auf den "letzten Drücker" startklar gewesen, ging es kurz vor knapp im Hechelschritt zum Bahnhof, um dort festzustellen, daß der Zug ein paar Minuten Verspätung hatte, egal.

Die erste "Brut" stieg bereits in Twistringen in den Zug und nach Zustiegen in Bremen und Hannover wuchs unsere kleine Reisegruppe schlußendlich auf 12 Leutz an. Mit einer größeren Anzahl als diesem Dutzend war ohnehin nicht zu rechnen, denn erfahrungsgemäß ist am Spieltagssonntag nach einem Europapokalauswärtspiel dezimiertes Klientel am Start und einigen machen private und berufliche Gründe einen Strich durch die abermalige Teilnahme, schade.

Im Gegensatz zur Vorsaison lässt sich allerdings eindeutig festhalten, daß in Teilen die Formulierung "Qualität, statt Quantität" absolut zutreffend ist (vergleiche Ingolstadt-Zugfahrt 04/2016). Wie dem auch sei, zum Gelingen dieser Tour trug u.a. wieder eine Ikone der Unterhaltungskunst namens Wittig bei, aber auch dem Heidjer konnten einmal mehr abenteuerliche Anekdoten entlockt werden. Abgerundet wurde das Rahmenprogramm der Hinfahrt mit Frauke’s Cateringservice und mit ihren kulinarischen Freßcontainern war sie für die Fütterung der Raubtiere bestens gewappnet, lecker.

Ohne Verspätung erreichten wir um kurz vor Zwei den heutigen Zielbahnhof und uns erwarteten… keine (!) Schließfächer. Wie im letzten Jahren waren lediglich vielleicht ca. 30 Boxen aufgestellt, so daß wir mit Sack & Pack im bereitgestellten Sonderbus zum Stadion weiterzogen. Erfreulicherweise gab es am Gästeeingang des Audi-Sportparks eine Gepäckdeponierung (sogar kostenlos) - das ist natürlich Service und die Problematik scheint dem Club bekannt zu sein.

Im Gäste"blöckchen" angekommen bekam man einen äußerst dürftigen Kick präsentiert. Ingolstadt mühte sich, konnte aus unseren Schnitzern der 1. Halbzeit jedoch zum Glück kein Kapital schlagen. Nach der Pause war in unserem Aufbauspiel mehr Struktur zu erkennen und das Pendel schlug mit späten Toren zu unseren Gunsten aus. Für den ersten Treffer musste Lars Stindl - unabsichtlich - noch seine Hand bemühen, dafür schob André Hahn den Ball zum 0:2 vollkommen regelkonform ein, schön.

Die Rückfahrt zum Bahnhof nahm (wie "üblich") längere Zeit in Anspruch, da die Shuttelbusse keine eigene Spur für sich reklamieren konnten, sondern sich in den allgemein abfließenden Stadionverkehr einzureihen hatten. Wohlweislich hatten wir im Vorwege jedoch schon die spätere Zugverbindung um Sieben gebucht, um unliebsame "Eventualitäten" möglichst ausschließen zu können, das gelang.

Im stark frequentierten Zug dauerte es einige Minuten, doch letztendlich hatten alle Leutz einen Sitzplatz ergattern können und die Ereignisse der letzten Tagen (die magische Nacht von Florenz, "UEL"-Auslosung) ließ man nochmal in aller gebotenen Ruhe im Detail Revue passieren - genügend Zeit war zweifelsfrei vorhanden (knapp sechsstündiger Heimweg, der auch erst zu weit fortgeschrittener Zeit einen einzigen Umstieg in Bremen vorsah).

Mit dem letzten Zug des Tages traf man gegen Viertel vor Eins wieder in Twistringen ein und ein kurzes Verabschiedungsritual später ging es die letzten Meter flott per pedes nach Hause, die nächste englische Woche wartete schließlich schon.

 

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 "UEL"-Zwischenrunde/Sechzehntelfinale 2016/2017: Rückspiel (23.02.2017)

ACF Fiorentina - Borussia   2:4 (2:1)

 
Es war tatsächlich diese vielfach beschworene und inständig erhoffte magische Nacht, wir haben das “Ding“ wirklich noch umgebogen - und das nach einem zwischenzeitlichen 2:0 -, bzw. in der Gesamtaddition nach einem 3:0 -Rückstand (!).
Die internationale Reise geht zwar nicht weiter (NRW anstatt Europa), im Wettbewerb vertreten sind wir dennoch weiterhin. Und noch jemand hat sich über das Los Schalke gefreut… “Papa, dann kann ich ja zweimal mitfahren.“ - aha (?!).
 
Tourbericht (folgt...)


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 Bundesliga 2016/2017: 21. Spieltag (19.02.2017)

Borussia - Leipzig   1:2 (0:1)

 

Am Schiedsrichter hat es auch gestern wieder nicht gelegen, daß wir als Verlierer vom Platz gingen… wie sich die Worte doch gleichen. Im Gegensatz zu Donnerstagabend war der Referee jedoch unglaublich - schlecht. Man kann sogar noch einen Schritt weitergehen, für mich die schlechteste SR-Leistung der laufenden Saison.
Die Dosenkicker hatten über weite Strecken eine Art Narrenfreiheit - “lustiges“ foulen, debattieren und lamentieren wurde nicht verwarnt. Der Herrscher aller Reusen in seinem gelben Leibchen ließ sich lange vieles von den ostdeutschen Gästen gefallen - und den ersten Karton kassierten natürlich wir.
Und wie man das Spiel abpfeifen kann, während der Ball sich im 16er (!) und bei einem Angreifer (!) befindet, wird Herr Zwayer ebenfalls als Geheimnis mit auf den Heimweg seiner Dienstreise nehmen.
Ein Unentschieden wäre vielleicht gerecht gewesen, aber der Auswärtssieg der Gäste war nicht unverdient, das muß man leider (!) und sehr schweren Herzens zugeben.
Das “Konstrukt RBL“ lehne ich persönlich kategorisch ab, jedoch hätte ich mir komplett (!) ironischen, niveauvollen und (einigermaßen) sachlichen Protest gewünscht, das hat aber nicht vollends geklappt.
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Tourbericht...

Freundlicherweise erklärte sich Taxi Uwe einmal mehr bereit, bei der Anfahrt zum Borussia-Park die "Schleife Twistringen" anzufahren und so wurde Vater und Sohn direkt an der Haustür der rote Bullyteppich ausgerollt, sehr angenehm.

Gegen 10.10 Uhr setzte sich unser Tross (auch mit Heidjer, Frauke und Ralf) somit in Bewegung und den letzten Zustiegskandidaten Kai Hawaii sammelten wir schließlich eine halbe Stunde später in Vechta ein.

"Verkehrsneutral", da sonntags, bewältigten wir die Hinfahrt komplikationslos und stressfrei, sowie ohne Zeitverzögerungen, so daß bereits um kurz vor Zwei die Ankunft auf dem FanHaus-Parkplatz verkündet werden konnte. Der Nachwuchs murrte (verständlicherweise) trotzdem, der Bolzplatz hatte schon frühzeitig dicht gemacht, "Skandal".

Am Borussia-Park angekommen schnell die letzten Karten aushändigen, Fahne flink aufhängen und mit "TJ" das Glücksbier getrunken (Sohnemann Schluck Cola). Immer noch stark gewöhnungsbedürftig, daß "TJ" jetzt immer vor (!) der AwDk/AFK-Ladentheke anzutreffen ist.

Pünktlich zum Anpfiff nahmen wir im Block unsere beiden Plätze über der Mundloch-Ballustrade ein (wieder ein Dank an "Platzhalter" Attila), aber was man sah, gefiel uns nicht wirklich. Leipzig kombinierte gefällig und der Rückstand kam wenig überraschend. Mit dem 0:2 war die Luft ’raus und man verschwendete seine verbale Energie damit, sich am theatralischen T.Werner abzuarbeiten. Lächerlich und zum Fremdschämen so ein Gebahren, hat der Typ fußballerisch doch gar nicht nötig, armselig.

Spannend wurde es erst wieder mit dem Anschlußtreffer von Yannik Vestergaard, Aufregung war daraufhin im 16er vor der Nordkurve vorprogrammiert und es wurde hektisch, doch der ersehnte Ausgleichstreffer blieb uns leider versagt.

Enttäuscht nahm man den Schlußpfiff zur Kenntnis, doch der Junior präsentierte trotzig und stolz seinen Schal, als die Mannschaft sich unserer Kurve zuwandte, während aus den Lautsprechern "Die Seele brennt…" ertönte. Niederlagen gehören nunmal dazu, sonst müsste man sich ein Bayerntrikot kaufen - das hat Sohnemann schon sehr gut verinnerlicht, Hut ab.

Die Rückfahrt verlief ebenfalls unspektakulär, zunächst zähfließend (es dauert länger als 20 Minuten ehe wir vom Parkplatz rollen konnten), im Anschluß jedoch ohne weiteren Zeitverlust. Zu erzählen gab es auf dem Heimweg nicht mehr viel. Im Bully kehrte, bis auf die Radiomusik, weitgehend Ruhe ein. So fielen dem kleinen Mann um die Tagesschauzeit die Augen zu und geschnorchelt wurde bis zur ersten Ausstiegsstation Vechta. Kai in Knastnähe kurz abgeliefert, erreichten wir ziemlich genau 12 Stunden nach Tourbeginn wieder Twistringen und nach der Verabschiedungszeremonie folgte das übliche kurze Prozedere… Zähneputzen, Klaps vor’n Mors, ab in’s Bett - während der ziemlich müde "Erziehungsberechtigte" die nächste knapp halbe Stunde damit beschäftigt war ein halbes Möbelwageninventar wieder einzuräumen. Rucksack mit Spieltagsutensilien, in Empfang genommene Karten der Folgespiele, Kühltasche, Kindersitz, usw… (*gäähn*).

 

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 "UEL"-Zwischenrunde/Sechzehntelfinale 2016/2017: Hinspiel (16.02.2017)

Borussia - ACF Fiorentina   0:1 (0:1)

 

Auch wenn uns der spanische Schiedsrichter einen klaren Elfmeter verweigerte (…wer hätte den überhaupt schießen sollen?), an ihm hat es sicherlich nicht gelegen, außerdem lieferte er eine sehr gute Gesamtleistung ab und ließ angenehm viel laufen, pfiff konsequent großzügig (das merkten auch die Italiener, die mit zunehmender Spieldauer immer seltener ihren Körper auf den Rasen warfen).
Wir hatten auch kein Pech, es war schlicht Unvermögen. Schon nach wenigen Minuten übernahmen wir das Spielgeschehen, erspielten uns auch klarste Torchancen, die wir jedoch allesamt nicht nutzten. Der Gegentreffer stellte somit den Spielverlauf ziemlich auf den Kopf, zählte Florenz doch im ganzen Spiel nur zwei gute Einschußmöglichkeiten.
Nun denn, das Rückspiel ist noch nicht gespielt und ich sehe trotz der auf dem Papier wenig glorreichen Ausgangslage gute Chancen das “UEL“-Achtelfinale (überraschend) doch noch zu erreichen. Einer der zwei Hauptgründe: Die Italiener waren wahrlich kein Übergegner, im Gegenteil, wir scheiterten gestern nicht an der Stärke des Gegners, sondern vielmehr an unserer Abschlußschwäche.
In Florenz muß somit “nur“ gewonnen werden, denn bei dieser Konstellation spielt die Höhe eines möglichen Auswärtssieges keine Rolle - ein Weiterkommen wäre die Folge, mindestens aber das Erzwingen der Entscheidung im Elfmeterschießen. Und dafür, daß wir im Anschluß weiter durch Europa touren dürfen, spricht für mich auch Grund Nr. 2 (…).

Tourbericht...
Am Donnerstag ging es zum "Europa-League Zwischenrundenheimhinspiel" gegen den AC Florenz. Fast pünktlich um kurz nach 12 Uhr ging es aus Brenndorf mit den ersten vier Insassen los, die in einer nobleren Karosserie unterwegs waren, WTT musste seinen Bus wohl den Schulkinder überlassen. Nach diversen Stopps bei den bekannten Treffpunkten in Lohne, Neuenkirchen-Vörden, etc war der gut gefüllte Bus unterwegs in Richtung Eventtempel Borussia- Park. Jedoch war die Fahrt eine zähe Angelegenheit... Zahlreiche Pinkelpausen und der stockende Verkehr machten dieses Unterfangen zu einem sechs Stunden Trip... Jedoch war die Stimmung im Bus sehr positiv, waren doch die vorherigen Ergebnisse des kickenden Fohlenpersonals sehr ordentlich und ansehnlich, was zu leichten Träumereien führte. Man spürte quasi bei einigen Tipps in der beliebten "Ergebnis-Raterunde" den Europapokal in den Händen (wie von Max gefordert bzw. erwünscht), schließlich ging es nur gegen eine siebt- oder achtplatzierte Truppe aus Bella Italia.
Bis zur 10 min. machten die Fohlen das Spiel auch ordentlich, nur der letzte Pass fehlte. Dieser sollte dann doch zweimal klappen, jedoch schaffte es Herrmann einmal nicht, den Ball ganz zu treffen, beim zweiten Versuch wurde er scheinbar weggetreten. Der einhellige Ruf nach einem Elfer blieb aber vom guten Schiri ungehört. Nach 20 min. war dann vom Anfangsdrang nicht mehr viel übrig. Viel Ballgeschiebe und nach hinten spielen war die Folge, was dazu führte, dass Vestergaard den Spielaufbau durchführen wollte, was jedoch gänzlich misslang. Die Florentina traute sich dann mal nach vorne, ein Schuss klatsche knapp neben Sommers Gehäuse. Nach zwei Großchance durch Stindl (aus 8m übers Tor) und kurz danach durch Johnson (an den Pfosten) und wieder Stindl (Nachschuss irgendwo an eine Bratwurstbude) kam, was kommen musste. Der ansonsten gute Kramer hackte einen Italiener um, der Freistoß, 23 m zentral vorm Tor, wurde in den Knick geschossen, 0:1! Unglaubliche Staunen und leichte Gesichtslähmungen in den Gesichtern der Fans.
In der zweiten Halbzeit wurden das Aufbauspiel und die Kombinationen immer schlechter. Immer wieder versuchte man Tiki-Taka durch die Mitte, anstatt die Außen mitzunehmen. Auch die Wechsel bewirkten nicht viel. An Drimic war auffällig, dass er als einziger Spieler schwarze Schlappen an hatte, ansonsten naja. Korb versuchte sich noch über außen, bekam aber auch kaum etwas gebacken. Wahnsinnig auch, was die Truppe an Freistößen und Ecken ablieferten. Die kamen teilweise nicht mal weiter als im Jugendfußball. Was bei solchen Kopfballschränken wie Vestergaard oder Christensen sehr verwundert. Naja, das Spiel war dann typisch für Italiener, mauern und gewinnen.
Die Rückfahrt wurde pünktlich auf 30 min nach Abpfiff vom Chief taxiert, was auch alle einhielten. Es gab eine kleine Diskussion über die Möglichkeit des Haltens des Freistoßes bzw. über das Stellen einer Mauer. Andere kamen zu der Idee, dass es wahrscheinlich die Grenze des Machbaren unserer Fohlentruppe ist. Der Rückweg wurde dann nach dem "Vogel-Schlafprinzip" angetreten. Licht aus, Ruhe im Bus und Abfahrt heim. Diese ging auch wesentlich schneller vonstatten, mit aussteigen und verabschieden würde nach knapp 4:15 Stunden Brenndorf wieder erreicht, diesmal mit 5 Mann/ Frau, da die Bremer Abteilung sich zusammenschloss und gemeinsam heimfuhr.
Bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt, vielleicht war es aber doch erstmal der letzte Auftritt der Fohlen in Europa.

Heidinho

 

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 Bundesliga 2016/2017: 20. Spieltag (11.02.2017)

Bremen - Borussia   0:1 (0:1)

 

...Sieg in unserem (!) “Derby“ - und dann auch noch auswärts, das ist fast so selten wie ein Dreier in München - und geht natürlich ‘runter wie Öl. Spielerisch war es heute sicherlich nicht gerade das Gelbe vom Ei, aber gerade solche engen Spiele muß man gewinnen, das kann eine Mannschaft auszeichnen und es besteht die berechtige Hoffnung, daß der akute Abstiegskampf - zumindest vorläufig - abgewendet wurde. Zwar beträgt der Abstand zu Platz 7 sechs Punkte, aber schließlich trennen uns vom Relegationsrang 16 zur Zeit beruhigende zehn Zähler, gerne weiter so.

Tourbericht...
Einmal im Jahr / in der Saison geniesst man den puren Luxus und startet zu einem “15.30 Uhr“-Spiel noch nach dem Mittagstisch… fühlt sich komisch an, ‘is aber wirklich so. Vater & Sohn taperten somit zum Bahnhof und bereits 40 Minuten später konnte man die Bahn verlassen, “Sie haben Ihr (heutiges) Ziel erreicht“.
Beim letzten Halt gesellte sich Ronald noch zu uns und anschließend fuhren wir mit der Straßenbahn die letzten Meter zum Stadion ab. Für den kleinen Mann musste noch ein kurzer Pit-Stop eingelegt werden (eine Bauarbeitertoilettenbutze bot sich geradezu an), doch nur 10 Minuten später fand man sich am FpMG-Infomobil wieder. Während der Papa diverse (vorbestellte) Karten an die “letzten“ Leutz verteilte, setzte sich der Junior in’s Infomobil (der Wind pfiff eisig kalt) und Ruud spendierte ihm sogar noch einen Taschenwärmer, toller Service.
Den “zur Verfügung gestellten“ Becher Bier geleert und den (“Wert“-)Papierhandel erledigt, mussten wir nur kurz in der Einlaßschlange stehen, denn das Gros hatte das Prozedere schon durchlaufen. Der 2. (Taschen-)Kontrolle konnte man sich dennoch unbemerkt entziehen, man muß es auch nicht übertreiben.
Es wurde ernst und auf den Spielausgang angesprochen, erwiderte ich jedem Fragesteller, daß wir heute auf jeden Fall verlieren würden. Aber zum Glück kann ich ja nicht immer Recht haben und auch mit meiner - nach dem Führungstreffer aufgestellten - zweiten These an diesem Nachmittag (“ein Tor wird nicht reichen“) saß ich einem Irrtum auf, denn das 0:1 durch Thorgan Hazard, nach feinem Zuspiel von Christoph Kramer, blieb das einzige Tor des heutigen Tages (12. Minute). Kurz darauf hatte Bremen zwar die große Chance zum Ausgleich, doch Yann Sommer parierte zweimal ganz stark. Es blieb die brenzligste Situation, die wir zu überstehen hatten. Auch im zweiten Durchgang kamen die Hanseaten, bis auf einen von Tony Jantschke klasse abgeblockten Schuß, nicht mehr gefährlich von unseren Kasten. Durch die unsauber oder nicht zu Ende gespielten 4, 5 Kontermöglichkeiten verpassten wir einen höheren Sieg und sehnten dem Schlußpfiff herbei und erst um 17.25 Uhr war der 2. Sieg nach 30 Jahren (!) perfekt (03/1987, 05/2015, 02/2017).
Für das “Mannschaftsjubeln“ blieb gerade noch Zeit und im Anschluß brachen wir flink in Richtung Hbf auf, der Zug um kurz nach Sechs sollte unser sein - und wurde es auch. In nur 30 Minuten erreichten wir Twistringen und das Spiel konnte gar noch in der Sportschau genossen werden. Wie gesagt/geschrieben, einmal im Jahr / in der Saison…

 

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 DFB-Pokal 2016/2017: Achtelfinale (07.02.2017)

Fürth - Borussia   0:2 (0:2)

 

…“ein nie gefährdeter Sieg“ - schön, daß diese Worte endlich wieder Verwendung finden können. Mit der frühen Führung im Rücken und der (berechtigten) Roten Karte für die Gastgeber ließen wir so gut wie nichts anbrennen (im Gegensatz zu unseren Ultras). Somit befinden wir uns weiter im Lostopf (der letzten Acht), sehr schön.

Tourbericht...
Ein paar Kilometer mehr als üblich standen diesmal auf der heutigen “to do“-Liste, dennoch konnte die Abfahrtszeit auf (relativ!) “späte“ 12.45 Uhr festgelegt werden. Just in’s Haus gekommen, Happen essen und letzte kleine Vorbereitungen angeleiert, schon stand Bully WHV vor der Tür. Thorge war bei der Transportidee, -besorgung und auch -ausführung federführend, so daß die “Beladung“ umgehend erfolgen konnte. Bereits eingenistet hatte sich OL-Gerd und dazu gesellten sich neben dem “Chief“ noch “OL“-Jens (& Sigrid), “Klein“-Meise und wenige Zeigerumdrehungen später A. (Hbf Twistringen).
1 ¾ Stunden weiter komplettierte Frauke unsere Besatzung und nun konnte die Autobahn in’s Visier genommen werden. Bis auf kleine “(Schein-)Ehe“-Streitigkeiten zwischen Thorge und OL-Gerd gab es keine besonderen Vorkommnisse, die “Bahn“ war (sowohl auf der Hin-, als auch auf der gesamten Rückfahrt) frei und so ausgiebig wie gestern wurde der mitgenommene “kicker“ schon Ewigkeiten nicht mehr gelesen/“studiert“. Von einer kleinen Besonderheit am Rande kann trotzdem berichtet werden, mit 37,5% war der weibliche Anteil bei einer unserer Touren wohl noch nie so hoch, da freut sich der Statistikfreund.
Zügig ging es weiter, denn auch aufgrund der eisigen Temperaturen wurden die 3 Pausen sehr kurz gehalten und so erreichten wir gegen Viertel nach Sieben Fürth. Wohlweislich folgte man nicht (!) der Parkplatzausschilderung, sondern ergatterte im unmittelbar am Stadion angrenzenden Wohngebiet vermutlich einen der letzten Stellplätze… das Sackgassen-Verkehrsschild schreckte anscheinend ab, doch wir ließen uns auf “gut Glück“ nicht davon abhalten, die enge, unübersichtliche Straße abzufahren, letztendlich mit Erfolg.
Beim Ausstieg konnten wir feststellen, daß die gefühlten Wetterwerte zwar “frisch“ waren, aber beileibe nicht Tiefkühltruhenmodus aufwiesen. Eine Winter-Zusatzausstattung war somit nicht vonnöten. Nur ca. 250 Meter Fußweg weiter standen wir auch schon vor dem Gästeeingang und konnten noch einen kleinen Plausch mit dem diesmal getrennt angereisten “Team OS“ (in Person von “Hut“, Fuzzie, Timon & Fahrer Hellmann) abhalten. Auch Ingo “Kaste“ wurde verabredungsgemäß gesichtet, so daß kurz darauf der “Sportpark Ronhof“ betreten werden konnte.
Noch vor Anpfiff das erste Pfeifkonzert - initiiert aus dem Gästeblock, gerichtet an den Gästeblock, denn es wurde gezündelt/gefackelt. Nach dem Startspektakel konnte sich auf’s Fußballerische konzentriert werden. Von Beginn an waren wir tonangebend und ehe man sich versah, klingelte es auch schon im Fürther Kasten. Oscar Wendt scheiterte zuvor noch am Pfosten, traf jedoch Minuten später zum frühen 0:1. Rot für Fürth und der von Thorgan Hazard verwandelte Elfmeter (für mich kam der Pfiff überraschend, da im Anschluß an das Foul noch die Torchance für Josip Drmic bestand) ebneten den Weg für eine beruhigende Halbzeitführung. Auch im 2. Durchgang wurde es zum Glück nicht spannend, so daß wir uns in souveräner Art und Weise für das Viertelfinale qualifizierten, ein sehr seriöser Auftritt und besonders freute es einen, daß Drmic ein vernünftiges Startelfdebüt gelang. Da fällt es heute weniger in’s Gewicht, daß er zumindest eine seiner beiden Großchancen hätte einnetzen müssen. Es bleibt die Gewissheit, daß man sich von unserer “Nr. 9“, ebenso wie vom seit kurzem verletzten Jonas Hofmann, doch noch “Taten“ erhoffen kann, warten wir ab.
Am Bully angekommen kurzes Unbehagen, an der Windschutzscheibe klemmte ein Zettel. Allerdings kein Knöllchen, sondern ein handschriftlicher Edding-Vermerk “Anwohner?“ - nein, eher nicht.
Nach dem Vollzähligkeitsappell konnten wir bereits um kurz vor Elf die Heimreise antreten und keine 10 Minuten später fand man sich schon auf der Autobahn wieder. Unter der moralisch unterstützenden Aufsicht von “Klein“-Meise fraß Thorge samt Bully wieder eifrig Kilometer und um kurz vor Fünf erreichten wir das “weiße“ Twistringen, es hatte geschneit. Wie häufig in englischen Wochen üblich, wurde man von OL-Gerd mit einem lakonischen “Bis gleich“ verabschiedet und so konnte es nach einer kurzen Heißdusche sogar noch für ein Stündchen in’s Bett gehen, man gönnt sich ja sonst nichts.
Jetzt ein Heimspiel gelost bekommen, das wär’s, da spielt der Gegner (fast) keine Rolle… nun denn, am Abend werden wir schlauer sein.

 

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