Besucher....

 

 

 "UCL"-Gruppenphase 2016/2017: 1. Spieltag / Gruppe C (13./14.09.2016)

Manchester City FC - Borussia   4:0 (2:0)

 

Im Spiel, als es denn endlich mit der “leichten Verzögerung” von 24 Stunden angepfiffen wurde, sahen wir “keine Schnitte”. ManCity war uns in allen Belangen mindestens eine Klasse überlegen; zudem ging das Experiment mit der Dreierkette total in die Hose, erst als mit der Auswechslung von Christoph Kramer nach einer guten halben Stunde auf Viererabwehrriegel umgestellt wurde, präsentierten wir uns wenigstens halbwegs wettbewerbsfähig, zu dem Zeitpunkt stand es allerdings schon 2:0 für die Gastgeber - und damit waren wir noch sehr, sehr gut “bedient”.
Und über die restlichen Ereignisse rund um die beiden (!) Spielansetzungstermine lässt sich eine Extra-”Nordkurve” verfassen, wei oh wei...

Tourbericht...
Den einen oder anderen Spielausfall hatte man im Laufe seiner “Karriere“ schon miterleben müssen (Stuttgart, Berlin, Wolfsburg), auch auswärts (Ulm). Aber bei einem Europapokalauswärts(!)spiel (?!), ein Novum und Semi-Super-“GAU“ zugleich, aber der Reihe nach…
Bereits um 2.00 Uhr kannte der Wecker keine Gnade und verrichtete seinen zuverlässigen Dienst und kurz darauf wurde die erste Mahlzeit des noch reichlich jungen Tages eingeworfen… das (Wortschöpfung) “Mitternachts“frühstück. Um immer noch jungfräuliche 2.50 Uhr wurde dann die erste Etappe mit “Taxi-Jens“ in Angriff genommen und um kurz nach Vier trafen wir uns in Ibbenbüren mit “Hut“ und Thorsten, der uns ab dort weiter nach Amsterdam kutschierte (lediglich unterbrochen durch das Einsammeln von Passagier Nr. 5, Carsten). Das Erreichen des Flughafenareals 2 ½ Stunden später war kein Problem, als sehr viel schwieriger erwies sich dagegen für Greenhörner die Suche nach dem Terminalanfahrtsweg, doch irgendwann 30 Minuten später stellten wir das Auto in einer kilometerweiten Parkplatzlandschaft mit Shuttle-Anschluß ab und fuhren die letzten Meter zum Airport mit besagtem Bus. Was für ein riesengroßes Gelände biblischen Ausmaßes… tja, wenn der Brenndorf-“Bauer“ in die Stadt kommt.
Terminal und “Flugsteig“ fanden wir Laien wider Erwarten recht zügig, nur kam es uns komisch vor, daß sich selbst eine halbe Stunde vor dem geplanten Abflug nichts am Schalter bewegte. Doch Entwarnung, mit zehnminütiger Verzögerung konnten wir Richtung Insel abheben… Abflug 9.25 Uhr, Landung in Liverpool ebenfalls um 9.25 Uhr, die Zeitverschiebung macht’s möglich. Nach kurzer Orientierung und kassengemeinschaftlicher Wechselstubenorgie setzten wir uns mit den gerade erworbenen Pounds und dem Stadtbus zur Centralstation in Bewegung. Nun war “Hut“ gefordert und er löste die ihm gestellte Wochenaufgabe (Kauf von 5 Rückfahrkarten… in english, please) mit Bravour. Bei der Gleis- und Zugsuche traten zwar leichte Unsicherheiten auf, aber schließlich saßen wir in der Bahn nach Manchester. Zu unserer Überraschung war der erste Halt in dem Liverpooler Vorort, durch den wir zuvor mit dem Bus gefahren waren, da hätte man sich doch glatt eine ¾ Stunde sparen können, egal.
Manchester-Centralstation angekommen, stellten wir uns cleverer an, das Hotel war in unmittelbarer Nähe und innerhalb von 5 Fußminuten konnten wir in dem (wieder einmal) Nobelschuppen vorstellig werden. Nach dem Bezug der Zimmer (zwischenzeitlich traf auch D.K.‘s MG-Gruppe ein, die von Cologne nach London geflogen war) wurde zunächst dem Pub um der Ecke ein Besuch abgestattet und das erste Getränk zu sich genommen. Bis zum Anpfiff war noch jede Menge Zeit (seeehr viiiel Zeit, wie sich am Abend herausstellen sollte) und den Nachmittag konnte man somit genüßlich in der Stadt verbringen, die Shakespeare-Kneipe von 12/2015 aufsuchen und u.a. OL-Gerd, WHV-Thorge und “Klein“-Meise treffen. Langsam und gemütlich bewegten wir uns später zum “großen“ Treffpunkt, kehrten in das (vorerst) letzte Pub ein und trotteten im Anschluß mit/hinter dem Fanmarsch zum Stadion. Zu diesem Zeitpunkt machten übrigens auch die ersten “Wetter-News“ die Runde, daß es gegen Abend “regnerisch“ werden sollte.
Am Etihad-Stadium setzte dann auch - wie prophezeit - der Regen ein und… und… und nun ja, hörte ungefähr 2 Stunden lang nicht auf, im Gegenteil. Der Himmel öffnete seine Schleusen und Unheil/-wetter nahmen ihren Lauf...

 

 

Anfangs stellten wir uns in der nahegelegenen Pommesbude unter (“Fish & Chips“ sind für jeden durchschnittlichen Festlandgaumen jedenfalls eine echte, fast “gesundsheitsgefährdende“ Beleidigung), doch irgendwann wollte man natürlich in’s Stadion, die (vermeintliche) Anstoßzeit rückte näher. Doch bereits jetzt nahm des Ohr erste Gerüchte auf, daß der Anpfiff  wohl auf der Kippe stand. Man beruhigte sich mit dem (gefährlichen) Halbwissen, daß TV und UEFA penibel darauf bedacht sind, daß das Spiel wie vorgesehen stattfinden würde. Desweiteren bildete man sich ein, daß es nun gerade ein büschen weniger regnen würde. Somit versuchte man zusammen mit OL-Gerd die kurzen ca. 300 Meter zum Gästeeingang zu überwinden, ohne dort vollkommen durchnässt anzukommen. Es schüttete wirklich nicht mehr so stark, aber unmittelbar vor der Einlaßkontrolle erwartete uns trotzdem ein kleiner See. Um wenigstens einigermaßen trockenen Fußes das Stadion betreten zu können hangelten wir uns entlang der flankierenden Absperrgitter zum Gästebereich hin. Ein Ordner meinte noch einen “Lauten“ machen zu müssen, doch Widerspruch duldeten wir in dieser wässrigen Situation nicht.
Im Block angekommen musste man vernehmen, daß der pünktliche Spielbeginn zunächst verschoben wird, um Minuten später das Spiel am heutigen Abend wirklich ausfallen zu lassen. Schockschwerenot, was nun?! Wenn die Partie am Folgetag nachgeholt werden würde, dem Spiel beiwohnen können (?), unmöglich. Aber das Spiel verpassen (?!), ausgeschlossen.
Auf dem langen Fußweg zurück zum Hotel gingen einem zig Gedanken durch den Kopf, Aufgabenstellung war die Quadratur des Kreises… “Spiel sehen, über Nacht gen Heimat fahren/fliegen, am nächsten Vormittag arbeiten“ so die wahnwitzig illusorische Zielvorgabe. Auch der Kumpel, der um dieses Spiel herum eigens einen nicht unbedingt notwendigen Geschäftstermin bastelte, mühte sich (mit der Netzabfrage aller (un-)möglichen Flug- und Zugverbindungen) als hoffnungsvoller/-“loser“ (?!) Problemlöser.
Nach Ankunft im Hotel folgte die große Krisensitzung im Pub nebenan. In der Birne ratterte es weiter unaufhörlich und die Stimmung war auf dem Nullpunkt, noch mehr als nach manch‘ verlorenem Spiel.
OL-Gerd, “Klein“-Meise und WHV-Thorge legten sich darauf fest, den Flieger am nächsten Morgen zu nehmen, bzw. nehmen zu müssen - oh man, was für eine Scheiße. Das Trio machte sich auf den Weg zum Flughafen und uns Hotelbuchern blieb nichts anderes mehr übrig als sich “schweren Herzens“ von den drei Nichtnächtigern zu verabschieden. Gerd bot sich schließlich noch “leichtsinnigerweise“ (und folgenschwer, wie sich jedoch erst später herausstellen sollte) an, mich von einem möglichen Landeflughafen Hannover oder in NRW abholen zu können/wollen; die Arbeit rief immerhin ab dem vorletzten Werktag der Woche wieder.
3 ½ von uns 5 Leutz bereiteten sich ebenfalls auf den planmäßigen Rückflug am Mittwochnachmittag vor, doch in der Hotelbar wurden selbst ausgefallenste Ideen weiterverfolgt oder neu konstruiert. Vielleicht mit der “D.K.“-Reisegruppe, unmittelbar nach dem Abpfiff, im Bus nach London und ab da direkt und alleine nach Norddeutschland fliegen? Dann der Hoffnungsschimmer… die FB’s erklärten, daß die Profis höchstwahrscheinlich erst am Donnerstag zurückfliegen würden (da sie nachts das Bett hüten und nicht auf irgendwelchen Flughäfen ‘rumlaufen/-hängen sollen), die Mannschafts-Maschine aber unbedingt noch Mittwochabend/-nacht “in die Luft gehen“ muß, um Anschlußflugtermine einhalten zu können. Der verwegene Plan von Jan, “TJ“ und Tower: Wenn dem wirklich so wäre, würden ca. 40-50 Plätze freibleiben und die leeren Sitze könnten mit Fans “aufgefüllt“ werden. Die endgültige Entscheidung wurde jedoch erst für den nächsten Vormittag in Aussicht gestellt, so daß eine wenig erholsame Nacht bevorstand (*grübel, grübel*). So ging man zwar erst um kurz vor Eins zu Bett (selbstredend durfte die obligatorische nächtliche Duschorgie nicht fehlen), doch bereits um 6.00 Uhr in der Früh wollte das Fleisch nicht mehr schlafen, der Wille war nämlich sofort auf “Empfangsmodus“… wie geht’s jetzt (hoffentlich) weiter?!
Trotz allem tobte man sich einmal mehr beim Frühstücksbuffet ausgiebig aus und kurz darauf vernahm man die frohe Kunde, daß der Vereins-Charter tatsächlich noch ein paar nicht eingeplante Mitflieger aufnehmen könne, genial. Nach kurzer Beratung (keine 2 Minuten) waren wir 5 Leutz uns alle einig, das großzügige Angebot an- und das Spiel doch noch “mitzunehmen“ und ließen uns auf die Passagierliste setzen, Halleluja, geil.
Große Erleichterung machte sich breit und die Anschlußplanung, wie wir nach der Landung nachts von Köln weiterkommen würden, gingen sodann wesentlich leichter von der Hand. Insgesamt glühten drei Eisen im Feuer… und gleich beim “Favoriten“ (Gerd) konnte ich eine vorbehaltlose Zusage einkassieren, große Klasse - auch wenn ich zugegebenermaßen ein klein wenig ein schlechtes Gewissen hatte (…ja (!), ich habe (!) ein Gewissen). Auch vom zweiten Pfeil im Köcher (“TZ“ & “TP“ Kevin) hatte ich ein Okay vernommen, so daß die dritte Idee (HB-O.) gar nicht mehr kontaktiert werden musste.
Jetzt sah die Welt schon wieder anders aus und nach dem mittäglichen Zimmer-“check out“ wurden die Stunden bis zum Spiel in vollen Zügen (und auch Krügen) genossen. Am Bahnhof konnte “Hut“ sogar eins von nun fünf nicht mehr benötigten Bahntickets veräußern und auch 2 Leutz, die sich eigentlich gerade auf dem Weg der Abreise befanden, konnten noch erfolgreich in den “Plan B“-Flieger eingebucht werden.
Nach all dem Streß und Chaos machten wir nun aber erstmal 3, 4 Kneipen unsere Aufwartung und spülten die “Aufregung“ der letzten Stunden mit gemütlichen Bieren hinunter - und das bei allerbestem Wetter, die Sonne schien kräftig und für britische Verhältnisse fast “tropisch“. Unserem kleinen Troß schlossen sich auch die zuvor “vermittelten“ Maik & Kumpel an und zusammen mit Kunni, Leon & Rü verbrachte man einen mehr als entspannten Nachmittag.
Um spätestens 17.30 Uhr hatten wir uns allerdings am Hotel einzufinden, denn hier startete der uns zur Verfügung gestellte Shuttlebus zum Stadion. Dort eingetroffen ließ man die Kuriositäten der letzten 24 Stunden Revue passieren und verköstigte das “last order“-Bier, bevor ich mit meinen getrockneten “Tanzschuhen“ den Block betrat. Im Gegensatz zum Vorabend war nun allerdings nur noch 1 Etage des Gästebereichs geöffnet. Von den für den Dienstag verkauften ca. 1.800 Tickets waren aufgrund von diversen Terminkollisionen (privater, arbeits- und flugtechnischer Natur) nämlich leider nur noch ungefähr 400 Kartenbesitzer in der Lage dieses Spiel am nächsten Tag verfolgen zu können (darunter “Jogi-Reisen“, die Leutz nächtigten im Bus, oh wei). Max Eberl ließ es sich denn auch nicht nehmen durch die einzelnen Reihen zu gehen und wirklich jeden Gladbachfan per Handschlag zu begrüßen/Respekt zu zollen, eine schöne Geste (ein Rummenigge hätte dies sicherlich nicht getan, ein Ulli Hoeneß vermutlich schon).
Es folge das Spiel, zusammenfassend… “zurückhaltender als das Kaninchen gegenüber der Schlange“ - totale Überforderung. Mehr als die eingangs erwähnten Zeilen sollten für diese erschreckend schwachen 90 Minuten eigentlich nicht “verschwendet“ werden, dennoch hole ich noch ein paar Sätze aus.
In dieser Verfassung haben wir im Allgemeinen in der Champions League und im Speziellen in dieser (schwersten) Gruppe C nichts zu suchen, ganz klar. In der ersten halben Stunde stürzte uns ManCity von einer Verlegenheit in die dritte und ging folgerichtig schnell mit 2:0 in Führung. Erst nach der Herausnahme von Christoph Kramer und der damit einhergehenden Umstellung von Dreier- auf Viererkette standen wir defensiv besser und liessen deutlich weniger Chancen der Engländer zu, allerdings hatten die Inselkicker zu diesem Zeitpunkt schon einen beruhigenden Vorsprung herausgeschossen, bestimmten das Tempo nach Belieben und sahen keinen Anlaß die kompletten 90 Minuten Vollgas spielen zu wollen/müssen.
Standesgemäß wurde es dann zum Ende der Partie, als die Gastgeber im lockeren Aufgalopp uns noch zwei weitere Gegentore einschenkten. Der Treffer zum 4.0 -Endstand rundete unseren ganz schwachen Auftritt somit ab.
Nach dem Abpfiff musste es schnell gehen, die 3 Busse (Offizielle, Geschäftsstelle, Stab, Sponsoren, Fans) standen so gut wie abfahrbereit und auf einmal war die sonst so strikt einzuhaltende “heilige“ Blocksperre heute nicht der Hauch eines Themas. Um 22.00 Uhr (Ortszeit!) setzten sich die Fahrzeuge mit reichlich Blaulicht-Eskorte in Bewegung und den Flughafen Manchester erreichten wir eine knappe Stunde später. Auch die Maschine stand bereit und wartete - nach dem sie uns geschluckt hatte - “eigentlich“ (!) nur darauf losfliegen zu können. Doch im Flieger sitzend verzögerte sich die Abflugzeit von kurz vor Mitternacht auf 1.10 Uhr... Grund: Es wurde ein Gespäckstück mehr, als elektronisch erfasst an Bord geladen und um eine mögliche Terrorgefahr auszuschließen mussten sämtliche Koffer ausgeladen, neu gezählt und wieder eingeladen werden (*Hände-über-den Kopf-zusammenschlag*).
Vorher hatte man sich noch mit Tower und D.K. ausgetauscht und man war sich einig, daß im Flugzeug auf jeden Fall eine Durchsage kommen müsse… gesagt, getan; die Stewardess überließ einem für zwei, drei Sätze des Dankes (für die noble Geste des Vereins, uns rund 50 Fans kurzfristig, kostenfrei und unbürokratisch mitfliegen zu lassen) die Mikrofongewalt.
1 ¼ Stunden Flugzeit und ein “Uhrvorstellen“ später landeten wir um 3.25 Uhr in Cologne… und nach einem kurzen Ortungstelefonat fuhr OL-Gerd sensationellerweise wirklich vor (er war erst am späten Vormittag nach Hause gekommen, hatte sich auf’s Ohr gelegt, das Spiel im Fernsehen angeguckt und ist anschließend losgefahren, Wahnsinn). Wirklich ganz großer Sport. Hochachtung und Tausend Dank, Gerd, spätestens damit hast Du Dich unsterblich gemacht.
Während wir uns um kurz vor Vier in Richtung Norddeutschland aufmachten, fuhr Thorsten (zusammen mit Maik und seinem organisierten “Fahrer“) nach Amsterdam, schließlich mussten noch 2 Autos ausgelöst werden.
Zwischenzeitlich erlaubte man sich ‘mal hier eine Viertelstunde, ‘mal da 20 Minuten Augenpflege, nicht unbedingt erholsam, aber “nützt ja nüscht“. Am Ausgangstreffpunkt in Ibbenbüren trennten sich die Wege unserer “ManCity-Reisegruppe“ dann endgültig, “Hut“ nahm Carsten mit, OL-Gerd wurde in seinen hochwohlverdienten “Feierabend“ entlassen und Jens und ich fuhren die letzten Meter nach Twistringen in den Tag hinein, so daß man um Punkt Sieben freudig-erstaunt begrüßt wurde “Papa, da bist Du ja (wieder)…“ - Happen frühstücken, duschen und ab “auf die Maloche“, was für ein Programm.

 

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 Bundesliga 2016/2017: 2. Spieltag (10.09.2016)

Freiburg - Borussia   3:1 (0:1)

 

Freiburg, vor allem auswärts, liegt uns nicht, das weiß man und diese Möchtegernfloskel hat auch weiterhin Bestand, zu emotionslos traten wir beim Aufsteiger aus dem Breisgau an.
Die Führung zur Pause war schon schmeichelhaft, gar glücklich und daß das Spiel gegen uns gedreht wurde nur folgerichtig. Unglücklich waren nur die Zeitpunkte der beiden letzten Gegentore, verdient war die Niederlage allemal, leider.
Diese “Leistung” war jedenfalls unterirdisch und nicht zu erklären - setzt sich das Auswärtsgegurke in dieser Saison nahtlos fort...?!

Tourbericht...
…der weit entfernte Süden ruft. Nach einem Jahr Pause "durften“ wir wieder in das - tatsächlich - wunderschöne Freiburg im Breisgau reisen. Städtisch gesehen ein attraktives Ziel, die Entfernung jedoch das Maximum in der Bundesliga. Dementsprechend früh ging die Reise nach Baden-Württemberg für uns los.
Gegen drei Uhr in der Früh klingelte zum ersten Mal der Wecker, welcher einen eigentlich aus dem Bett werfen sollte. Es war jedoch eine sehr unchristliche Zeit, die einem doch schon Einiges abverlangte. Duschen, Zähne putzen, Tasche schnappen, ab ins Auto - nächste "Haltestelle“: Varel. Ein "junger“ Mann stieg zu, der das gleiche Zwischenziel hatte: Bremen Hauptbahnhof.
Gegen kurz nach Fünf sollten wir in den ersten Zug des Tages einsteigen, um folglich die nächsten Bekanntschaften aus der sonst auch üblichen Reisegruppe anzutreffen. Ein bisschen "Twistringen“, "Lohne“ und "Löningen“ war ebenfalls vertreten.
Ein zwischenzeitlicher Umstieg liess dann nicht lange auf sich warten, ehe wir dann in den, auf der Hinfahrt, letzten Zug steigen sollten, denn den Anschluß in Cologne erreichten wir nicht mehr, so daß wir kurzerhand einfach im Zug sitzen blieben, denn dieser Zug steuerte ebenfalls Freiburg an, nur später.
Mit einer Stunde Verzögerung angekommen, wurden, wie sonst auch, Schliessfächer gesucht und in diesem Fall sogar gefunden. Alles verstaut und "Abgang“ in den nächsten Biergarten. Viel Sonne und ein "wenig“ Bier liess einen den Tag geniessen und machte den Weg in's Stadion doch um Einiges angenehmer; denn bekanntermassen ist der Gästeblock ein Haufen "Etwas“…
Zum Spiel gibt es dann auch ein paar Worte: Eigentlich eine gute und starke Startaufstellung, die taktische Formation überraschte dann aber doch: Die Fünferkette. Die neu eingespielte Formation seitens André Schubert. Und wie man sah - es funktionierte nicht wirklich. Der Gastgeber startete gut in die Anfangsphase und hatte in Minute 16 bereits den ersten Warnschuss abgegeben - Pfostentreffer von Philipp. Borussia schaffte es seit Minute 20 nicht mehr in den Strafraum der Freiburger, ehe es in der 35. Minute dann doch "klingelte“. Thorgan Hazard, angespielt von Ibo Traore, bekam den Ball und zog aus 18 Metern ab. Für Schwolow gab es hier wenig bis gar nichts zu halten - 0:1 ...zur Pause.
Kurz nach dem Wiederanpfiff zogen die Freiburger dann in Minute 54 wieder gleich, denn Philipp schlenzte den Ball gekonnt ins rechte, obere Eck. Danach sah man ein eher unterdurchschnittliches Bundesligaspiel und musste sich den einen oder anderen krassen Fehlpass anschauen.
In der 82. Minute dann brachte Freiburg mit Petersen nochmal eine frische Offensivkraft, die in diesem Spiel auch noch eine entscheidende Rolle spielen sollte. Doch vorher traf der Torschütze zum 1:1 auch noch zum zweiten Mal. Anschliessend verlor Andreas Christensen den Ball auf katastrophale Art und legte Grifo den Ball regelrecht vor. Yann Sommer holte den Freiburger von den Beinen und kam noch glimpflich mit "Gelb“ davon - und hier kam Petersen "in's Spiel“. Er netzte den Ball zum 3:1 -Entstand ein.
Somit machten wir uns auf den Weg Richtung Bahnhof, denn eine "sportliche“ Abfahrtszeit Richtung Heimat liess uns den einen oder anderen Sprint einlegen - doch alle meisterten diesen Zwischenspurt, so dass wir pünktlich und in voller Besetzung abfahren konnten.
Die Rückfahrt war dann doch anstrengender als gedacht, denn unser guter Freund der Alkohol veränderte einen aus der Reisegruppe und kostete einiges an Nerven.
Einen kleinen "Spannungsbogen“ gab es dann noch einmal in Göttingen, wo gut gelaunte Berliner, kommend aus Ingolstadt, unseren Weg kreuzten, denn deren Zug war unsere Weiterfahrt - und umgekehrt. Aber: ZUm Glück alles gut gegangen!
Die 24-Stunden-Marke fast "geknackt“, trudelte ich gegen zwei Uhr morgens zu Hause ein und es dauerte nicht lang', bis die Müdigkeit einen überwältigte und den Tag somit enden liess.

Grüsse von der Küste...
"WHV“-Thorge

 

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 Bundesliga 2016/2017: 1. Spieltag (27.08.2016)

Borussia - Leverkusen   2:1 (1:0)

 

Mit einer Energieleistung konnten wir auch den Bundesligastart gegen Leverkusen äußerst positiv gestalten… 3 Wettbewerbe, 4 Spiele, 4 Siege, diese makelose Bilanz beschert uns einen traumhaften Start; hoffen wir, daß diese Leistung möglichst lange konserviert werden kann.

Tourbericht...
Wie immer begann unsere Reise (Fuzzy, Ralf und meinereins) im südlichen Osnabrücker Landkreis. Fuzzie's Taxiservice war 'mal wieder überpünktlich, so dass ich nach meiner Nachtschicht kaum in die Klamotten kam. Schnell noch Ralf im NRW-Randgebiet namens Lengerich eingeladen und zack schon im Bus.
Die große Freude strahlte uns von den Saunierern aus Twistringen oder anderen Zustiegsorten nicht entgegen. Der Grund sollte sich auch uns zügig erschließen. Die manuelle Klimaanlage - auch Fahrtwind-Dachluke genannt - funktionierte dabei noch am besten. Danke für die "Entriegelung" des elektronisch geregelten Mechanismus (*zwinker*). Dies stieß bei dem ein oder anderen aber tatsächlich auf Abneigung durch die erhöhte "Da-holt-man-sich-sofort-was-weg"-Problematik. Da wäre ich lieber krank geworden...
Ansonsten verlief die Fahrt entspannt und durstig, was natürlich nur dem Wetter geschuldet war (*grins*). Ausfälle waren aber auf dem Hinweg noch nicht zu verzeichnen. Vielmehr wurde diskutiert, wie die "CL"-Auswärtstouren organisiert werden und wie die bevorstehende Kartenproblematik gelöst werden könnte. Aber wir werden wohl, speziell in Glasgow, auf den "gangdurchblickenden" Kartenzauberer hoffen müssen. :-)
Für mich ging es dann solo in Block 17 - sehr ungewohnt - und ich schloß mich mal dem Unter-Unterrang an. Sehr gute Stimmung, wobei dies auch viel dem intensiven Spiel zugeschrieben werden kann. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und trotz der hohen Temperaturen ging es Hin und Her. Ich empfand uns wieder 'mal gut; diesmal jedoch mit einem Gegner auf Augenhöhe. Diese Nicht-Augenhöhe vom spektakulären 6:1 hat uns vielleicht auch ein paar Körner bewahrt, die wir an diesem Samstag gut gebrauchen konnten. Vielen guten Chancen stand zunächst ein starker Leno bzw. dessen Kopf im Wege. Als es dann schon fast in die Halbzeit ging, führte ein (angeblich nicht ganz ruhender, jaja...) langer Freistoßball von "Chris" Kramer doch noch zur Führung. Diesmal blieb André Hahn ruhig und schob überlegt ein.
Die zweite Halbzeit begann - mit Jannik Vestergaard statt Tony Jantschke - ähnlich und gleichem Spielverlauf. Beide Mannschaften schenkten sich nichts. Gute Chancen, speziell durch einen abgefälschten und stark parierten Freistoß von Raffael, stand der zweite Alumiumtreffer der Pillendreher entgegen. 10 Minuten vor Schluß rappelte es dann leider doch. Eine abgefälschte Flanke konnte Yann Sommer noch klasse abwehren, doch eine Kopfballrückablage auf Pohdgebrmckeönkebf landete doch im Tor. Ein muliges Gefühl machte sich bei mir breit. Können wir das Tempo nach dem Wochenmitte-Einsatz noch halten? Antwort: JAAA! Nach dusseligem Mißverständnis steckte der eingewechselte Thorgan Hazard auf Lars Stindl durch (angeblich Abseits, jaja...) und dieser schob souverän in's Tor ein. Warum auch immer Leno hier soweit rauskam... aber: Danke!
Und jetzt konnte man sehen, dass WIR gewinnen wollten. Es wurde gegrätscht (Raffael) und gehalten/getreten (Strobl). Geil, so will ich das sehen. Sogar die Haupttribüne und Gegengerade mussten nicht animiert werden. Und so wurde die Woche vergoldet. Top-Teamgeist gepaart mit großer Qualität, da gilt es auch dem bei manchem nicht unumstrittenen André Schubert 'mal ein Lob auszusprechen! Er holt schon einiges aus der Mannschaft 'raus.
Die Rückfahrt wurde fast in reduzierter Anzahl bestritten. Dies waren aber die erfahrenen Mitstreiter, die teilweise - so stellte sich heraus - die Uhr WIRKLICH kaum noch lesen konnten! Alles richtig gemacht. :-)
Nach fast geglätteten Wogen konnten wir dann die Rückfahrt mit manueller Klimaanlage doch einigermaßen genießen und die Stimmung war vor allem im Mittelteil des Busses prächtig. In Lengerich noch eine Siegerrunde im Kreisel und dann nur noch schnell in's Taxi Fuzzie - und zufrieden in die Koje. Auf weitere schöne, emotionale Touren.

Schwarz-weiß-grüne Grüße,
Palette

 

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 "UCL"-PlayOffs 2016/2017: Rückspiel (24.08.2016)

Borussia - Young Boys Bern   6:1 (3:0)

 

Die Mannschaft präsentierte sich geistig und körperlich topfit, rauschte über den Gegner förmlich hinweg und ließ zu keiner Zeit Zweifel am Ausgang dieses “PlayOff“-Rückspiels aufkommen. Mit ihren Triplepacks zerlegten Raffael und Thorgan Hazard die Schweizer nominell, nicht ohne Unterstützung der restlichen 8 Feldspieler, einzig Yann Sommer blieb so gut wie beschäftigungslos.
Nach dieser Gala schweifen alle schwarz-weiß-grünen Blicke erwartungsfroh nach Monaco, freuen wir uns auf eine geile Auslosung…

Tourbericht...
Was kann es schöneres geben, als seinen Urlaub um einen Tag früher anzutreten und nach Gladbach zu fahren?
Es stand das Rückspiel gegen die jungen Erfinder des Hustenbonbons an. Da ich zur Zentrale "WTT" nicht selber fahren musste, füllte ich meine Kühltasche mit diversen alkoholischen Getränken auf.
Die Hinfahrt verlief zügig. Zum Spiel sage ich nur: Ein Feuerwerk ist nichts dagegen, vor allen Thorgan Hazard und Raffael präsentierten sich in Galaform - und sorgten für 6 Buden... und somit war das einzig “Negative” an diesem Tag, das alkfreie Bier im Stadion (*grins*).
Auf der Rückfahrt war ich intensiv damit beschäftigt meine Kühltasche zu leeren, keine grosse Herausforderung, denn nebenbei konnte noch von Helmut Zacharias (dem Teufelsgeiger) und dem möglichen Einsatz des Wilkens-Busses im Serengeti-Park gefachsimpelt werden (*zwinker*).
Jetzt 'mal die Auslosung und attraktive Gegner abwarten.

Mehl / “Sule-Fohlen”

 

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 DFB-Pokal 2016/2017: 1. Hauptrunde (20.08.2016)

SV Drochtersen/Assel - Borussia   0:1 (0:0)

 

Wenn an diesem Pokalspielnachmittag Defensivspezialist Tony Jantschke als bester Mann der Partie auftrumpfte, dann lässt sich das zähe Ringen erahnen, welches wir an den Tag legten / legen mussten, denn der Gastgeber stellt die Räume durch sehr hohe Laufbereitschaft zu. Uns fiel leider nicht viel ein und so entwickelte sich kein Kampf-, sondern ein Krampfspiel, welches länger als uns lieb war immer noch 0:0 stand. Diese Art von Spannung wollten wir eigentlich vermeiden, nunja, am Ende zählte nur der (knappe) Sieg, auf in Runde 2 und auf Losglück hoffen, aber was das heißt wissen wir spätestens seit letzter Saison (vergleiche Bremen-Heimspiel 12/2015).

Tourbericht...
Am Samstag um kurz vor 11.00 ging es diesmal los. Fuzzie, der vorher noch auf Shopping-Tour gegangen ist, war pünktlich beim Treffpunkt und wir konnten uns auf den Weg nach Twistringen machen und Chief & Sohn komplettierten unsere heutige Besatzung. Nun hieß es: "Auf nach Drochtersen“. "Navi" an und die ersten Kilometer vergingen wie im Flug.
Nach ersten Besprechungen hatte der Chief eine kleine Routenänderung parat (Verstand ist besser als Technik). Nach Drochtersen gab es wohl nur eine Verbindungsstrecke und die würde sehr wahrscheinlich überfüllt sein. Also fahren wir Richtung Nord-West und dann nach Drochtersen. So wurden dann einige neue "Städte"/Dörfer abgeklappert (Bad Bederkesa oder Hemmoor lassen grüßen... *zwinker*). Wir überstanden die Autofahrt ohne aufkommende Staus und konnten uns ganz entspannt einen Parkplatz an der Hauptstraße suchen und - durch Siedlungen hindurch - zum Stadion gehen.
Zwischenzeitlich schon alte Gesichter wieder gesehen, standen wir am falschen Eingangstor (es gab auch nur zwei... *grins*). Kein Problem, durch den Wald und dann zum Gästeeingang! Der Chief wollte beim Fanmobil stehen und seine Karten noch verteilen, allerdings war am Eingang kein Fanmobil in Sicht, sondern nur weite Felder (wie bei uns Zuhause), "egal".
Übrigens wurde eine Extra-Tribüne aufgebaut, damit die Gladbach-Fans unterkommen konnten. Zum Spiel brauche ich nicht viel schreiben. Wir haben 0:1 gegen eine aufopferungsvoll kämpfende Regionalliga-Mannschaft gewonnen - wir sind weiter und nur das zählt.
In 4 Tagen kommt das nächste wichtige "k.o."-Spiel und hoffentlich heißt es danach definitiv "Auf, auf, auf in die Champions League!“).
Nachdem alle 4 Personen beim Auto wieder angekommen waren, starteten wir unmittelbar die Rückfahrt und via Liveticker (Handy) konnten wir die anderen Spiele und die Elfmeterschießen (Bielefeld, Nürnberg, Dresden) verfolgen. Der Junior vom Chief studierte schließlich noch die einzelnen Spielstatistiken ausführlich und berichtete uns von den Torschützen, nicht nur in Deutschland, sondern europaweit. Auch die Rückfahrt verlief problemlos und so konnte mich Fuzzie (Danke für´s Fahren) gegen kurz vor 21.00 Uhr wieder absetzen. Bis zur nächsten Fahrt!

"VEC"-Freddy

 

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 "UCL"-PlayOffs 2016/2017: Hinspiel (16.08.2016)

Young Boys Bern - Borussia   1:3 (0:1)

 

Ist der Sieg in dieser Höhe ein wenig glücklich zustande gekommen oder haben wir clever gespielt (?!), das ist wohl Ansichtssache. Fakt ist, daß wir mit der ersten Torchance in Führung gingen, anschließend aber insgesamt zu sorglos aufgetreten sind... bei mindestens zwei fetten Möglichkeiten lagen Gegentreffer in der Luft und die erneute Führung durch André Hahn (aus dem Hintergrund müsste Hahn schießen, Hahn schießt, Tooor… *schmunzel*) erzielte unsere Nr. “28“ aus stark abseitsverdächtiger Position, egal, Minuten später trug Raffael - mit abgefälschtem (!) Schuß - zur Beruhigung des Spiels endgültig bei.
Wenn wir uns im Rückspiel die “UCL“ jetzt noch nehmen lassen, dann würden wir die Teilnahme auch nicht verdienen...

 

Tourbericht...

Mit großer Spannung wurde die Auslosung der “UCL“-PlayOffs erwartet und als Gegner standen anschließend die “Young Boys” aus Bern fest. Die Mannschaft also, gegen die bereits in der Sommervorbereitung gespielt wurde (Sieg im Elfmeterschießen).
Ohne den Schweizern zu nahe treten zu wollen, es hätte wesentlich schlimmer kommen können. Dann nämlich, wenn wir für die PlayOffs nicht in den “gesetzten“ Topf 1 gelandet wären und mitverantwortlich war ausgerechnet Bern. Dadurch, daß sich “YBB“ gegen Schachtjor Donezk, aber auch FK Rostow am Don in Anderlecht in der 3. Qualifikationsrunde durchsetzten, rutschten wir - aufgrund des knapp höheren Koeffizienten - in das erste Losglas und entgingen so in den “k.o.“-Spielen Krachern wie ManCity, AS Monaco und anderen Hochkarätern.
Es sollte in jedem Fall ein “Kaltstart“ werden, denn die beiden finanziell wichtigsten Spiele der Saison 2016/2017 waren noch vor dem 1. Bundesligaspieltag zu bestreiten, betteten jedoch das Erstrunden-Pokalspiel in Drochtersen ein.
Europapokal setze ich immer mit Anreise per Flugzeug gleich, aufgrund der vergleichsweise geringen Entfernung wurde diesmal aber eine Bustour favorisiert. Bedingt durch die kurzfristige Ansetzung - nur 1 ½ Wochen später - war in Punkto Organisation nun natürlich erstmal “stricken mit heißer Nadel“ angesagt. Doch 6 (!) Tage vor dem Spiel “stand“ die kurzfristig aus dem Boden gestampfte Tour und die Anmeldungen füllten die Obergrenze der Passagierliste innerhalb von 48 Stunden.
Der Tag des Hinspiels nahte und die Abfahrtszeit wurde auf absolut unchristliche halb Vier festgelegt. Als wäre diese Uhrzeit selbst für Frühaufsteher nicht schon Herausforderung genug, fiel dieser Dienstag auch noch auf den “…the day after“ nach dem berüchtigten Stoppelmarktmontag, wei oh wei (*schmunzel*).
Fast pünktlich (Moin Jens, einfach ‘mal früher “aufwachen“ - und das im wahrsten Sinne des Wortes) starteten wir durch und als die ersten Sonnenstrahlen in die Fahrgastzelle lugten hatten auch die letzten Leutz (Zustiegsort Rasthof “Münsterland“) den Bus betreten. Jetzt lebten auch einige vortagsfeiergeschädigten menschenähnliche Wesen wieder auf und betankten ihre Astralkörper mit dem ersten Vormittagsbierchen, während andere Leutz dagegen schon seit geraumer Zeit damit beschäftigt waren, ihren Flüßigkeitshaushalt aufzufüllen - es geht halt nichts über eine gesunde Lebenseinstellung, um in Einklang mit seelischem Gleichgewicht der Nachwelt mit seinen persönlichen Worthülsen und gedanklichen Ergüßen möglichst lange erhalten zu bleiben… puuh, schwerverdaulicher Tobak, wer soll da noch geistlichen, ähh geistigen Zugang finden (?!).
Der “Freund“ Alkohol lockerte so manche Zunge und Andree musste exorbitant philosophisch, fast schon mantraartig und mehrfach wiederholt festhalten “…tja, man wird nicht jünger“, welch‘ erstaunliche Erkenntnis, “Hut ab“ vor soviel Weitsicht und Deutungshoheit (*grins*). Und auch Howie plauderte aus dem (kulinarischen) Nähkästchen, denn in seinem Familienhaushalt gibt es Haustiere nur noch tiefgefroren oder überbacken, Geschmackssache.
Wir kamen gut voran und irgendwann gegen Eins erreichten wir den deutsch-schweizerische Limes und die ersten Meldungen machten die Runde, daß einige Busse sich wohl einer Totalfilzung durch die Grenzbeamten ausgesetzt sahen. Davon blieben wir zum Glück verschont, unser Bus wurde - nach kurzem protokolarischem Dokumentencheck - durchgewunken, sehr gut.
Die Reststrecke wurde ebenfalls relativ schnell bewältigt und ca. 1 ¼ Stunden später erreichte unsere “Reisegruppe Norddeutschland“ Bern (da war doch was, achja… “Stindl auf Hahn, Hahn, aus dem Hintergrund müsste Hahn schießen, Hahn schießt…“). Von der Autobahnabfahrt Wankendorf waren es nur noch wenige Hundert Meter bis zum “Stade de Suisse“ und um Viertel nach Zwei wurden wir unmittelbar vor der Gästekurve abgesetzt, “Sie haben Ihr Ziel erreicht“. Zwecks Einhaltung der Ruhezeit gondelten die beiden Fahrer nun samt Bus zu ihrer Tagesunterkunft, während wir bei hochsommerlichen Temperaturen zunächst die nähere Umgebung erkundeten und uns schließlich per pedes auf den Weg in die Innenstadt machten. Dort angekommen erwartete uns bereits ein Meer an kleinen weißen Männchen. Dem Motto “Alle in weiß“ folgend präsentierte sich die “Berner Meile“ in einheitlicher Farbe und alle anwesenden Fans gaben sich stimmgewaltig und auch optisch eindrucksvoll, die Berner Altstadt war fest in Gladbacher Hand.
Diese These bewahrheitete sich auch beim anschließenden Fanmarsch zum Stadion, welch’ ein Anblick, Wahnsinn. Schlußendlich fanden sich geschätzte 8.000 Gladbacher in der Gästekurve ein, geile Kulisse.
Der Hauptakt. Das 0:1 fiel schon ein wenig überraschend und nach dem Ausgleich drohte das Spiel zu kippen. Die Gastgeber ließen jedoch zwei gute Gelegenheiten ungenutzt und nach unserem Doppelschlag durch Raffael (offiziell existieren bei der UEFA keine Eigentore) und André Hahn war die Partie gelaufen. Es folgte bis weit nach Spielende pure Partystimmung, jeder wusste schließlich, daß dieses Ergebnis das Tor zur “UCL“-Gruppenphase sehr weit aufstieß.
Hochzufrieden ob des Auswärtssieges warteten wir auf den Stadionstufen vor der Kurve entspannt auf unseren Bus und nachdem die gesetzlich festgelegten Lenkzeiten wieder in Anspruch genommen werden konnten, tauchte unser Gefährt um kurz nach Zwölf aus dem Dunkeln der Nacht auf, bereit uns die ungefähr 830 km wieder nach Hause zu kutschieren.
Auf der Rückfahrt wurde noch das eine und andere Bier getrunken, doch irgendwann nach erfolgreicher Grenzüberquerung war man müde, wenn auch nur im Gesicht. Während fast alle Insassen Augenpflege betrieben, entledigten sich die beiden Fahrer der Strecke souverän und der Heimweg wurde sogar mit einer um eine halbe Stunde kürzeren Fahrzeit bewältigt, so daß wir nach diversen Ausstiegsstops gegen 10.30 Uhr Twistringen wieder erreichten, schön war’s (*freu*).
 

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 Bundesliga 2016/2017: 17. Spieltag (21.01.2017)

Darmstadt - Borussia   0:0

 

Neues Jahr (!), neuer Trainer (!), neues Glück? Eher nein (sieht man ‘mal davon ab, daß unter dem alten Coach vielleicht noch das Pech hinzugekommen wäre, kurz vor Schluß den “k.o.“-Gegentreffer schlucken zu müssen - Sarkasmus aus!), auch mit Dieter Hecking wussten wir im letzten Hinrundenspiel jedenfalls nicht zu überzeugen.
Eine kleine Handvoll mit guten Ansätzen wurde sichtbar, mehr jedoch nicht. Zu gefallen wussten fast ausschließlich Thorgan Hazard (mit leichten Abstrichen) und überraschenderweise Jonas Hofmann. Die anderen Spieler näherten sich mit Ihrer Leistung lediglich dem (unteren?) Mittelmaß (oder überschätzen wir unser Team maßlos?) und dann muß man sich auch nicht wundern, wenn es nur zu einem 0:0 beim Tabellenletzten reicht, der zuvor 8 Spiele am Stück verloren hatte und seit fast 5 Partien torlos blieb.
Die Gegner werden jedenfalls nicht leichter und wenn wir uns nicht gewaltig steigern, dann werden wir es “spannend“ bis ganz zum Schluß machen… die Rückkehr in “längst“ vergangene Zeiten (?!), ich hoffe inständig, daß dies nicht so ist/sein wird.…

Tourbericht...
Nach der unfreiwilligen Entfernung des Keilriemens bei der Tour nach Augsburg, wurde von den anderen Mitfahrern meine Teilnahme an der Tour nur mit begrenzter Begeisterung aufgenommen. Ich wurde in die letzte Reihe, direkt neben den "Chief" gesetzt, da ich so wenigstens weit genug vom Keilriemen sei. Nach ein paar weiteren mehr oder weniger konstruktiven Beiträgen auf meine Kosten, konnten wir endlich starten.
Heute zeigte sich Gerd für die Kultur verantwortlich und dementsprechend besprachen wir optimale Reiserouten von Äthiopien nach Uganda und Gerd übte für seinen "Wetten, dass?!"-Auftritt, in dem er die Länder vom Balkan über Ost- und Süd- bis nach Westafrika in der korrekten Reihenfolge aufsagte. Zumindest nehmen wir an, dass die Reihenfolge korrekt war, da ihm niemand widersprochen hat. Zur Auflockerung erzählte "Hut" von seinem Erlebnis bei den Rentnern auf der Haupttribüne des SC Preußen Münster, wo Dank Hans-Günters Durchfall eine Karte frei wurde. Wozu ich das erzähle? Es ist die perfekte Überleitung zum Spiel, denn das letzte Spiel der Hinrunde fand "im Darm statt".
Bei arktischen Temperaturen und grellem Sonnenschein, verfolgt wir ein Spiel, welches sowohl für Torsten Frings auf der einen, als auch für Dieter Hecking auf der anderen Seite das Debüt für den neuen Verein darstellte. Die Anfangsphase gehörte eindeutig unserem Dreamteam. Jedoch verpassten Jonas Hofmann und Raffael hochkarätige Chancen zu nutzen. Im weiteren Verlauf plätscherte das Spiel vor sich hin. Nach der Halbzeit zeigte Hazard nochmal eine schöne Einzelleistung, wobei dieser leider am Pfosten scheiterte. Viel mehr ist nicht passiert. Logischer Endstand: 0 zu 0. Wie dieses Ergebnis einzuordnen war, wurde auf dem Rückweg hitzig diskutiert. Von "Mit dieser Leistung steigen wir sang- und klanglos ab" bis "In Darmstadt muss man auch ‘mal mit einem Punkt zufrieden sein" waren sämtliche Meinungen vertreten. Quo vadis, Borussia? Die nächsten Wochen werden die Antworten geben.
Die Rückfahrt verlief problemlos und zügig. Der Keilriemen hält. Ob das jetzt an meinem Beobachtungsplatz direkt neben dem Chief lag, darf bezweifelt werden.
P.S.: Zitat des Tages... "Thorge, möchtest Du ein Bier?" - "Nee, danke. Erst, wenn ich gleich fahre!"

MalBü

 

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 Bundesliga 2016/2017: 16. Spieltag (20.12.2016)

Borussia - Wolfsburg   1:2 (0:1)

 

Der Negativtrend der zweiten Hinrundenhälfte setzte sich auch im Heimspiel gegen ebenfalls kriselnde Wolfsburger nahtlos fort. Nur kurzzeitig flackerte Hoffnung auf, doch unseren Ausgleichstreffer beantworteten die Werkskicker binnen 5 Minuten mit der erneuten Gästeführung. Richtiges Aufbäumen war nicht zu erkennen, so daß das Kalenderjahr 2016 ebenso trostlos endete, wie es begonnen hatte… nämlich mit jeweils 2 Niederlagen, ääätzend.

Tourbericht...
Der letzte Schultag animierte dazu und schrie gerade danach, den Junior wieder mitnehmen zu können - gesagt, getan… und die gleiche Idee in die Tat umgesetzt hatte auch OL-Gerd.
So ging es also mit Sohnemann um kurz nach Drei zum vereinbarten Treffpunkt in Holdorf, um dort in den Bully vom heutigen Kutscher Gerd umzusteigen und Malte, Thorge & “Klein“-Meise glänzten bei unserem Einstieg bereits mit Anwesenheit.
Die Augsburg-Panne und natürlich auch das “Pannenspiel“ lieferten auf der Hinfahrt einigen Gesprächsstoff, aber auch das Trainerthema bot genügend Diskussionsplattform. Der Hinweg verlief somit kurzweilig, denn auch die Straßen waren relativ “frei“, nur der übliche (späte) Anfahrtsstau bei Spielen in der Woche kostete uns ein wenig mehr Zeit. Dennoch erreichten wir gegen (ausreichende) 19.00 Uhr den FanHaus-Parkplatz und es blieb noch ein wenig Zeit für Kartenabholung und “Einkleiden“ von Vater (Beinkleid) & Sohn (“lange Luzie“, Modezar Marc K. aus Rieste-Süd lässt grüßen).
Es folgte nach kurzem Fußweg zum Borussia-Park und dem “Fahneaufhängen“ ein letztes Mal das Abhalten des “Glücksbier“-Rituals mit TJ, zumindest in seiner Funktion als “FB“, schade. Aber wir sicherten uns zu, daß wir diese liebgewonnene Tradition beibehalten wollen (und nicht nur um des Trinkens willen).
Das Spiel, tja, ich belasse es bei den Eingangszeilen. Ansonsten pure Ratlosigkeit, ob der sportlichen Talfahrt - und das mit solch‘ einem (für unsere Verhältnisse hochkarätig besetzten) Kader. Es sollte André Schuberts letztes Spiel als unser Trainer sein und die Entlassung war wohl unumgänglich. Trotzdem ist ein Rausschmiß grundsätzlich auch schade, denn sowas hat immer auch etwas mit Scheitern (auf beiden Seiten) zu tun. Ich frage mich allerdings, warum der Vertrag gleich um 2 Jahre verlängert wurde, sicherlich ein (finanziell kostspieliger) Fehler.
Den Höhepunkt seines Schaffens erlebte Schubert beim Heimsieg gegen die Bazis im Dezember letzten Jahres. Der Zenit war überschritten und der Abwärtstrend begann. Trotz allem konnte aber sogar noch der 4. Platz und die damit verbundene Teilnahme an den UCL-“PlayOffs“ gesichert werden. Im Nachhinein muß man leider sagen, daß es auch daran lag, daß die Konkurrenz schwächelte und sich ein Schneckenrennen entwickelte. Hauptgrund und ausschlaggebend für die Beurlaubung war wohl die nicht zu erklärende Auswärtsschwäche in diesem Kalenderjahr… lediglich 1 (!) Sieg (Darmstadt war an diesem 34. Spieltag mit den Feierlichkeiten zum Sensationsklassenerhalt beschäftigt) und 2 Unentschieden (ausgerechnet bei den bärenstarken Gegnern München und Leipzig) betonieren in der Bundesliga unsere Bilanz des Grauens.
Allerdings bewies André Schubert bei seinem Abgang Stil und Klasse, verabschiedete er sich von den Fans doch öffentlich mit einer Videobotschaft. Außerdem bleibt festzuhalten, daß die Mannschaft unter seiner Regie in allen 6 Heimspielen der Champions League ausnahmslos sehr ganz starke Leistungen ablieferte (und das gegen internationale Topteams des Kalibers ManCity, Juventus Turin, Sevilla, Barcelona, …).
Auf der Rückfahrt war die Stimmung dementsprechend. “Hut“ hatte sich noch dazugesellt, die beiden Junx waren am Ratzen und der Rest ertrug die ersten 100 km nur geistig vegetierend. Auch bis zum Ende des gemeinsamen Ausflugs verlor man nur wenige Worte und um Viertel vor Zwei musste der Junior aus seinen (Alb?)Träumen gerissen werden. Wir stiegen aus und um, um die letzten Meter zu bewältigen. Ankunftszeit Twistringen 2.25 Uhr, Ende des Fußballjahres 2016, puuh.

 

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